Die 1. Klasse Süd sah am 20. Spieltag einen verdienten Auswärtssieg: Die Union Raiffeisen Zell am Moos unterlag dem SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 mit 1:3. Ebensee führte bereits zur Pause 0:2 und brachte den Dreier verdient heim. Trainer Stefan Neuböck sprach von einem dominanten Auftritt und hob das 3:1 hervor – ein wuchtiger Kopfball nach Ecke von Kapitän David Rahberger –, das seiner Meinung nach die Partie entschied und den Deckel draufsetzte.

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Die Gäste reihten von Beginn an saubere Aktionen aneinander, standen kompakt und setzten im richtigen Moment die Stiche. „Von Beginn an waren wir die dominantere Mannschaft, haben das 1:0 und 2:0 vor der Halbzeit gemacht – damit war das Spiel für uns auf Schiene“, erklärte Stefan Neuböck nach dem Abpfiff. In Zahlen hieß das: Gregor Janovic traf in Minute 35 zum 0:1, sechs Minuten später legte Manuel Schmidl das 0:2 nach (41.). Zell am Moos suchte die Antwort, fand bis zur Pause aber kaum Durchkommen, sodass es mit einer komfortablen 0:2-Führung für Ebensee in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel wackelte Ebensee kurz, als Bernhard Zach früh zum 1:2 einschoss (51.). Die Heimischen rochen am Ausgleich, doch die Reaktion der Gäste kam prompt und zielstrebig. „Ein wichtiger Moment war das 3:1 durch unseren Kapitän David Rahberger, da haben wir ihnen das Genick gebrochen“, so Neuböck. Der Treffer passte zur körperlichen Präsenz im Strafraum: „Das Tor ist aus einer Ecke gefallen, und David hat im Stile von Jaap Stam mit rund 100 km/h eingeköpft.“ Mit dem 1:3 in Minute 57 war die Luft für Zell am Moos draußen, Ebensee kontrollierte das Geschehen wieder und spielte den Auswärtsdreier trocken nach Hause.
Neuböck wollte nach dem Spiel keinen Einzelnen herausheben. „Ein Pauschallob an die gesamte Mannschaft. Endlich haben sie umgesetzt, was wir vorgeben: einfach gemeinsam Fußball zu spielen.“ Genau diese Geradlinigkeit war der rote Faden über 90 Minuten – hinten konzentriert, vorne effizient mit Janovic, Schmidl und dem entschlossenen Rahberger als Torschützen. Zugleich fand der Ebensee-Coach respektvolle Worte für den Gegner: „Zell am Moos ist eine gute Mannschaft. Sie haben trotz des 0:2 nie aufgegeben. Ein großes Lob an Trainer Wesenauer – er hat seine Mannschaft gut eingestellt, nur waren wir heute besser.“ Auch der Rahmen passte: „Der Schiedsrichter bot eine gute Leistung.“
In der Tabelle untermauert Ebensee Platz drei (36 Punkte), Zell am Moos bleibt dicht dahinter (34). Für Neuböck ist der Weg klar: den Auftritt aus Zell am Moos mitnehmen, weiter simpel und gemeinsam spielen – dann bleiben solche Auswärtssiege keine Eintagsfliege.