Als Aufsteiger in der 1. Klasse Süd hat ATSV Lenzing die Saison mit 39 Punkten auf Rang acht beendet. Genau dort setzt Sektionsleiter Nihad Purkovic auch mit seiner Bilanz an. „Wir haben als Aufsteiger unser Ziel erreicht, nämlich den Klassenerhalt“, sagt er. Gleichzeitig macht er aber auch klar, wo für die kommende Spielzeit angesetzt werden muss: „In der Defensive müssen wir ein wenig nachlegen.“

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In Lenzing wird die erste Saison nach dem Aufstieg nicht klein geredet, aber auch nicht größer gemacht, als sie war. Purkovic bleibt in seiner Einschätzung bewusst bodenständig und verweist auf das, was für einen Neuling in dieser Liga am wichtigsten war. „Wir haben als Aufsteiger unser Ziel erreicht, nämlich den Klassenerhalt“, sagt der Sektionsleiter. Dazu passt auch der Blick auf die Tabelle. Lenzing hielt sich über die ganze Saison in einem gesicherten Bereich, stand zwischenzeitlich sogar auf Rang fünf und einmal auf Rang vier und beendete die Meisterschaft schließlich auf Platz acht. Purkovic sieht darin bestätigt, dass seine Mannschaft in dieser Liga angekommen ist. „Über weite Strecken haben wir gut mitgespielt“, sagt er.
Dass in Lenzing nach einer ordentlichen Saison trotzdem nicht alles als rund bewertet wird, liegt vor allem an einem Bereich, den Purkovic ohne Umschweife anspricht. „Verbesserungswürdig ist die Defensive. Da müssen wir ein wenig nachlegen, weil wir in der Saison einfach zu viele Tore bekommen haben“, sagt er. Gerade die letzten Wochen haben diesen Eindruck noch einmal unterstrichen. Auf ein 4:0 gegen Union Gampern folgte ein 3:8 bei SV Ebensee 1922, danach ein 2:5 gegen SV Scharnstein, ehe Lenzing mit einem 4:1 gegen Union Oberwang und einem 5:1 bei ATSV Rüstorf wieder deutlich gewann. Diese Ergebnisse zeigen ziemlich klar, warum Purkovic einerseits zufrieden auf die Saison zurückschaut, andererseits aber vor allem die Arbeit gegen den Ball als Punkt nennt, an dem die Mannschaft ansetzen muss. Vorne war Lenzing nämlich immer wieder stark genug, um Spiele auf seine Seite zu ziehen.
Wenn es um einzelne Spieler geht, nennt Purkovic einen Namen sofort. „Sportlich natürlich unser Stürmer Manuel Alexander mit 33 Toren. Er ist Torschützenkönig geworden in der Liga“, sagt er. Dass Alexander diesen Titel bereits zum zweiten Mal in Folge geholt hat, ordnet der Sektionsleiter als besondere Leistung ein. „Zwei Saisonen hintereinander Torschützenkönig zu werden, ist schon eine sehr gute Leistung“, betont Purkovic. Trotzdem will er die Saison nicht auf einen Spieler reduzieren. „Natürlich gibt es noch ein paar andere Spieler, aber im Großen und Ganzen ist Fußball ein Mannschaftssport, und da sollte die Mannschaft hervorgehoben werden“, sagt er. Diese Haltung passt zur gesamten Einordnung aus Lenzing. Alexander steht mit seinen 33 Treffern klar im Mittelpunkt der Offensivzahlen, die sportliche Bilanz des Aufsteigers will Purkovic aber ausdrücklich als gemeinsame Leistung verstanden wissen.
Auch im Sommer deutet in Lenzing vieles auf Kontinuität hin. „Bis jetzt gibt es keine Abgänge“, sagt Purkovic. Bei den Zugängen ist der Stand ebenfalls überschaubar. „Aktuell haben wir einen Zugang auf der Tormannposition: Abdulmir Abu Tabsha vom ATSV Timelkam“, erklärt er. Größere Umbauten sind also nicht geplant, und das gilt nicht nur für den Kader. „Das Trainerteam, der Stab und die Funktionäre bleiben gleich“, sagt Purkovic. Entsprechend soll auch der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden. „Im Großen und Ganzen fahren wir nächste Saison wahrscheinlich mit demselben Kader und mit derselben Mannschaft weiter.“ Dazu kommt, dass kleinere Altlasten aus der vergangenen Saison offenbar kein größeres Thema werden sollen. Ein oder zwei Spieler seien noch angeschlagen, „aber bis zum Start der Vorbereitung werden die schon fit“, meint Purkovic.
Einen besonderen Favoriten oder ein Team, das für ihn über allen anderen steht, will Purkovic in der Liga nicht herausheben. „Ich kann da keinen Einzelnen rausnehmen. Die Liga ist ziemlich ausgeglichen“, sagt er. Auch das ist eine Aussage, die gut zur Lage von Lenzing passt. Wer in so einer Liga als Aufsteiger den Klassenerhalt schafft und auf Rang acht landet, hat sich eine stabile Ausgangsposition erarbeitet, bekommt aber nichts geschenkt. Genau deshalb klingt aus den Aussagen des Sektionsleiters kein großes Reden, sondern eine klare Linie. Das Grundgerüst bleibt, der erfolgreichste Torschütze der Liga bleibt ein wichtiger Faktor, und im Defensivverhalten sieht der Verein den entscheidenden Ansatzpunkt. Oder, wie Purkovic die Lage selbst knapp zusammenfasst: „Wir haben unsere Ziele erreicht.“ Der nächste Schritt soll nun daraus bestehen, die Mannschaft stabiler zu machen, ohne den eigenen Weg zu verlassen.