Spielberichte

St. Wolfgang bringt 2:1 über die Zeit – vor der Pause das 3:0 liegen gelassen

SV St. Wolfgang
Union Zell/Moos

In der 1. Klasse Süd feierte der SV St. Wolfgang/Rußbach gegen Union Raiffeisen Zell am Moos einen 2:1-Heimsieg. Nach einer bärenstarken ersten Hälfte und einer 2:0-Pausenführung tat sich St. Wolfgang nach dem schnellen Anschlusstreffer schwer und musste bis zum Abpfiff zittern. Trainer Franz Scherpink lobte die Kontrolle vor der Pause, haderte aber mit der Chancenverwertung – und freute sich am Ende über drei wichtige Punkte in der heißen Phase des Titelrennens.

Fußballspieler legt sich den Ball auf

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Früher Doppelschlag, danach Zittern: So lief die Partie

St. Wolfgang erwischte einen Traumstart und legte den Grundstein schon in der Anfangsviertelstunde. In der 10. Minute staubte Berk Yavuzarslan nach einem Abpraller knapp innerhalb des Sechzehners ab und schob ins lange Eck zum 1:0 ein. Nur fünf Minuten später folgte das 2:0: Eine Flanke von der linken Seite fand im Zentrum Gerald Greiner, der per Kopf wuchtig vollendete. Bis zur Pause blieb die Heimelf am Drücker, hatte laut Coach noch ein, zwei Gelegenheiten auf das dritte Tor – und ging verdient mit 2:0 in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel meldete sich Zell am Moos zurück. In Minute 57 traf Michael Maier mit einem satten Weitschuss zum 2:1, und plötzlich wurde es ein offener Schlagabtausch, den St. Wolfgang mit Einsatz und Nervenstärke über die Zeit brachte.

„Sehr gutes Spiel bis zur Pause“ – und die verpasste Vorentscheidung

Franz Scherpink war nach dem Schlusspfiff hin- und hergerissen zwischen Zufriedenheit und Ärger über liegengelassene Chancen. „Die erste Halbzeit war ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft. Wir sind verdient 2:0 vorne gewesen und hätten bei besserer Chancenverwertung auch ein drittes oder viertes Tor machen können.“ Er beschrieb ein Team mit „gutem Zugriff“ und viel Kontrolle, das „sehr spielbestimmend“ auftrat. Der Knackpunkt lag für ihn aber klar in dieser Phase: „Da hätten wir das Spiel einfach klar für uns bestimmen können. Das haben wir nicht genutzt.“ Nach der Pause drehte sich das Bild. „Der Gegner ist aktiver geworden, wir konnten die Bälle vorne nicht mehr so gut festmachen. Dadurch sind wir unter Druck gekommen“, so Scherpink. Beim 2:1 lobte er die Qualität des Gegners: „Das war ein super Weitschusstor.“ Auch wenn Zell am Moos „nicht die ganz klaren Torchancen“ hatte, gab es „einige gefährliche Situationen“. Das Resümee fiel ehrlich aus: „Am Ende waren wir froh, wie der Schiedsrichter abgepfiffen hat.“

Einstellung top, Offensivbindung ausbaufähig – Lob für Gegner, Fans und Unparteiischen

Inhaltlich nahm der Trainer viel Positives mit, benannte aber auch Baustellen. „Die Einstellung war sehr positiv, die Körpersprache in der ersten Halbzeit auch. Spielerisch war ich zufrieden.“ In Hälfte zwei fehlten jedoch Präsenz und Entlastung: „Wir haben weniger investiert. Beim Bällesichern im Offensivbereich müssen wir stabiler werden. Wir sind nicht schlecht, aber wir fallen immer wieder in alte Muster. Daran arbeiten wir.“ Zum Gegner fand Scherpink respektvolle Worte: „Zell am Moos hat sehr aktiv nach vorne verteidigt, ist uns nach der Pause mehr angelaufen. Dadurch konnten wir nicht mehr so kontrolliert rausspielen. Im letzten Drittel waren sie aber zu wenig gefährlich.“ Den Unparteiischen sah er unauffällig und sicher: „Sehr positive, unauffällige Leistung.“ Ein Extra-Dank ging an die eigene Kulisse: „Die Unterstützung der Fans hilft uns in dieser wichtigen Phase enorm.“ Auch die Ausgangslage sprach er an: „Wir spielen um die Meisterschaft und sind mit dem Sieg weiter ganz vorne dabei.“ Für die nächsten Wochen gilt aus seiner Sicht vor allem eines: die guten ersten 45 Minuten öfter in 90 gute Minuten zu verwandeln – und Spiele früher zuzumachen.

1. Klasse Süd: St. Wolfgang : Zell/Moos - 2:1 (2:0)

  • 57
    Michael Maier 2:1
  • 15
    Gerald Greiner 2:0
  • 10
    Berk Yavuzarslan 1:0