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„Gegen uns muss man 90 Minuten dagegenhalten“ – UFC Lochen dreht 1:3-Rückstand zu 5:3-Sieg

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UFC Lochen
WSV-ATSV Ranshofen

In der 1. Klasse Süd-West hat der UFC Lasco Lochen nach einem 1:3 zur Pause gegen den WSV-ATSV Ranshofen noch einen 5:3-Heimsieg geholt. Trainer Peter Richter sprach nach dem Schlusspfiff von der schwächsten ersten Halbzeit seiner Zeit in Lochen, sah nach der Pause aber eine Mannschaft, die „ein komplett anderes Gesicht“ zeigte. Genau dieser Bruch zwischen beiden Hälften erklärte für ihn den spektakulären Spielverlauf.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Ranshofen dominiert, Lochen findet lange keinen Zugriff

Wer nur auf das Endergebnis schaut, würde den Beginn dieser Partie kaum erahnen. Tatsächlich war Ranshofen nach Richters Eindruck in den ersten 45 Minuten das klar stärkere Team und lag damit völlig verdient vorne. Schon in der 5. Minute brachte Samuel Forster die Gäste in Führung, nach 21 Minuten erhöhte ein Eigentor von Thomas Geier auf 0:2. Julian Maislinger verkürzte zwar in der 25. Minute auf 1:2, doch Michael Aigner stellte nur zwei Minuten später den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Für Richter war das kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren Unterlegenheit seiner Mannschaft. „Wir haben überhaupt keinen Zugriff gehabt. Ranshofen war spielerisch um eine Klasse stärker, handlungsschneller und aggressiver in den Zweikämpfen“, sagte der Lochen-Trainer. Dass es mit einem 1:3 in die Pause ging, passte für ihn daher exakt zum Spielbild. Noch deutlicher konnte seine Einordnung kaum ausfallen: „Das war sicherlich unsere schlechteste Halbzeit, seitdem ich in Lochen bin.“


Zwei Wechsel, zwei schnelle Treffer und plötzlich ist alles wieder offen

Nach dem Seitenwechsel reagierte Lochen sofort und änderte nicht nur personell, sondern auch im Auftreten einiges. Richter brachte zur Pause gleich zwei neue Kräfte und sah danach zumindest Schritt für Schritt mehr Zugriff auf die Partie. Gleichzeitig verlor Ranshofen aus seiner Sicht den Faden und baute kräftemäßig deutlich ab. Das zeigte sich dann auch auf der Anzeigetafel. Andreas Kirchsteiger verkürzte in der 64. Minute auf 2:3, und nur eine Minute später war der Rückstand bereits komplett aufgeholt. Gerade diese Phase hob Richter besonders hervor, weil sie für ihn den Wendepunkt der Partie markierte. „Das 3:3 durch Franz Pär nach dem Kopfball davor von Lucian Stolojescu an die Latte war schon entscheidend“, sagte er. Mit diesem Ausgleich war das Spiel endgültig wieder offen. „Nach dem 3:3 war in der Mannschaft das Gefühl da, dass jetzt wieder alles offen ist“, erklärte Richter. Vor allem gefiel ihm, dass seine Mannschaft nun „ein komplett anderes Gesicht“ zeigte als in der schwachen ersten Hälfte.

Stolojescu und Schickbauer machen Wende komplett

Der UFC Lochen blieb in der Schlussphase am Drücker und belohnte sich schließlich doch noch mit dem vollen Ertrag. In der 87. Minute traf Lucian Stolojescu zum 4:3, ehe Sebastian Schickbauer in der Nachspielzeit mit dem 5:3 endgültig den Deckel draufmachte. Für Richter war das in erster Linie ein Sieg der Moral. „Der Charakter der Mannschaft und der unbedingte Wille, als Team noch einmal zurückzukommen, waren heute entscheidend“, sagte der Trainer. Gerade deshalb wertete er die zweite Halbzeit klar positiv, ohne die Schwächen davor auszublenden. „Wir schaffen es nach wie vor nicht, ins Spiel zu kommen“, meinte Richter und verwies auf leichte Fehler, unter anderem bei einem Standard und beim Eigentor. Der klare Auftrag für die nächsten Wochen ist für ihn deshalb trotz des Heimsiegs eindeutig: Lochen muss von Beginn an wacher, entschlossener und stabiler auftreten. Gleichzeitig nahm er aus dieser Wende auch Selbstvertrauen mit. „Das heißt, dass man gegen uns 90 Minuten dagegenhalten muss und nicht nur 45“, sagte Richter. Zu Schiedsrichter Hofinger gab es von ihm dagegen nur gute Worte: Strittige Szenen habe es nicht gegeben, der Unparteiische habe „eine sehr gute Leistung“ gezeigt.

1. Klasse Süd-West: UFC Lochen : WSV-ATSV Ranshofen - 5:3 (1:3)

  • 95
    Sebastian Schickbauer 5:3
  • 87
    Lucian Stolojescu 4:3
  • 65
    Franz Pär 3:3
  • 64
    Andreas Kirchsteiger 2:3
  • 27
    Michael Aigner 1:3
  • 25
    Julian Maislinger 1:2
  • 21
    Eigentor durch Thomas Geier 0:2
  • 5
    Samuel Forster 0:1