In der 1. Klasse Süd-West hat sich Union Raiba Hochburg-Ach am Samstag ein spätes 2:3 gegen Union order4you Mehrnbach eingefangen. Die Gäste glichen kurz vor der Pause aus, gingen nach dem Seitenwechsel wieder in Führung, kassierten in der Schlussphase noch das 2:2 und schlugen in der Nachspielzeit doch noch zu. Sportlicher Leiter Andreas Sageder sprach danach nicht von der besten Partie, aber von einer Mannschaft, die "die Partie unbedingt gewinnen" wollte.

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay
Aus Sicht von Andreas Sageder hatte Mehrnbach die Begegnung lange ordentlich im Griff. "Ich glaube, dass wir das Spiel von Anfang an eigentlich im Griff gehabt haben", sagte der Sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Auf der Anzeigetafel sah es zunächst trotzdem anders aus, denn Hochburg-Ach ging in der 37. Minute durch Aysen Raad Abed Halata mit 1:0 in Führung. Für die Gäste war das 1:1 unmittelbar vor der Pause deshalb besonders wichtig. Felix Aichinger traf in der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte und stellte noch vor dem Gang in die Kabinen auf 1:1. Nach dem Seitenwechsel legte Mehrnbach wieder vor, als Sebastian Weiermann in der 75. Minute das 2:1 erzielte. Hochburg-Ach kam aber noch einmal zurück und glich durch Waldemar Beitow in der 84. Minute zum 2:2 aus. Dass die Partie trotzdem noch an die Gäste ging, lag an Paul Kaiser, der in der 95. Minute den Schlusspunkt setzte und das 3:2 besorgte.
Sageder machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass er fußballerisch schon bessere Auftritte seiner Mannschaft gesehen hat. "Es war nicht unsere beste Partie, weil wir oft falsche Entscheidungen getroffen, die Bälle zu lang gehalten und nicht den einfachen Fußball gespielt haben", erklärte er. Gerade deshalb stellte er den mentalen Teil so deutlich in den Vordergrund. Nach dem erneuten Ausgleich kurz vor Schluss sei die Mannschaft nicht auseinandergefallen, sondern drangeblieben. "Der wichtigste Moment war das 3:2, weil wir nicht aufgegeben haben", sagte Sageder. Auch bei den eigenen Treffern sah er gute Ansätze: "Unsere Tore haben wir gut rausgespielt." Am Ende war für ihn genau das der Unterschied. Obwohl nicht alles sauber lief und Mehrnbach phasenweise zu unruhig wurde, blieb die Mannschaft aktiv und glaubte bis zum Schluss an den Sieg. Über den entscheidenden Treffer sagte er deshalb auch mit Blick auf den Torschützen: "Paul Kaiser hat das dann wirklich gewaltig gemacht."
Dass es kein ruhiger Nachmittag war, sprach Sageder ebenfalls an. Er nannte den Gegner "schwierig" und verwies auf mehrere harte Aktionen, die aus seiner Sicht sehr grenzwertig waren. Gleichzeitig nahm er den Unparteiischen ausdrücklich in Schutz. "Ich glaube, dass der Schiedsrichter das gut im Griff gehabt hat", sagte er und schob nach, dass die umstrittenen Szenen aus seiner Sicht für den Spielleiter wohl nicht klar zu sehen waren. Am Ende überwog bei ihm ohnehin der Blick auf die eigene Mannschaft. "Ich will der Mannschaft gratulieren. Wir haben immer wieder Verletzte und Ausfälle, aber der Zusammenhalt ist top", sagte Sageder. Der Lohn dafür ist in der Tabelle klar zu sehen: Mehrnbach steht nach sechs Runden mit 18 Punkten an der Spitze der 1. Klasse Süd-West. Der Sieg in Hochburg-Ach war dafür ein weiterer Beleg, dass die Mannschaft auch dann Wege findet, wenn spielerisch nicht alles aufgeht.