In Vöcklamarkt erlebte der UFC Attergau einen Abend mit zwei Gesichtern: lange dominant, am Ende mit spätem Happy End – und doch mit klaren Hausaufgaben. Andreas Staudinger ordnete die Partie gegen die UVB Oberbank Vöcklamarkt Juniors in der 1. Klasse Süd über weite Strecken als kontrolliert ein, sprach jedoch von einem Erfolg, der sich erst in der Nachspielzeit entschied und deshalb nicht ohne Glücksanteil war. Seine Mannschaft sah er rund eine Stunde lang überlegen, mit mehr Ballkontrolle und den klareren Gelegenheiten. Danach kippte die Dynamik, die Gastgeber kamen stärker auf, der Ausgleich fiel – und erst ganz zum Schluss setzte Attergau den entscheidenden Stich. Die Stimmung: erleichtert, selbstkritisch, fokussiert auf das, was sofort besser werden muss.

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Die Attergauer Führung vor der Pause gab die Richtung vor: In der 32. Minute stellte Jonas Hemetsberger auf 1:0. Vöcklamarkt glich in der 84. Minute durch Isaak Ortner zum 1:1 aus, ehe Attergau in Minute 91 durch Johannes Hemetsberger zum 2:1 zurückschlug. Staudinger lieferte dazu eine klare Innenansicht: „In der 1. Halbzeit hatten wir sicher drei, vier sehr gute Möglichkeiten und haben leider nicht alle genutzt. Der Gegner hatte in der 1. Halbzeit nicht viele Gelegenheiten. Ab der 60. Minute wurde der Gegner etwas stärker, da haben wir zwei, drei Chancen zugelassen – kurz vor Schluss ist auch das Gegentor passiert. Nach der Pause haben wir den Sack, wie man so schön sagt, nicht zugemacht. Da hätten wir eigentlich das 2:0 oder 3:0 machen können. Am Ende war der Siegtreffer in der Nachspielzeit ein bisschen glücklich.“
Zur spielerischen Balance fasste Staudinger kurz zusammen: „Man hat gemerkt, dass beide nervös waren – erstes Spiel in der Meisterschaft, die Burschen alle ein bissl angespannt. Technisch war es nicht sehr gut, das Spiel eher zerfahren und hektisch.“ Bei ruhenden Bällen lag für Attergau dennoch Potenzial: „Kurz nach der Halbzeit hatten wir die eine oder andere Standardsituation mit guten Chancen. Da hätten wir, wie gesagt, das 2:0 schon machen können.“
Diskussionen blieben außen vor: „Strittige Situationen hat’s im Großen und Ganzen nicht gegeben – nichts Auffälliges.“ Auch personell oder taktisch wurde zur Pause nicht nachjustiert: „Aufstellungsmäßig haben wir nichts verändert“ Der Blick richtet sich nun nach vorne: „Das nächste Spiel ist bei uns daheim gegen Gampern. Sicher unangenehm zu bespielen, aber bei uns daheim – wir haben bis jetzt alle Heimspiele gewonnen und wollen unsere Heimserie auch halten! Wir wissen aber, dass wir uns definitiv steigern müssen im Vergleich zum gestrigen Spiel.“ In der Tabelle unterstreicht Attergau diese Ansprüche: Nach 14 Spielen stehen 33 Punkte zu Buche – die Spitze verpflichtet, und der Anspruch an die eigene Leistung bleibt hoch.