Spielberichte

UFC Attergau-Trainer Andreas Staudinger: „Kämpferherz statt Taktik“

Union Oberwang
UFC Attergau

Im Duell von Union Oberwang und UFC Attergau der 1. Klasse Süd dominierte vor allem die Haltung: Für Andreas Staudinger stand der Kampf über der Theorie. Über 90 Minuten empfand er den 3:2-Auswärtssieg als gerecht, sah sein Team vor der Pause am Drücker und sprach den Gastgebern nach Wiederbeginn leichte Vorteile zu. Zugleich hob er die Reife seiner Elf hervor – und einen zentralen Antreiber, der im zweiten Durchgang den entscheidenden Moment erzwang.

Torwart in grüner Dress beim Abstoß

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Vom frühen Schock bis zur Pausenführung

Aus Staudingers Sicht fiel der frühe Rückstand nach einem eigenen Schnitzer in der Spieleröffnung: In Minute 5 traf Simon Loindl zum 0:1. Die Reaktion der Gäste war energisch. Noch vor der Pause meldeten sich die Attergauer mit zwei Stangenschüssen an und drehten die Partie binnen weniger Augenblicke: Simon Draschwandtner glich in der 29. Minute zum 1:1 aus, nur eine Minute später stellte Simon Sagerer auf 2:1 – die aufkommende Dominanz seiner Mannschaft in Halbzeit eins bestätigte Staudinger ausdrücklich. Der Pausenstand spiegelte damit genau das wider, was der Trainer in den ersten 45 Minuten gesehen hatte: viel Zugriff, viele Chancen, viel Kontrolle.

Oberwang kommt, Attergau antwortet

Nach dem Seitenwechsel verschoben sich die Gewichte. Staudinger ordnete die Phasen so ein: In den ersten 45 Minuten war Attergau die spielbestimmende Mannschaft; nach der Pause kam Oberwang auf und hatte leichte Vorteile. Folgerichtig erzielte Christoph König in der 51. Minute das 2:2. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Lenny Baumann setzte im Zentrum die nötigen Akzente, holte den Strafstoß heraus – und Johannes Hemetsberger verwandelte in Minute 58 eiskalt zum 3:2. Für Staudinger war Baumann der Mann des Spiels: Er habe „eine starke Partie im Zentrum“ gezeigt und mit seiner Aktion den Siegtreffer ermöglicht.

Taktische Linie, Widerstand des Gegners und Schlussphase

Der Plan: Attergau lief den Gegner hoch an, was aus Trainersicht prinzipiell gut funktionierte. Entscheidend war für ihn jedoch weniger das System als die Mentalität – ein Derby sei vor allem eine Frage der Haltung, und genau die habe seine Mannschaft geliefert. Über 90 Minuten bilanzierte Staudinger die besseren Möglichkeiten auf seiner Seite und unterstrich: Die Wende vor der Pause sei erarbeitet gewesen, insgesamt habe Attergau mehr Chancen herausgespielt. Anerkennung fand er für Oberwang dennoch: Oberwang ist „immer schwer zu bespielen, trotz Ausfällen eine physisch starke Mannschaft und immer unangenehm." In der Schlussphase kam zusätzliche Brisanz auf, als Julian Soriat in der 88. Minute die Rote Karte sah. Personell gab Staudinger anschließend Entwarnung: Bis auf die Langzeitverletzten ist der Kader vollzählig – und das soll so bleiben.

1. Klasse Süd: Oberwang : Attergau - 2:3 (1:2)

  • 58
    Johannes Hemetsberger 2:3
  • 51
    Christoph König 2:2
  • 30
    Simon Sagerer 1:2
  • 29
    Simon Draschwandtner 1:1
  • 5
    Simon Loindl 1:0