Nach einem klaren Auswärtsauftritt ordnete Mario Pöckl die Lage seiner Mannschaft ein – mit deutlichen Worten zur Art und Weise des Auftritts und zur Fairness des Resultats. In der 15. Runde der 1. Klasse Süd traten die Oberwanger beim ATSV Rüstorf an, und die Union Oberwang setzte die entscheidenden Akzente. Pöckl sprach von einer selbstbewussten Reaktion nach einem frühen Weckruf, von klaren Spielanteilen und einer Mischung aus Kombinationen und vertikalen Bällen. Der Sportliche Leiter hob außerdem den Einfluss des engen Platzes auf die Zweikampfhärte hervor und blickte bereits auf den Ostersamstag voraus, an dem Bad Goisern wartet. Insgesamt überwog bei ihm die Zufriedenheit – auch, weil der Matchplan über weite Strecken durchgezogen wurde.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Auftakt gehörte zunächst den Gastgebern – und wurde zum Startsignal. „Rüstorf hatte die erste Chance: ein Freistoß über die Mauer an den Pfosten.“ Aus dieser Szene zog Oberwang die richtige Konsequenz: „Wir sind danach aufgewacht, haben druckvoll nach vorne gespielt und sind per Elfmeter 1:0 in Führung gegangen (Torschütze: Markus Soriat). Ein gerechter Strafstoß.“ Den Treffer zum 2:0 erzielte Christoph König, bevor Simon Loindl mit einem Doppelpack sein Team zur Vorentscheidung schoss. Die Konsequenz im Angriffsdrittel prägte die erste Hälfte weiter: Oberwang kombinierte variabel, kreierte Chancen, nutzte die Fehler der Rüstorfer eiskalt aus und ging mit 4:0 in die Pause. Die Pausenführung spiegelte Pöckls Eindruck eines zielstrebigen, forcierten Auftritts wider.
Pöckl verortete die Statik des Spiels eindeutig bei seiner Mannschaft: „Wir hatten in allen Belangen mehr Ballbesitz. Auf einem kleineren Platz ist es nicht leicht, spielerisch zu glänzen, aber wir haben trotzdem schön kombiniert und auch mit hohen Bällen über die Abwehr gute Chancen kreiert. Insgesamt hatten wir deutlich mehr Spielanteile als der Gegner.“ Bei ruhenden Bällen ergaben sich zwar wenige Gelegenheiten, dennoch blieb Gefahr: „Bei Standards waren wir gefährlich, auch wenn es relativ wenige gab. Einwürfe waren weitgehend ohne große Wirkung – das war ausgeglichen.“ Prägend war zudem die Physis: „Es war phasenweise hart geführt, mit ein paar hitzigen Szenen und auch harten Fouls. Wir wollten es spielerisch lösen, doch auf engem Raum kommt es zwangsläufig zu robusten Zweikämpfen.“ Zu einzelnen Entscheidungen merkte er an: „Der Strafstoß war klar. Es gab ein paar strittige Situationen, in denen der Schiedsrichter auch anders oder härter hätte entscheiden können.“
Nach der 4:0-Pausenführung blieb der Plan unverändert: „Wir wollten genauso weiterspielen, den Druck hochhalten und den vom Trainer vorgegebenen Plan weiter durchziehen.“ Der Wiederbeginn brachte rasch das 5:0 (Eigentor Suljo Zekan, 53.), ehe Rüstorf durch Peter Föttinger auf 5:1 verkürzte (65.). Niklas Sperr stellte mit dem 6:1 (76.) den Endstand aus Oberwanger Sicht her; in der Schlussphase sah Patrick Schön bei den Gastgebern Gelb-Rot (82.). Pöckls Fazit zu den vielen Möglichkeiten blieb eindeutig: „Wir hätten noch einige Chancen gehabt, um weitere Treffer nachzulegen.“ Der Fokus richtet sich nun auf das Heimspiel am Ostersamstag gegen den SV Bad Goisern: „Das wird eine schwierige Aufgabe. Wir wollen den Schwung aus den ersten beiden Spielen, die wir gewonnen haben, mitnehmen, an die Leistungen anknüpfen, uns weiter verbessern und zu Hause die nächsten drei Punkte einfahren.“