Im Spiel der 1. Klasse Süd-West hat der TSV Aurolzmünster den UFC Burgkirchen mit 4:3 niedergerungen. Nach einer torreichen ersten Hälfte und dem 3:3 im zweiten Durchgang setzten sich die Gastgeber erst spät durch. Co-Trainer Markus Liederer machte vor allem den starken Start seiner Mannschaft als Grundlage für den Sieg aus: „Wir waren von der ersten Minute weg sehr präsent.“

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Der Heimauftritt begann für Aurolzmünster genau so, wie es sich der Trainerstab gewünscht hatte. Trotz der frühen Führung von Burgkirchen, nach einem Freistoß, glich Christoph Penninger für die Gastgeber in der 10. Minute die Führung der Gäste aus und legte nur zwei Minuten später gleich das 2:1 nach. Spätestens da war zu sehen, dass die Hausherren von Beginn an voll da waren. Liederer sprach nach dem Spiel von einem Auftritt, bei dem seine Mannschaft vieles sofort auf den Platz brachte: „Wir sind sehr gut in die Partie gestartet und haben das, was wir uns vorgenommen haben, von Beginn weg umsetzen können.“ Als Jonas Reischenböck in der 18. Minute auf 3:1 stellte, schien Aurolzmünster die Partie früh in eine klare Richtung zu lenken.
Die erste Halbzeit blieb auch danach lebendig, weil Burgkirchen nicht abreißen ließ. Radonjic traf in der 38. Minute noch einmal und brachte die Gäste damit auf 3:2 heran. Aus einer Partie, in der Aurolzmünster zunächst sehr viel richtig gemacht hatte, war zur Pause wieder ein enges Spiel geworden. Liederer sah darin auch einen Punkt, den seine Mannschaft selbst mitverursacht hatte: „Wir hätten sicher in der ersten Halbzeit unsere Chancen besser nutzen müssen. Dann wäre der Sieg wahrscheinlich früher in trockenen Tüchern gewesen.“ Nach dem Seitenwechsel beschrieb der Co-Trainer die Begegnung als ausgeglichener, ohne dass er den Eindruck hatte, seine Mannschaft würde die Kontrolle verlieren. „Wir waren nicht mehr ganz so druckvoll, aber haben das Spiel eigentlich kontrolliert“, sagte er. Trotzdem gelang Burgkirchen durch Aleksandar Nesic in der 70. Minute der Ausgleich zum 3:3. Dass Aurolzmünster danach nicht ins Grübeln kam, gefiel Liederer besonders. „Wir haben trotzdem nicht aufgesteckt und nicht aufgegeben“, sagte er. In der Schlussphase bekamen die Gastgeber laut Liederer noch einen berechtigten Elfmeter zugesprochen, ehe Michael Stelzer in der 87. Minute den entscheidenden Treffer zum 4:3 setzte.
Für Liederer lag der Schlüssel zum Heimsieg weniger in einzelnen Aktionen als in der Art, wie seine Mannschaft über weite Strecken gemeinsam auftrat. „Ich denke, dass es die mannschaftliche Geschlossenheit war“, sagte er. Aurolzmünster sei von der ersten Minute an präsent und kompakt gewesen und habe auch spielerisch immer wieder Lösungen gefunden. Genau diese Mischung erklärte aus seiner Sicht, warum der Heimsieg am Ende verdient war. Gleichzeitig redete der Co-Trainer den offenen Schlagabtausch nicht klein. Gerade die drei Gegentore waren für ihn ein Hinweis darauf, dass trotz der drei Punkte noch Arbeit wartet. „Die Gegentore haben wir trotzdem zu einfach bekommen. Da müssen wir einfach cleverer im Abwehrverhalten sein“, sagte Liederer. Dass Burgkirchen bis zum Ende dranblieb, kam für ihn jedenfalls nicht überraschend. Trotz personeller Ausfälle habe der Gegner „eine sehr starke Offensive“ gehabt, nie aufgegeben und über 90 Minuten „absolut Paroli geboten“.
Am Ende war es genau die Art von Sieg, die Aurolzmünster gut brauchen kann: offensiv stark, zwischendurch wackelig, aber in der entscheidenden Phase noch einmal entschlossen. Liederer machte auch keinen Hehl daraus, wie er das 3:3 eingeordnet hätte. „Wenn es 3:3 ausgegangen wäre, dann wären das zwei verlorene Punkte für uns gewesen“, sagte er. Umso größer war die Erleichterung darüber, dass die Mannschaft noch die passende Antwort fand. In der Tabelle steht Aurolzmünster nach zehn Spielen nun bei 15 Punkten und auf Rang fünf, Burgkirchen hält bei elf Zählern und liegt auf Platz neun. Erwähnenswert aus Sicht des Co-Trainers war zudem, dass die Partie trotz ihrer Intensität fair blieb. Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben, der Schiedsrichter habe „eine gute Linie“ gehabt. So blieb unter dem Strich ein unterhaltsames 4:3, bei dem Aurolzmünster vor allem eines für sich verbuchen durfte: den etwas längeren Atem.