In der 1. Klasse Süd-West hat sich die Union Raiba Hochburg-Ach bei der Union Aspach-Wildenau im Duell zweier Aufsteiger mit 4:3 durchgesetzt. Die Gäste führten zur Pause 2:1, legten nach dem Seitenwechsel das 3:1 nach und mussten dann doch noch einmal zittern, ehe der Sieg feststand. Co-Trainer Sebastian Schulz sah vor allem einen Grund dafür, dass Hochburg-Ach die Partie trotzdem mitnahm: "Beim 3:3 haben wir uns nicht aufgegeben."

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Sebastian Schulz schilderte einen offenen Beginn: "Von Anfang an war das Spiel relativ ausgeglichen, und beide Mannschaften erspielten sich Halbchancen." Aus Sicht des Co-Trainers passte dazu auch der frühe Verlauf. David Wengler brachte Hochburg-Ach in der 10. Minute mit 1:0 nach vorne, doch lange hielt dieser Vorsprung nicht. Schon eine Minute später stellte Denis Pajazetovic auf 1:1 und sorgte damit sofort wieder für Gleichstand. Dass die Gäste trotzdem mit einer Führung in die Pause gingen, lag am Treffer von Manuel Longhino in der 37. Minute. So stand nach einer ersten Hälfte, in der laut Schulz beide Teams lange auf Augenhöhe waren, ein 2:1 für Hochburg-Ach auf der Anzeigetafel.
Nach dem Seitenwechsel schien der Auswärtssieg zunächst greifbar zu werden. Adrian Michael Etmanski erhöhte in der 53. Minute auf 3:1, und damit hatte Hochburg-Ach genau jenen Vorsprung, der in vielen Spielen schon Ruhe bringt. Diesmal war das nicht so. Schulz sagte selbst, dass seine Mannschaft Aspach-Wildenau danach "leider wieder zurück ins Spiel geholt" habe. Denis Pajazetovic verkürzte in der 68. Minute auf 2:3, nur drei Minuten später glich Lukas Reichinger zum 3:3 aus. Erst als Philipp Rosenlechner in der 76. Minute das 4:3 erzielte, war bei den Gästen wieder etwas mehr Zuversicht da. "Erst mit dem 4:3 konnten wir sagen, die Partie läuft in unsere Richtung. Sicher waren wir uns aber noch nicht", sagte Schulz.
Gerade dieser Umgang mit dem Ausgleich war für Schulz der wichtigste Punkt des Nachmittags. Der Co-Trainer sah die größte Stärke seiner Mannschaft nicht nur in einzelnen Aktionen, sondern in der Reaktion auf das 3:3. "Ich glaube, die größte Stärke lag darin, dass wir uns beim 3:3 nicht aufgegeben haben und noch einmal alles versucht haben, um die drei Punkte mitzunehmen", sagte er. Viel einfacher wollte er die Entscheidung auch gar nicht erklären. Auf die Frage nach den ausschlaggebenden Aktionen meinte Schulz knapp, aber treffend: "Jedes der vier Tore war wichtig, wenn man 4:3 gewinnt." Genau so fühlte sich dieses Spiel aus Sicht der Gäste auch an: Jeder Treffer zählte, und keiner brachte endgültige Sicherheit.
Trotz des Auswärtssieges sparte Schulz die Mängel nicht aus. "Verbesserungspotenzial sehe ich ganz klar im Passspiel. Da waren einige Ungenauigkeiten dabei und auch stellenweise Absprachefehler mit Mitspielern", sagte er und ergänzte, dass diese Fehler "von vorne bis in die hintere Reihe" passiert seien. Gleichzeitig sprach das für ihn auch für die Qualität des Gegners. Die Union Aspach-Wildenau sei "stark" und "eklig zu bespielen" gewesen, weil die Gastgeber viel über hohe Bälle gekommen seien und sofort die zweiten Bälle attackiert hätten. Strittige Szenen sah Schulz nicht, die Leistung von Schiedsrichter Petereder bezeichnete er als in Ordnung. Mit dem 4:3 hält die Union Hochburg-Ach nach neun Spielen bei 15 Punkten und liegt auf Rang vier, Aspach-Wildenau bleibt bei fünf Zählern am Tabellenende.