Im Duell der 1. Klasse Süd zwischen SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 und TSV Sparkasse Frankenmarkt sprach Stefan Neuböck von einer intensiven, aber fairen Partie mit starker Moral seiner Elf. Nach einem Schlagabtausch, der die Nerven forderte, sah der Trainer den 4:3-Erfolg als verdient an und hob den gemeinsamen Zugriff in der Schlussphase hervor. Die Kulisse war groß, die Emotionen hoch – am Ende blieb vor allem der Eindruck eines reifen, mannschaftlich geschlossenen Auftritts.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Start verlief denkbar ungünstig für Ebensee: Nach 2 Minuten sorgte Stefan Oberndorfer für das 0:1 und legte in der 28. sowie in der 64. Minute nach – ein Dreierpack für Frankenmarkt. Die Gastgeber fanden jedoch prompt Antworten: Manuel Schmidl glich in der 12. Minute zum 1:1 aus, Nico Diesenberger stellte in Minute 32 erneut den Gleichstand her, ehe Gregor Janovic kurz vor dem Pausenpfiff in der 44. Minute die 3:2-Führung fixierte. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Christoph Pilz in der 61. Minute auf 4:2, bevor Frankenmarkt durch den späten Anschluss wieder Morgenluft witterte. Zur Pause hatte es 3:2 gestanden, am Ende blieb es beim 4:3.
Neuböck ordnete die heikle Schlussphase klar ein: „Beim Stand von 4:2 für uns müssen wir den Deckel draufmachen, haben leider in der letzten Zone dies nicht ordentlich ausgespielt und nach dem Anschlusstreffer von Frankenmarkt waren sie am Drücker. Wir haben es aber gemeinsam wegverteidigt und daher gehe ich davon aus, dass der Sieg in Ordnung war.“
Zum Thema ruhende Bälle hatte der Trainer eine klare Lesart: „Standardsituationen spielen in einem Fußballspiel immer eine Rolle. Bei mir sind es die direkten Freistöße durch meinen Stürmer, beziehungsweise bei Frankenmarkt war es Dieter Schernthaner mit seinem guten linken Fuß, der exzellente Standards tritt.“ Auch die Spielleitung bekam ein positives Zeugnis: „Nein, auf keinen Fall. Ich finde, der Schiedsrichter hat das Spiel ordentlich geleitet.“ Das emotionale Umfeld blieb dabei im Rahmen: „Ebensee gegen Frankenmarkt ist immer eine hitzige Partie. Es waren viele Zuschauer am Platz, aber beeinflusst haben die Zuschauer das Spiel nicht. Es war in meinen Augen ein faires Fußballspiel.“
Individuelle Auszeichnungen standen für den Coach nicht im Vordergrund: „Für mich wird es bei einem Spiel nie einen Man of the Match geben, denn wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren als Mannschaft. Für mich ist das Wichtigste, ein Pauschallob an die ganze Mannschaft auszusprechen, die Moral zu betonen, nach zweimaligem Rückstand noch vor der Halbzeit in Führung zu gehen und dann einfach gemeinsam den Sieg nach Hause gebracht.“ Für den Blick nach vorne formulierte er es so: „Bereiche, an denen wir arbeiten, an denen arbeiten wir seit der Vorbereitung. Es ist niemand perfekt, es passieren Fehler, aber ich bin heute sehr stolz auf meine Mannschaft.“