In der 1. Klasse Süd-West hat sich der ATSV Mattighofen am Sonntagnachmittag mit 1:0 gegen den UFC Lasco Lochen durchgesetzt. Trainer Peter Richter sah über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe, das lange nach einem Remis aussah. Ausschlaggebend war für ihn das Gegentor nach der Pause, dazu fehlte seiner Mannschaft insgesamt die letzte Durchschlagskraft nach vorne.

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Viel Tempo hatte die Partie aus Richters Sicht vor der Pause nicht. Beide Mannschaften gingen das Spiel zunächst vorsichtig an, niemand wollte früh ins offene Messer laufen. „Beide Mannschaften haben von Anfang an abwartend gespielt und sind kein Risiko eingegangen“, sagte der Lochen-Trainer. Auch deshalb stand es zur Pause folgerichtig 0:0. Richter beschrieb die ersten 45 Minuten als Abschnitt, in dem Chancen „mehr oder minder durch Fehler der eigenen Abwehrreihen“ entstanden, ohne dass sich daraus ein offener Schlagabtausch entwickelte. Kurz nach Wiederbeginn kippte die Begegnung dann in einer Szene, die für Lochen am Ende den Unterschied ausmachte. Nach einem Einwurf von der Seite brachte Mattighofen den Ball in den Strafraum, Filip Avramovic machte ihn laut Richter fest, drehte sich und traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Für den Gäste-Coach war danach sofort klar, in welche Richtung das Spiel laufen würde: „Das Spiel sah die ganze Zeit danach aus: Wer das erste Tor schießt, wird es gewinnen.“
Richter war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht rundum unzufrieden, aber eben auch nicht wirklich zufrieden. Er betonte, dass die Grundordnung gepasst habe und Lochen nicht völlig neben sich gestanden sei. Genau darin lag für ihn aber auch das Problem: Es war aus seiner Sicht kein schlechter, aber eben auch kein zwingender Auftritt. „Es hat alles von der Grundordnung her gepasst. Letztendlich hat uns nach vorne die letzte Durchschlagskraft gefehlt“, sagte er. Noch deutlicher wurde der Trainer, als er die Leistung insgesamt einordnete: „Es war eigentlich durchgängig ein Brei von uns. Nicht besonders gut und nicht besonders schlecht.“ Gerade in einer so engen Liga reiche das nicht aus. „Eine durchschnittliche Leistung reicht dieses Jahr in der Klasse nicht, weil die Liga sehr ausgeglichen ist“, meinte Richter. Dass Lochen nach dem Rückstand noch versuchte, Druck aufzubauen, änderte daran nichts mehr. Der Ausgleich fiel nicht, und genau das war aus Sicht des Trainers der Punkt, an dem seine Mannschaft zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte.
Ganz ohne Gesprächsstoff ging die Partie dennoch nicht zu Ende. In der letzten Spielminute gab es aus Sicht der Gäste noch eine strittige Szene um Thomas Geier im Strafraum. Richter sagte dazu: „Aus meiner Sicht war das ein Elfmeter.“ Schiedsrichter Vrtagic bewertete die Situation allerdings anders, und damit blieb es beim 1:0 für die Gastgeber. Viel schwerer wog für den Trainer nach dem Schlusspfiff ohnehin der Gesamtverlauf. Er bescheinigte dem ATSV Mattighofen einen kompakten Auftritt und beschrieb den Gegner als Mannschaft, die viel mit hohen Bällen arbeitet, auf zweite Bälle geht und nach vorne gutes Tempo hat. „Außen und im Mittelstürmer haben sie schon hohe Qualität. Das ist schwer zu verteidigen“, sagte Richter. Gleichzeitig blieb er bei seiner Einschätzung, dass die Partie insgesamt auf Augenhöhe gewesen sei und durchaus auch als Remis hätte enden können. So aber nimmt Mattighofen die drei Punkte mit und rückt nach Runde sieben auf 14 Zähler, während der UFC Lochen bei 13 Punkten hält. Für Richter ist der Auftrag vor den nächsten Wochen klar formuliert: „Wir müssen jetzt von Woche zu Woche schauen, dass wir wieder punkten.“