In der 7. Runde der 1. Klasse Süd-West hat sich die SPG Stampfl-Bau Ostermiething Juniors/Tarsdorf gegen den TSV Aurolzmünster trotz klarer Feldvorteile mit einem 2:2-Unentschieden begnügen müssen. Nach frühem Führungstor, vielen guten Möglichkeiten und drei Aluminiumtreffern blieb aus Sicht der Gastgeber zu wenig Ertrag. Neo-Trainer Tobias Mösenbichler sah seine Mannschaft klar näher am Sieg, machte nach dem Spiel aber vor allem die mangelnde Chancenverwertung zum großen Thema.

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Der Spielverlauf passte aus Sicht der SPG lange genau in das Bild, das Mösenbichler beschrieben hat. Fabian Bulzan brachte Ostermiething Juniors/Tarsdorf schon in der 9. Minute mit 1:0 in Führung, und auch danach hatten die Gastgeber über weite Strecken mehr vom Spiel. „Wir waren über 90 Minuten spielbestimmend“, sagte der Trainer, der seine Mannschaft vor allem im Ballbesitz stark sah. Besonders wichtig war für ihn, dass sich sein Team diesmal deutlich mehr Chancen herausspielte als in den Wochen davor. „Wir können in der Halbzeit 2:0 oder 3:0 führen“, meinte Mösenbichler. Genau darin lag aber schon der Knackpunkt, denn trotz der Führung blieb die Partie offen, obwohl die SPG das aktivere Team war.
Das nutzte Aurolzmünster in einer Phase, in der die Partie aus Sicht der Gastgeber längst hätte entschieden sein können. Mösenbichler sprach davon, dass seine Mannschaft auch nach der Pause weitere gute Möglichkeiten hatte und das zweite Tor liegen ließ. Stattdessen kam der TSV mit seinen bekannten Stärken zurück ins Spiel. „Aurolzmünster war sehr aggressiv, kam über Konter und war bei Standards gut“, sagte der Trainer. Genau nach einem Eckball fiel in der 75. Minute auch das 1:1 durch Philipp Spitzwieser. Die SPG blieb zwar am Drücker, doch weil der Vorsprung nie ausgebaut wurde, wuchs mit jeder Minute die Hoffnung der Gäste. „Je länger das Spiel geht und es nur 1:0 steht, desto einfacher wird’s für den Gegner“, brachte es Mösenbichler auf den Punkt.
Die hektische Schlussphase bestätigte diese Einschätzung dann in aller Deutlichkeit. Ostermiething Juniors/Tarsdorf traf laut dem Trainer insgesamt dreimal Aluminium und hatte auch kurz vor dem Ende noch die Chance, das Spiel endgültig auf seine Seite zu ziehen. Stattdessen lief ein Angriff ins Leere, und Aurolzmünster schlug eiskalt zu: Christoph Penninger traf in der 90. Minute zum 1:2. Mösenbichler schilderte die Szene als besonders bitter, weil seine Mannschaft unmittelbar davor nur die Stange getroffen hatte. Dass am Ende dennoch noch ein Punkt blieb, lag an der Reaktion in der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß erzielte Niklas Galluseder in der 94. Minute das 2:2. „Die Mentalität ist trotzdem gut von unserer Mannschaft“, sagte der Trainer. Nach dem späten 1:2 habe seine Elf noch einmal alles nach vorne geworfen und sich zumindest noch belohnt.
Trotz des späten Ausgleichs blieb nach Schlusspfiff vor allem ein Thema stehen: die Chancenverwertung. Mösenbichler formulierte das ohne Ausflüchte. „Die Chancenverwertung ist einfach nicht gut“, sagte er und sprach vom fehlenden „letzten Punch vor dem Tor“. Gerade das 2:0 habe gefehlt, weil das Spiel dann „für uns schon viel, viel einfacher“ geworden wäre. Gleichzeitig hob der neue Trainer aber auch hervor, dass seine Mannschaft an einem Punkt sichtbar weitergekommen sei. „Wir haben gut daran gearbeitet, mehr Zug zum Tor zu entwickeln“, sagte er. Seine Elf sei öfter hinter die letzte Linie gekommen und habe sich die Möglichkeiten im eigenen Ballbesitz sauber herausgespielt. Deshalb fiel sein Fazit trotz des verpassten Sieges nicht nur negativ aus. „Das Glück ist momentan nicht auf unserer Seite“, meinte Mösenbichler, schob aber sofort nach: „Das Glück müssen wir uns wieder erkämpfen, wir müssen weiter machen.“