1. Klasse Süd

SV Ebensee etwas hinter dem Anspruch: Frühjahr soll Herbst auf jeden Fall toppen

Der SV Ebensee bleibt in der 1. Klasse Süd etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nach Rang vier in der Vorsaison überwintert die Mannschaft von Trainer Stefan Neuböck mit 18 Punkten lediglich auf Tabellenplatz acht. Eine ausgeglichene Bilanz mit fünf Siegen, drei Unentschieden und fünf Niederlagen sorgt zwar für Stabilität, entspricht intern aber nicht den Zielvorstellungen. Hoffnungsträger im Herbst war vor allem Manuel Schmidl, der als prominenter Neuzugang bereits elf Treffer erzielen konnte.

Herbstbilanz: Ergebnis nicht zufriedenstellend

Der sportliche Leiter, Rudolf Hackl, findet klare Worte zur bisherigen Saisonhälfte. „Von dem, was wir im Herbst erreicht haben, können wir grundsätzlich nicht zufrieden sein. Wir haben uns vorgestellt, dass wir den Anschluss an die vorderen Plätze halten – das ist uns in dieser Form nicht gelungen.“ Mit 18 Punkten und Rang acht sei man auf jeden Fall hinter den eigenen Ansprüchen geblieben.

Offensivqualität vorhanden, Konstanz fehlte

Gerade mit Blick auf die personellen Voraussetzungen hatte man sich mehr erhofft. „Mit Manuel Schmidl haben wir einen Neuzugang, der genau das geliefert hat, was wir uns erwartet haben. Elf Tore sprechen für sich“, so Hackl. Dennoch habe die Mannschaft in mehreren Spielen nicht die Leistung gebracht, die notwendig gewesen wäre, um im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. „Wir haben in Summe zu viele Punkte liegen lassen – das müssen wir im Frühjahr korrigieren.“

Zielsetzung für das Frühjahr klar

Eine konkrete Platzierung will Hackl noch nicht ausrufen, die Richtung ist jedoch klar. „Die Vorgabe ist ein besseres Abschneiden als im Herbst. Das heißt automatisch, dass wir in der Tabelle nach vorne rücken wollen.“ Das Potenzial dafür sieht man im Verein nach wie vor gegeben.

Kader wird breiter

Personell gibt es zur Rückrunde leichte Entlastung. Zwei Stammkräfte kehren nach Auslandssemestern zurück: Sebastian Gruber, Innenverteidiger, sowie Paul Buchegger, der flexibel in der Defensive und im Mittelfeld einsetzbar ist. „Das sind zwei wichtige Spieler für uns, damit sind wir definitiv breiter aufgestellt“, erklärt Hackl. Abgegeben wird Armin Hrustanovic, der im Frühjahr leihweise nach Pinsdorf wechselt.

Intensive Winterarbeit ohne Trainingslager

Die Vorbereitung läuft bereits seit Anfang Dezember, wenn auch zunächst auf freiwilliger Basis. „Wir haben mit unserem Physiotherapeuten einen Fitnesstrainer eingebunden, der ein intensives Hallen-Zirkeltraining leitet. Dass das so gut angenommen wird, zeigt den Willen der Mannschaft“, betont Hackl. Seit vergangener Woche wird auch wieder gelaufen, ab Februar stehen fixe Termine am Kunstrasenplatz sowie Einheiten in der Halle und – je nach Witterung – auf Rasen am Programm. Auf ein Trainingslager verzichtet der SV Ebensee bewusst. „Das Budget investieren wir lieber in regelmäßige Kunstraseneinheiten. Das bringt uns aktuell mehr.“