In der 1. Klasse Süd-West trennten sich Union Woodstock St. Martin im Innkreis und ATSV Mattighofen am Samstagnachmittag torlos 0:0. Für Mattighofens Co-Trainer Bojan Dordevic war es ein intensives, derbyähnliches Spiel mit hohem Tempo, aber nur wenigen klaren Möglichkeiten. Gerade deshalb blieb bei den Gästen das Gefühl zurück, dass mit etwas mehr Zug zum Tor und einer umstrittenen Szene nach der Pause sogar noch mehr möglich gewesen wäre.
Für Dordevic hatte die Partie alles, was man sich in dieser Liga von einem intensiven Duell erwartet. „Es war ein sehr gutes Spiel, quasi wie ein Derby, mit hohem Tempo und sehr viel Einsatz“, sagte der Co-Trainer der Gäste. Dass am Ende kein Tor fiel, passte aus seiner Sicht trotzdem zum Verlauf. Schon zur Pause stand es 0:0, und auch danach blieb es bei einer Begegnung, die weniger von vielen Strafraumszenen als von Zweikämpfen, langen Bällen und viel Laufarbeit lebte. „Es waren nicht viele Chancen im Spiel“, hielt Dordevic fest. Beide Seiten kamen laut seiner Einschätzung zu ein oder zwei guten Möglichkeiten, keine Mannschaft konnte daraus aber Kapital schlagen. So blieb es über die gesamte Spielzeit bei einer offenen, intensiven Partie, in der sich keiner den entscheidenden Vorteil verschaffen konnte.
Die Szene, die bei Mattighofen trotzdem hängen blieb, spielte sich nach dem Seitenwechsel ab. Dordevic schilderte sie als möglichen Wendepunkt aus Sicht der Gäste: „In der zweiten Halbzeit ist unser Stürmer allein aufs Tor gegangen, wurde vom letzten Spieler gefoult und es gab nur Gelb.“ Für ihn hätte diese Aktion anders bewertet werden müssen. „Mit einem Mann mehr hätten wir das vielleicht genutzt und die Partie gewonnen“, meinte er. Überhaupt war der Co-Trainer mit der Linie des Schiedsrichters nicht zufrieden und formulierte seine Kritik deutlich, aber sachlich. „Da hat uns ein bisschen Fairness gefehlt“, sagte Dordevic. Gerade in einem Spiel, in dem ohnehin nur wenig klare Chancen zu sehen waren, bekam diese eine Entscheidung aus Sicht der Mattighofener zusätzliches Gewicht.
Abseits dieser umstrittenen Szene konnte Dordevic seiner Mannschaft aber auch einiges Positives abgewinnen. „Hinten waren wir stabil genug, wir waren konzentriert und fokussiert“, sagte er über den Auftritt der Mattighofener. Gleichzeitig sprach er jene Punkte an, die aus seiner Sicht für einen Auswärtssieg gefehlt haben. Mit Ball sei es „in Ordnung“ gewesen, ohne Ball aber habe die Bewegung gefehlt, dazu wünschte er sich bei einzelnen Spielern „ein bisschen mehr Energie“ und „ein bisschen mehr Einsatz“. Auch den Gegner schätzte er stark ein: St. Martin sei „eine interessante Mannschaft“, die hinten sehr kompakt stehe und über schnelle Spieler verfüge. Gerade deshalb konnte Dordevic dem 0:0 am Ende doch etwas abgewinnen. „Beide Mannschaften wollten siegen, letztlich ist das Ergebnis für beide gut“, sagte er. Für Mattighofen heißt es nun, die Partie abzuhaken und den Blick nach vorne zu richten. „Wir werden weiterarbeiten und freuen uns auf das nächste Spiel“, betonte der Co-Trainer. Mit dem Punkt hält Mattighofen nach acht Runden bei 15 Zählern und bleibt auf Rang drei.