Spielberichte

"Wir haben den Gegner immer wieder leben lassen" – FC Pischelsdorf verliert 3:4 nach offenem Schlagabtausch

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TSU Handenberg
Pischelsdorf

In der 1. Klasse Süd-West lieferte sich die TSU Mitterbauer Handenberg mit dem FC NGEN Pischelsdorf ein torreiches Duell, das die Gastgeber am Ende mit 4:3 für sich entschieden. Pischelsdorf kam dreimal zurück, fand laut Neo-Trainer Halil Durmaz aber über weite Strecken nie richtig in die Partie. Nach Treffern von Georgi Vlaychovski und Emir Softic führte Handenberg zur Pause mit 2:1, weil Niclas Achleitner zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen hatte. Nach dem Seitenwechsel glich Jonas Renzl zum 2:2 aus, in der Schlussphase überschlugen sich dann noch einmal die Ereignisse: Vlaychovski traf in der 70. Minute zum 3:2, Elmir Bektic antwortete fast postwendend mit dem 3:3, ehe Milos Bilic in der 84. Minute den Handenberger Sieg fixierte. "Wir sind zwar immer wieder zurückgekommen, aber am Ende hat das nicht mehr gereicht", sagte Durmaz.

Torwart in Neongrün spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay


Coach Durmaz vermisste Kompaktheit und Kontrolle

Der Trainer der Gäste machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihn die eigene Leistung mehr beschäftigte als einzelne Szenen. "Wir hatten in keinen Belangen das Spiel unter Kontrolle", sagte Durmaz sehr deutlich. Aus seiner Sicht fehlte es seiner Mannschaft an der nötigen Kompaktheit, dazu kamen zu viele Fehler im Spiel mit dem Ball. "Wir waren nicht kompakt genug, haben sehr viele Fehler gemacht", so der Coach. Besonders kritisch sprach er die Grundlagen an: Passqualität, Laufwege, Anbieten und Abschluss hätten nicht so funktioniert, wie er sich das vorgestellt hatte. Erschwerend kam hinzu, dass Pischelsdorf bereits beim Aufwärmen einen Spieler verletzt verlor und kurzfristig umstellen musste. Für Durmaz begann die unruhige Partie damit schon vor dem Anpfiff, am Ende sprach er deshalb auch von einer "gerechtfertigten" Niederlage.

Diagonalbälle und fehlendes Momentum

Auch in der Erklärung, warum die TSU Handenberg am Ende das bessere Ende für sich hatte, blieb Durmaz konkret. Die Gastgeber hätten mit ihren vielen Diagonalbällen immer wieder Lösungen gefunden, während der FC Pischelsdorf darauf keine passenden Mittel fand. Das erste Gegentor bezeichnete er als unglücklich, beim entscheidenden 3:4 wurde er noch deutlicher: "Das letzte Tor darf halt nicht passieren." Vor allem störte ihn, dass seine Mannschaft nach den eigenen Ausgleichstreffern nie nachlegen konnte. "Immer wo wir zugeschlagen haben, haben wir den Gegner nicht unter Druck gesetzt, sondern immer wieder den Gegner leben lassen", sagte der neue Trainer. Dazu kam für ihn, dass Handenberg "bissiger" war und das Spiel "wie ein Derby angenommen" habe. "Spielerisch war das überhaupt nicht das, was von uns gewünscht war", sagte er. Immerhin hob der Trainer hervor, dass seine Mannschaft nicht nachgelassen habe. Punkte gab es dafür in Handenberg aber keine. Pischelsdorf bleibt nach Runde acht bei 14 Zählern, während aus diesem Spiel vor allem die Aufgabe hängen bleibt, wieder kompakter und sauberer aufzutreten.

1. Klasse Süd-West: Handenberg : Pischelsdorf - 4:3 (2:1)

  • 84
    Milos Bilic 4:3
  • 71
    Elmir Bektic 3:3
  • 70
    Georgi Vlaychovski 3:2
  • 50
    Jonas Renzl 2:2
  • 32
    Emir Softic 2:1
  • 30
    Niclas Achleitner 1:1
  • 20
    Georgi Vlaychovski 1:0