Spielberichte

„Einer hat für den anderen gekämpft“: USV Pattigham/Pramet holt Sieg in der Nachspielzeit

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Aspach/Wildenau
USV Pattigham/Pramet

In der 1. Klasse Süd-West hat der USV TOPFenster Pattigham/Pramet am Sonntagnachmittag bei der Union Aspach-Wildenau mit 2:1 gewonnen und sich den Auswärtssieg erst ganz spät geholt. Nach einem torlosen ersten Durchgang brachte Kevin Forcher die Gäste in Minute 78 in Führung, Simon Badegruber glich noch einmal aus, ehe Michael Alexander Riedl in der Nachspielzeit entschied. Neo-Trainer Mathias Bortenschlager führte den Erfolg vor allem auf die geschlossene Mannschaftsleistung zurück.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach offenem Beginn kamen Gäste immer besser ins Spiel

Die Partie entwickelte sich nach Aussage von Mathias Bortenschlager zunächst so, wie es bei einem schwierigen Auswärtsspiel oft der Fall ist. „Es war zu Beginn eine sehr umkämpfte Partie, in der beide Mannschaften viel Wert darauf gelegt haben, in der Defensive gut zu stehen“, sagte der Trainer. Entsprechend war die Anfangsphase von vorsichtigem Abtasten geprägt, dazu kamen auf beiden Seiten nur Halbchancen. Erst ab etwa Mitte der ersten Halbzeit bekam Pattigham/Pramet mehr Zugriff. Bortenschlager sprach von einer Phase bis zur Pause, in der seine Mannschaft „sehr am Drücker“ gewesen sei. Zwei-drei klare Möglichkeiten habe es gegeben, deshalb sei aus seiner Sicht schon vor dem Seitenwechsel eine Führung möglich und auch verdient gewesen. Stattdessen ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, obwohl die Gäste laut ihrem Trainer in dieser Phase bereits mehr vom Spiel hatten.


Forcher belohnt Geduld der Gäste

Auch nach dem Wechsel blieb es aus Sicht der Gäste bei diesem Bild. Pattigham/Pramet kam immer weiter zu Chancen, belohnte sich aber lange nicht. „Wir wussten, dass wir weitere Chancen bekommen werden“, sagte Bortenschlager, der seine Mannschaft trotz der fehlenden Treffer auf dem richtigen Weg sah. In der 78. Minute fiel dann doch das 0:1: Kevin Forcher brachte die Gäste nach einem Abpraller in Front.

Ausgleich nach langem Ball, dann trifft Riedl ganz spät

Weil die Entscheidung ausblieb, blieb der Aufsteiger im Spiel und kam noch einmal zurück. In der 84. Minute erzielte Simon Badegruber nach einem langen Ball das 1:1 für die Gastgeber. Bortenschlager sprach von einem „etwas unglücklichen“ Ausgleich, ordnete aber auch ein, dass Aspach-Wildenau eine seiner wenigen Chancen nutzte. Entscheidend war aus Sicht der Gäste, dass die Mannschaft danach nicht auseinanderfiel, sondern weiter an den Sieg glaubte. Sie blieben im Spiel und bekamen doch noch die späte Belohnung. In der Nachspielzeit, genauer in Minute 90+2, traf Michael Alexander Riedl zum 1:2 und sicherte Pattigham/Pramet damit den Auswärtserfolg. „Schlussendlich haben wir den verdienten Sieg erzwingen können“, sagte der Coach, der gerade mit dieser Reaktion seiner Mannschaft zufrieden war.

Geschlossen aufgetreten, aber noch Luft nach oben

Bortenschlager erklärte den Erfolg vor allem über das Kollektiv. „Wir haben als Team hervorragend gekämpft. Jeder hat seine Aufgaben gut erfüllt, wir sind kompakt gestanden und haben wenig Chancen zugelassen“, sagte er. Dazu sei die eigene Mannschaft in vielen Situationen gefährlich gewesen, weil sie das taktische Konzept „sehr gut umgesetzt“ habe. Zugleich verschwieg der neue Trainer nicht, wo noch Luft nach oben bleibt: "An der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten", außerdem wolle er sehen, dass Drangphasen des Gegners mit klareren Aktionen überstanden werden. „Da müssen wir die Bälle zielstrebiger klären“, sagte er. Den Gegner bezeichnete Bortenschlager als „sehr kampfstark und ungut zu bespielen“, weil die Union Aspach-Wildenau gut und kompromisslos verteidige und in Umschaltmomenten oft gefährlich sei. Umso mehr wertete er den 2:1-Erfolg als verdienten, aber hart erarbeiteten Auswärtssieg. Nach Runde sieben hält der USV Pattigham/Pramet damit bei sieben Punkten, Aspach-Wildenau bleibt bei fünf.

1. Klasse Süd-West: Aspach/Wild. : USV Pattigham/Pramet - 1:2 (0:0)

  • 92
    Michael Alexander Riedl 1:2
  • 84
    Simon Badegruber 1:1
  • 78
    Kevin Forcher 0:1