Nach dem Duell der 1. Klasse Süd zwischen UFC Attergau und SV Wolf System Scharnstein bleibt vor allem eine Botschaft: Reaktion gezeigt – und das 2:1 verdient eingefahren. Trainer Andreas Staudinger spricht von einem schwachen Beginn, einer klaren Steigerung ab der 30. Minute und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Zwischen Erleichterung und Fokus richtet er den Blick bereits auf das Derby am Sonntag – keine Ausreden, sondern klare Aufgaben für die kommende Woche.

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Die erste halbe Stunde beschreibt der Trainer ohne Umschweife als Phase, in der seine Mannschaft nicht ins Spiel fand. „Scharnstein hat nach 30 Minuten verdient geführt, weil wir überhaupt nicht im Spiel waren – anschließend haben wir die Partie verdient gedreht.“ Der Rückstand passte ins Bild dieses holprigen Starts: In der 19. Minute nutzte Din Halilovic einen groben Abwehrfehler eiskalt und brachte Scharnstein mit 1:0 in Führung. Genau aus solchen Momenten leitete Attergau noch vor der Pause den Stimmungswechsel ein: Aus Unsicherheit wurde ein sichtbares „Jetzt erst recht“. Ab der 30. Minute, so der Coach, trat seine Elf endlich als Einheit auf – ein Kippen der Spielkontrolle, das den weiteren Verlauf prägte. In der 40. Minute belohnte sich Attergau: Johannes Hemetsberger traf nach einem Eckball zum 1:1. Zur Pause stand es remis.
Ruhende Bälle wurden zum Türöffner der Trendwende. Nach dem Ausgleich kurz vor der Pause setzte Attergau nach: In der 55. Minute sprang ein Freistoß an die Latte, Lenny Baumann reagierte am schnellsten und drückte den Abpraller zum 2:1 über die Linie. Zwei starke Standardsituationen gaben dem Spiel die klare Richtung. Defensiv sah Staudinger bei ruhenden Bällen keine Probleme für seine Mannschaft. Entscheidend war nicht die Masse an Möglichkeiten, sondern die Konsequenz in genau den Szenen, die Attergau brauchte, um das Momentum endgültig zu drehen.
Hektik oder große Aufregung? Fehlanzeige. „So richtig strittige Szenen hat es nicht gegeben“, hielt der Coach fest. Auch die äußeren Rahmenbedingungen blieben sachlich: Die Platzverhältnisse seien im Frühjahr naturgemäß noch nicht perfekt, würden aber von Woche zu Woche besser. Eine Personalisierung des Erfolgs lehnt Staudinger ab: „Entscheidend war die Mannschaftsleistung ab der 30. Minute – vorher war es noch keine Mannschaftsleistung.“
Und der Ausblick ist eindeutig: „Wir müssen künftig ab der ersten Minute so auftreten, wie wir es ab der 30. Minute getan haben. Am Sonntag ist Derby – da müssen wir alles reinhauen.“