In der 1. Klasse Süd setzte es für den ATSV Lenzing bei SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 eine herbe 3:8-Niederlage. Bereits zur Pause lag Lenzing 2:6 zurück, am Ende stand eine klare Auswärtsniederlage. Sektionsleiter Nihad Purkovic fand deutliche Worte: „Einige waren schon in der Sommerpause.“ Ebensee, aktuell auf Rang drei, nutzte seine Möglichkeiten konsequent, während Lenzing zu selten Zugriff bekam. Positiv: Über den Unparteiischen gab es keinen Ärger – „die Schiedsrichterleistung war gut“.

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Der Start lief Lenzing komplett davon. Nach fünf Minuten stellte Ivan Samuel Fekiac auf 1:0, und ehe die Gäste richtig sortiert waren, erhöhte Gregor Janovic in Minute 13 auf 2:0. Als Fekiac nach 21 Minuten das 3:0 nachlegte, hing der ATSV früh in den Seilen. Florian Murati weckte mit dem 3:1 (24.) kurz Hoffnung, doch Ebensee antwortete sofort: Fekiac stellte zwei Minuten später den alten Abstand wieder her (4:1). Janovic traf in der 37. Minute zum 5:1, Markus Bauer verkürzte vor der Pause auf 5:2 (43.). Mit dem Pausenpfiff schnürte Fekiac seinen vierten Treffer – 6:2 nach 45 Minuten, eine klare Hypothek für die zweite Hälfte.
Nihad Purkovic haderte vor allem mit der Haltung. „Bei uns hatte man das Gefühl, dass einige schon in der Sommerpause sind. Die Leistung hat gar nicht gestimmt“, sagte Lenzings Sektionsleiter. In vielen Zweikämpfen fehlte der Zugriff: „Wir waren zu weit weg vom Gegenspieler, wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen.“ So konnte Ebensee, so Purkovic, „locker den Spielaufbau machen“. Als Knackpunkt nannte er den frühen Rückstand: „Das 1:0 ist blöd gefallen.“ Am Gegner gab es nichts auszusetzen: „SV Ebensee ist eine gute Mannschaft, nicht umsonst Dritter in der Tabelle.“ Auch die Leitung des Unparteiischen wurde fair bewertet: „Die Schiedsrichterleistung war gut, das war im Großen und Ganzen ein faires Spiel.“
Aus der Kabine kam Lenzing mit frischer Energie. Markus Bauer traf in Minute 47 zum 6:3 und brachte seine Farben noch einmal näher heran. Doch die Heimischen blieben das zielstrebigere Team. Janovic machte mit seinem dritten Treffer des Tages in der 60. Minute das 7:3, Simon Leibetseder setzte in der 79. Minute den Schlusspunkt zum 8:3. Damit stehen auf Ebenseer Seite vier Tore von Fekiac und ein Janovic-Hattrick zu Buche – eine brutale Effizienz, die Lenzing an diesem Tag nicht matchen konnte. Für den ATSV trafen Murati sowie Bauer doppelt. Es blieb beim deutlichen Resultat, weil Ebensee fast jede gute Gelegenheit nutzte und nach Lenzinger Toren sofort antwortete.
In der Tabelle hält Lenzing nach 23 Runden bei 33 Punkten und liegt auf Rang acht, Ebensee festigt mit 43 Zählern Platz drei. Für Purkovic zählt jetzt die Reaktion: „Wir müssen einfach besser auftreten, mit einer anderen Einstellung. Die Saison hat noch drei Runden und ist noch nicht vorbei.“ Der Tenor war klar: Mehr Körperpräsenz, kürzere Abstände, griffiger in die Zweikämpfe – und die Räume nicht mehr so großzügig anbieten. „Wir wollen uns in den letzten Spielen ordentlich präsentieren und nicht glauben, wir sind in der Sommerpause“, stellte der Sektionsleiter unmissverständlich klar. Die Chance auf Wiedergutmachung ist also da – sie muss nur beherzt genutzt werden.