Spielberichte

„Nach dem 2:1 haben wir uns wieder gefangen“ – Hochburg-Ach macht es am Ende klar

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Hochburg-Ach
WSV-ATSV Ranshofen

In der 1. Klasse Süd-West hat sich Union Raiba Hochburg-Ach gegen WSV-ATSV Ranshofen mit 4:1 durchgesetzt und damit einen Sieg eingefahren, der laut Co-Trainer Sebastian Schulz deutlich mehr Arbeit war, als das Endergebnis vermuten lässt. Nach einer 2:0-Pausenführung wurde es durch den Anschlusstreffer der Gäste noch einmal eng, ehe Hochburg-Ach die richtige Antwort fand.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Auf Augenhöhe, aber Hochburg-Ach legt vor der Pause vor

Was am Ende wie eine klare Sache aussah, begann deutlich enger. Schulz sprach von einem Spiel „auf Augenhöhe“ und traf damit den Kern der Partie ziemlich genau. „Beide Mannschaften erspielten sich Chancen, und es war auf alle Fälle keine leichte Aufgabe für uns“, sagte der Co-Trainer nach dem Schlusspfiff. Hochburg-Ach musste sich den Vorsprung also erst erarbeiten und bekam ihn nicht geschenkt. In der 18. Minute brachte David Wengler die Gastgeber mit 1:0 nach vorne. Das gab zwar etwas Sicherheit, doch Ranshofen blieb in der Partie. Kurz vor dem Seitenwechsel legte Hochburg-Ach dann nach: Andreas Bonauer traf in der 43. Minute zum 2:0 und sorgte damit für eine deutlich bessere Ausgangslage zur Pause.


Das 2:1 brachte Spannung zurück, Etmanski machte den Deckel drauf

Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht. Gleich nach Wiederbeginn meldeten sich die Gäste zurück und verkürzten in der 54. Minute durch Jakob Füreder auf 2:1. Damit war plötzlich wieder richtig Leben in der Begegnung, und genau diese Phase hob Schulz später als den Knackpunkt aus seiner Sicht hervor. „Der wichtigste Moment war ganz klar, dass wir uns nach dem 2:1 kurz nach der Pause wieder gefangen haben“, sagte er. Hochburg-Ach ließ sich von diesem Gegentor also nicht aus dem Tritt bringen, sondern fand wieder zurück in das eigene Spiel. In der 65. Minute stellte Adrian Michael Etmanski den alten Abstand mit dem 3:1 wieder her. In der Nachspielzeit legte derselbe Spieler noch einmal nach und fixierte mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag den 4:1-Endstand.

„Es war die Kollektivleistung“

Für Schulz lag der Grund für den Heimsieg aber nicht in einer einzelnen Szene und auch nicht nur in den vier Toren. Er rückte vielmehr das Gesamtbild seiner Mannschaft in den Mittelpunkt und sprach sehr deutlich darüber, was aus seiner Sicht den Ausschlag gegeben hat. „Es war die Kollektivleistung. Wir haben gemeinsam verteidigt, waren aggressiv gegen den Ball und haben alle Spieler im Aufbau und auch in den Abschlüssen eingebunden“, sagte der Co-Trainer. Genau darin sah er den Unterschied an diesem Nachmittag. Hochburg-Ach war nicht nur vorne effizient, sondern arbeitete auch gegen den Ball geschlossen. Dass der Gegner trotzdem für Probleme sorgte, verschwieg Schulz dabei nicht. „Ranshofen ist eine sehr starke Mannschaft. Ich kann nicht verstehen, warum sie so weit unten in der Tabelle stehen. Die haben uns stellenweise vor Probleme gestellt“, meinte er.

Ein Sieg mit Substanz und die richtige Antwort nach dem 2:1

So blieb unter dem Strich ein Heimsieg stehen, der nicht nur wegen des Ergebnisses wichtig war, sondern auch wegen der Art, wie Hochburg-Ach auf die schwierigste Phase des Spiels reagierte. Dass nicht jede Entscheidung des Unparteiischen in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten für Zustimmung sorgte, sprach Schulz ebenfalls an, ohne daraus das Hauptthema zu machen. „Die Linie war nicht sehr klar“, sagte er und beschrieb damit einen Nebenaspekt eines insgesamt intensiven nachmittags. Entscheidend war aus Sicht der Gastgeber ohnehin etwas anderes: Nach einer guten ersten Hälfte und dem Dämpfer kurz nach der Pause blieb die Mannschaft stabil und fand die passende Antwort. Mit dem 4:1 hält Hochburg-Ach nach zehn Runden bei 18 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe, während Ranshofen trotz ordentlicher Phasen weiter im unteren Tabellenbereich steckt.

1. Klasse Süd-West: Hochburg-Ach : WSV-ATSV Ranshofen - 4:1 (2:0)

  • 92
    Adrian Michael Etmanski 4:1
  • 65
    Adrian Michael Etmanski 3:1
  • 54
    Jakob Füreder 2:1
  • 43
    Andreas Bonauer 2:0
  • 18
    David Wengler 1:0