In der 20. Runde der 1. Klasse Süd landete der SV St. Wolfgang/Rußbach bei der Union Oberwang einen 2:1-Auswärtssieg. Nach einer zähen ersten Halbzeit legten die Gäste nach der Pause zu und trafen durch Josip Curic und Besart Ahmeti, ehe ein unglückliches Eigentor für eine heiße Schlussphase sorgte. Trainer Franz Scherpink sprach von einer gelungenen Umstellung zur Halbzeit und davon, die Chancen konsequenter genutzt zu haben.

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Die ersten 45 Minuten blieben ohne Tore, und das passte zum Bild, das Franz Scherpink zeichnete. „In der ersten Halbzeit war es zäh. Wir haben uns schwergetan, das war kein gutes Spiel von uns“, hielt der Trainer fest. In der Kabine justierte St. Wolfgang/Rußbach an der Organisation, was sofort Wirkung zeigte. „Wir haben in der Halbzeit organisatorisch umgestellt, das hat uns gutgetan. Daraus ist das 1:0 entstanden“, erklärte Scherpink. In Minute 56 fiel die Führung: Nach einem weiten Einwurf und einer Kopfverlängerung stand Josip Curic am Fünfer richtig und drückte den Ball über die Linie – so schilderte es der Coach.
Nach dem Führungstor boten sich den Gästen laut Scherpink weitere Möglichkeiten: Ein zweites oder drittes Tor lag in der Luft, blieb aber aus. Stattdessen bekam Oberwang Oberwasser – und der Trainer sah dabei strittige Szenen. „Da war eine sehr kritische Phase mit einigen Chancen für den Gegner, bei denen aus meiner Sicht Abseits war. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen – da hatten wir Glück, dass wir nicht den Ausgleich kassiert haben.“ In dieser heiklen Phase kam St. Wolfgang/Rußbach mit einem Konter zur vermeintlichen Vorentscheidung. In Minute 87 setzte Besart Ahmeti energisch nach, spielte die Kontersituation stark zu Ende und blieb im Duell mit dem Torhüter cool – 0:2 und eigentlich alles klar. „Besart Ahmeti hat die Kontersituation mit viel Dynamik gespielt und sich gegen den Torwart durchgesetzt“, sagte Scherpink.
Doch die Partie war noch nicht durch. Nur eine Minute später verkürzte Oberwang durch ein Eigentor von Luka Prskalo auf 1:2 (88.). „Mit dem Gegentor war sofort wieder Spannung im Spiel“, so Scherpink. Seine Mannschaft brachte den Vorsprung dennoch über die Zeit. „Unterm Strich haben wir das dann souverän zu Ende gespielt und die drei Punkte mitgenommen.“ In der Analyse blieb der Trainer ehrlich: „Wir hatten anfangs keinen richtigen Zugriff und konnten vorne die Bälle zu wenig festmachen.“ Den Unterschied fasste er knapp zusammen: „Wir haben unsere Möglichkeiten konsequenter genutzt.“
Und der Blick nach vorn? „Wir müssen einfach Spiel für Spiel gut performen und dann schauen, was rauskommt.“ Mit dem Sieg bleibt St. Wolfgang/Rußbach nach 20 Runden als Zweiter (47 Punkte) dran, Oberwang hält als Siebenter bei 27 Zählern.