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Nach der Pause ein ganz anderes Bild: TSV Aurolzmünster dreht Spiel

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Pischelsdorf
TSV Aurolzmünster

In der 1. Klasse Süd-West hat der FC NGEN Pischelsdorf gegen den TSV Aurolzmünster trotz einer starken ersten Halbzeit am Ende noch 1:2 verloren. Für Co-Trainer Markus Liederer lag der Knackpunkt in der Pause: Nach einer klar unterlegenen ersten Hälfte stellte sein Team um, kam deutlich griffiger zurück und drehte die Partie durch Treffer von Michael Stelzer und Thomas Fellner.

Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Pischelsdorf drückt früh, Aurolzmünster läuft lange hinterher

Was Liederer als entscheidenden Moment bezeichnete, war in einer Partie mit zwei klar getrennten Hälften die Pause. Pischelsdorf hatte vom Anpfiff weg mehr vom Spiel, war in den Zweikämpfen präsenter und setzte die Gäste früh unter Druck. In der 36. Minute brachte Florian Spreitzer die Gastgeber verdient mit 1:0 in Führung, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Liederer nahm danach kein Blatt vor den Mund: "Pischelsdorf ist von Beginn weg unglaublich druckvoll gestartet. Sie haben uns in der ersten Halbzeit klar an die Wand gespielt." Aurolzmünster sei überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen und habe dem Gegner viel zu viele Räume gelassen. Entsprechend deutlich fiel auch sein Urteil über die ersten 45 Minuten aus, in denen aus Sicht der Gäste so gut wie alles gefehlt habe, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen sonst ausgezeichnet habe.


Umstellung greift, Stelzer gleicht aus und Fellner trifft zum Sieg

Gerade deshalb maß der Co-Trainer der Pause so viel Bedeutung bei. "Der entscheidende Moment für den Sieg war sicher die Umstellung, die wir in der Halbzeit vorgenommen haben", sagte Liederer. Sein Team sei danach viel griffiger gewesen, habe mehr Präsenz gezeigt und genau das umgesetzt, was in der Kabine besprochen worden war. "Wir haben uns vorgenommen, mehr in die Zweikämpfe zu kommen und am Platz präsenter zu sein", schilderte er die Veränderungen. Der Ausgleich fiel in der 64. Minute durch Michael Stelzer, nachdem Pischelsdorf eine Standardsituation nicht sauber klären konnte und Aurolzmünster den zweiten Ball für sich entschied. Danach war es laut Liederer "ein ganz anderes Bild". Die Gäste konnten sich nun Chancen erarbeiten und blieben am Drücker. In der 83. Minute fiel schließlich das 2:1: Nach einem weiten Abstoß, einer schönen Verlängerung und dem anschließenden Eins-gegen-eins blieb Thomas Fellner vor dem Tor ruhig und machte den Auswärtssieg perfekt.

Bank, Moral und kleine Unterschiede geben am Ende den Ausschlag

Was Liederer am Samstagnachmittag besonders gefiel, war nicht nur die Reaktion nach dem Rückstand, sondern auch die Art, wie seine Mannschaft im Spiel blieb. "Wir haben uns nicht aufgegeben, sondern bis zur letzten Minute gefightet", sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht ein weiterer wichtiger Punkt: "Wir haben von der Bank gut nachlegen können. Wir sind da definitiv nicht schwächer geworden mit den Wechseln." Gleichzeitig fiel sein Urteil über den Gegner deutlich aus. Der FC Pischelsdorf sei "eine wirklich solide, kompakte und gute Mannschaft" gewesen und habe dem TSV Aurolzmünster vor allem in der ersten Halbzeit kaum Luft zum Atmen gelassen. Nach dem Ausgleich habe es zwar ein, zwei Nickeligkeiten gegeben, insgesamt aber lobte Liederer auch den Unparteiischen ausdrücklich: "Die Leistung von Schiedsrichter Reisegger war absolut top. Er hat das Spiel von der ersten Minute weg unter Kontrolle gehabt und eine klare Linie gezeigt." Unter dem Strich, so seine Einschätzung, hätten Kleinigkeiten entschieden. Vor allem die Tatsache, dass Pischelsdorf seine starke erste Hälfte nicht schon früher in eine Vorentscheidung ummünzen konnte, hielt die Gäste im Spiel. Genau das nutzte Aurolzmünster am Ende eiskalt aus, und fixierte mit den drei finalen Punkten ein perfektes Fußball-Wochenende für den TSV.

1. Klasse Süd-West: Pischelsdorf : Aurolzmün. - 1:2 (1:0)

  • 83
    Thomas Fellner 1:2
  • 64
    Michael Stelzer 1:1
  • 36
    Florian Spreitzer 1:0