In der 1. Klasse Süd-West hat die Union order4you Mehrnbach gegen die TSU Mitterbauer Handenberg trotz guter Ausgangslage nur ein 1:1-Unentschieden mitgenommen. Die Gastgeber führten zur Pause verdient, kassierten nach dem Seitenwechsel aber den Ausgleich per Eigentor. Für Sportchef Andreas Sageder lag der Knackpunkt schon vorher fest: "Wenn du in so einem Spiel das 2:0 machst, ist der Deckel drauf."

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Vor allem in der ersten Halbzeit sah Sageder seine Mannschaft klar im Vorteil. Mehrnbach hatte mehr vom Spiel, ließ den Ball gut laufen und kam immer wieder sauber nach vorne. "Wir haben die erste Halbzeit ganz im Griff gehabt", sagte der Sportliche Leiter, der vor allem mit der Zahl der Möglichkeiten haderte. In der 21. Minute brachte Sebastian Weiermann die Gastgeber in Führung, nachdem er einen Freistoß stark verarbeitete und sehenswert abschloss. Für Sageder war das zwar die verdiente Belohnung für diese Phase, aber eben nicht genug. "Wir hätten das 2:0 einfach machen müssen", sagte er. Aus seiner Sicht wäre sogar ein noch klarerer Vorsprung möglich gewesen, weil Mehrnbach die Partie bis zur Pause gut kontrollierte und Handenberg kaum zur Entfaltung kommen ließ.
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel aus Mehrnbacher Sicht deutlich mühsamer. Sageder sagte, dass sich Handenberg besser auf die Gastgeber eingestellt und viel mehr zugestellt habe. Dadurch ging nach vorne nicht mehr so viel auf wie noch vor der Pause. Vor allem in den Momenten, in denen sich Mehrnbach hätte Luft verschaffen können, fehlte die Ruhe am Ball. "Bei jeder Szene, in der wir Entlastung gehabt hätten, haben wir den Ball wieder verloren", brachte es Sageder auf den Punkt. Trotzdem sah er die Gäste auch in dieser Phase nicht als klar drückendes Team. Vielmehr sprach er davon, dass man nur ein oder maximal zwei Torchancen zugelassen habe. Der Ausgleich in der 72. Minute fiel dann besonders bitter, weil Patrick Riedlmaier den Ball als Eigentor zum 1:1 ins eigene Netz lenkte. "Das war eigentlich nicht einmal eine Torchance", meinte Sageder. Aber sowas passiert und hätte jeden passieren können.
Genau deshalb wollte Sageder das Remis auch nicht als wirklich gerechtes Ergebnis stehen lassen. Wenn er auf die gesamte Partie blickte, sah er seine Mannschaft dem Sieg klar näher als den Gegner. "Wenn man ein Spiel anschaut, in dem wir zwei Torchancen zulassen und selbst zehn haben, dann glaube ich schon, dass wir verdient gewonnen hätten", sagte er. Dabei machte er weder äußere Umstände noch den Unparteiischen verantwortlich. "Schiedsrichter Fetahagic hat eine fehlerfreie Partie gehabt", stellte Sageder ausdrücklich klar. So blieb am Ende zwar der Ärger über zwei verlorene Punkte, insgesamt wollte man das in Mehrnbach aber nicht größer machen als nötig. Mit 19 Punkten aus sieben Spielen steht die Mannschaft weiter sehr gut da. "Die Burschen haben ein wenig den Kopf hängen lassen, das ist aber absolut nicht nötig. Wir sind sehr zufrieden, wo wir gerade stehen", sagte Sageder und lieferte damit auch gleich den passenden Ausblick nach einem Sonntagnachmittag, der sich für die Union Mehrnbach eher wie zwei verlorene als wie ein gewonnener Punkt anfühlte.