In der 1. Klasse Süd-West hat der FC NGEN Pischelsdorf am Samstagnachmittag gegen die Union Raiba Hochburg-Ach einen 3:2-Heimsieg gefeiert. Nach einem 0:1 zur Pause drehte die Mannschaft von Halil Durmaz die Partie mit drei Treffern zwischen der 64. und 71. Minute. Der Neo-Trainer sprach von einem „durchwachsenen“ Spiel, sah seine Elf aber lange als überlegene Mannschaft und vor allem als eine, die nie aufgibt.

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Der Auftakt war aus Sicht der Gastgeber noch ordentlich, doch mit dem ersten echten Abschluss im Strafraum lag Pischelsdorf plötzlich hinten. David Wengler brachte den Aufsteiger bereits in der 11. Minute in Führung, und Durmaz ärgerte vor allem die Entstehung. „Wir haben gut angefangen, aber mit der ersten wirklichen Aktion im Sechzehner haben sie das 1:0 gemacht“, sagte der Trainer. Danach wurde das Spiel seiner Mannschaft unruhiger. „Mit den vielen Passfehlern haben wir nicht ins Spiel gefunden“, beschrieb er die Phase nach dem Gegentor. Trotzdem sah Durmaz seine Mannschaft nicht unterlegen. Im Gegenteil: „Trotzdem waren wir klar die überlegene Mannschaft.“ Pischelsdorf hatte nach seiner Einschätzung noch vor der Pause Möglichkeiten auf den Ausgleich, brachte den Ball aber nicht über die Linie. So blieb es beim 0:1, obwohl die Gastgeber aus ihrer Sicht schon in der ersten Hälfte mehr aus dem Spiel hätten machen können.
Was in der ersten Halbzeit liegen geblieben war, holte Pischelsdorf nach dem Seitenwechsel nach. Durmaz hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft an ihrem Plan festhielt, und genau das zahlte sich aus. „Das 1:1 war klar das, was wir gebraucht haben“, sagte er. Jonas Renzl traf in der 64. Minute zum Ausgleich, und danach kippte das Spiel deutlich in Richtung der Heimelf. „Wenn wir ein Tor machen, dann bildet das oft eine Kettenreaktion“, meinte der Trainer und genau so lief es diesmal auch. Nur fünf Minuten nach dem 1:1 stellte Philip Marsell Aigner auf 2:1. Durmaz hob dabei hervor, dass diesem Treffer ein Abschlag vorausging, der direkt mitentscheidend war. Pischelsdorf blieb am Drücker, setzte sofort nach und legte in der 71. Minute durch Lucas Achleitner das 3:1 nach. Aus einem Pausenrückstand war damit binnen weniger Minuten eine Führung geworden, die sich das Heimteam mit einer klar besseren zweiten Hälfte erarbeitet hatte.
Ganz entschieden war die Partie mit dem 3:1 aber noch nicht. Durmaz sagte selbst, dieses Tor „hätte den Deckel draufmachen müssen“, doch die Union Hochburg-Ach kam noch einmal zurück. In der 77. Minute verkürzte Aysen Halata auf 3:2 und hielt die Gäste damit im Spiel. Dass es am Ende trotzdem für drei Punkte reichte, passte für den neuen Trainer zum Grundthema dieses Nachmittags. „Wir geben nicht auf, und das ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Durmaz. Er lobte zugleich auch den Gegner, der es seiner Mannschaft lange schwer machte. „Sie haben schnelle Außenspieler und sind stabil gestanden. Wir mussten lange warten, bis wir den Bann brechen konnten.“ Auch deshalb bewertet er den Sieg nicht als Selbstläufer, sondern als hart erarbeitet. Mit vier Erfolgen im Gepäck will der FC Pischelsdorf den Lauf nun fortsetzen. „Wir dürfen nicht nachgeben, müssen jedes Spiel neu angehen“, betonte Durmaz. Trotz einiger Ausfälle, wie er anmerkte, funktioniert das derzeit gut und der Blick auf die Tabelle bestätigt das: Nach sieben Runden stehen die Pischelsdorfer mit 14 Punkten weit vorne dabei.