In der 1. Klasse Süd-West hat der WSV-ATSV Ranshofen gegen den ATSV Mattighofen mit 1:4 verloren. Trainer Werner Hartl sah seine Mannschaft zwar lange unter Druck, sprach aber von viel Zusammenhalt und einer starken Reaktion nach dem 2:1. Genau dieser Moment war für ihn der Schlüssel zu einem Auswärtssieg, der am Ende klarer aussah, als es der Spielverlauf über weite Strecken vermuten ließ.

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Werner Hartl hatte den Verlauf aus Sicht seiner Mannschaft schnell auf den Punkt gebracht. „Von Beginn an war Ranshofen sehr drückend. Wir waren eigentlich fast nur am Verteidigen, haben aber trotzdem unsere Chancen gefunden“, sagte der Trainer der Gäste. Damit war der Ton dieser Partie früh gesetzt. Hier war es Ranshofen, das laut Hartl viel anschob und gerade im Mittelfeld seine Stärken hatte. Mattighofen musste viel arbeiten, blieb aber in der Defensive geordnet und ließ sich von der Spielanlage der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen. Es war aus Sicht der Gäste kein Spiel, in dem man lange Ballbesitzphasen hatte, sondern eines, in dem Einsatz, Ordnung und Geduld gefragt waren.
Dass Mattighofen dieses schwere Auswärtsspiel trotzdem mit einer Führung in die Halbzeit brachte, war aus Hartls Sicht kein Zufall. In der 40. Minute erzielte Patrick Hofer das 0:1 und gab den Gästen damit genau das, was sie nach einer intensiven ersten Hälfte brauchten. Hartl verwies danach vor allem auf das Kollektiv: „Sehr gut funktioniert hat der Zusammenhalt.“ Diese Aussage passt zum Spielstand zur Pause. Ranshofen war zwar die drückendere Mannschaft, doch Mattighofen verteidigte konsequent, blieb nah an den Gegenspielern und nutzte eine seiner Möglichkeiten. So nahm die Partie für die Gäste einen Verlauf, mit dem sie trotz viel Defensivarbeit gut leben konnten.
Den entscheidenden Schub sah Hartl nach dem Seitenwechsel. „Der entscheidende Moment war die Einwechslung von Stanisavljevic, der das 2:0 gemacht hat“, erklärte er. Laut offizieller Spielchronik traf Devid Stanisavljevic in der 70. Minute zum zweiten Mattighofener Tor, und Hartl beschrieb die Szene als „schön herausgespielte Aktion über rechts“ mit einem Diagonalpass und einem Lupfer ins Tor. Als Edis Omerovic in der 74. Minute auf 1:2 verkürzte, bekam Ranshofen noch einmal ein klares Lebenszeichen. Genau dort gefiel Hartl aber die Reaktion seiner Mannschaft besonders gut. Zunächst fiel in der 78. Minute durch ein Eigentor von Sebastian Zehr das 1:3, nur zwei Minuten später stellte Christian Kaiser mit dem 1:4 den Endstand her.
Gerade diese Minuten nach dem Anschlusstreffer waren für Hartl der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Teams. „Wir haben uns durch den Anschluss nicht beirren lassen und sofort wieder das 3:1 und das 4:1 nachgelegt“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft „agil“ war, „immer am Mann“ blieb und den Sieg unbedingt wollte, um den Anschluss nach vorne nicht zu verlieren. Über den Gegner sprach Hartl respektvoll, aber klar: „Ranshofen ist im Mittelfeld sehr stark, aber sie sind nicht direkt zum Abschluss gekommen. Nach vorne in die Spitze waren sie eher harmlos.“ Auch rund um die Spielleitung hatte er nichts auszusetzen. „Es hat nicht viel zum Diskutieren gegeben. Der Schiedsrichter war in Ordnung, es war eine faire Partie und am Ende ein gerechtes 4:1.“ Für Mattighofen bedeutet dieser Auswärtssieg nach fünf Runden acht Punkte und das Gefühl, in der Liga weiter gut dabei zu sein.