Beim Duell zwischen SV Wolf System Scharnstein und Union Raiffeisen Zell am Moos in der 1. Klasse Süd schildert Alexander Wesenauer eine intensive, offene Begegnung mit wechselnden Ballbesitzphasen und klaren Wendepunkten. Der Trainer lobt den Gegner für dessen Kompaktheit, sieht sein Team über weite Strecken mit einem Chancenplus und hebt besonders die Reaktion in Unterzahl hervor. Standards spielten keine entscheidende Rolle, eine rote Karte sorgte für Diskussionen – am Ende stand für Zell am Moos ein 2:1-Auswärtssieg.

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Wesenauers Eindruck: "Es war eine offene Partie auf gutem Niveau. Ich gratuliere dem Trainerteam von Scharnstein zu einer sehr kompakten Mannschaft." Die Spielkontrolle beschreibt er als wechselhaft und phasenweise verteilt: "Das Spiel hatte mehrere Phasen, beide Teams hatten ihre Ballbesitzmomente." Seine Mannschaft sah er zu Beginn besonders präsent.
"Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, speziell in den ersten dreißig bis fünfunddreißig Minuten – für ein Auswärtsspiel sehr ordentlich. Scharnstein hat uns allerdings mit der ersten Aktion ausgekontert und hatte danach noch eine richtig gute Chance. Trotzdem hatten wir insgesamt ein Chancenplus", ordnete Wesenauer den Auftakt ein. Zell am Moos geriet früh in Rückstand: Patrick Spitzbart traf in der 6. Minute – aus Sicht von Zell am Moos stand es 0:1; zur Pause blieb es dabei. Nach dem Seitenwechsel folgte der Einschnitt: In Minute 70 sah Daniel Ensinger die rote Karte. In Unterzahl kam die Antwort, die Wesenauer hervorhebt: Bernhard Zach glich in der 77. Minute zum 1:1 aus, Golem Shabani drehte das Match in der 79. Minute auf 2:1. "Absoluter Wille und Einsatzbereitschaft haben sich im Doppelschlag in Unterzahl gezeigt – wir wollten diesen Auswärtssieg."
Zu ruhenden Bällen fiel das Fazit knapp aus: "Es gab Freistöße, jedoch ohne wirklichen Ertrag." Prägend blieb die Szene rund um den Platzverweis. Wesenauer differenziert: "Der Schiedsrichter hatte insgesamt eine gute Partie, jedoch lag er bei der roten Karte aus meiner Sicht falsch – das ist für mich maximal Gelb. Unabhängig davon hat er das Spiel gut geleitet." Für die weitere Arbeit formuliert er klare Leitplanken: "Wir wollen kompakt stehen, gut verteidigen und unsere offensiven Momente noch besser herausspielen und nutzen. Wir denken von Spiel zu Spiel und wollen in jedem Spiel unsere 100 Prozent abrufen."