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„Zu viele Gegentore im Frühjahr“: Zell am Moos sieht nach Platz vier den klaren Auftrag für die neue Saison

Union Zell/Moos

In der 1. Klasse Süd hat Union Raiffeisen Zell am Moos die vergangene Saison auf Rang vier abgeschlossen. Trainer Alexander Wesenauer zieht deshalb insgesamt eine positive Bilanz, spricht aber auch einen Punkt klar an: Im Frühjahr kassierte seine Mannschaft zu viele Gegentore, im Mai wurde das besonders sichtbar. Genau dort will der Klub in der Vorbereitung ansetzen und zugleich die Breite im Kader erhöhen.

Spieler holt zum Eckball aus

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Platz vier passt, der Mai blieb trotzdem hängen

Alexander Wesenauer muss nicht lange überlegen, wenn er die abgelaufene Saison einordnet. „Wir sind mit der Saison und mit dem vierten Platz sehr zufrieden“, sagt der Trainer von Union Raiffeisen Zell am Moos. Der Blick auf die Abschlusstabelle gibt ihm recht, denn hinter SV St. Wolfgang, UFC Attergau und SV Ebensee 1922 stand am Ende Rang vier zu Buche. Ganz ohne Kritik wollte Wesenauer die vergangenen Monate aber nicht stehen lassen. „Im Frühjahr hat man schon wieder gesehen, dass wir zu viele Gegentore kassiert haben. Das war speziell im Mai sichtbar“, sagt er und benennt damit genau jenen Punkt, der den insgesamt guten Eindruck für ihn ein Stück weit getrübt hat.

Im Kader wird nachgeschärft, Rückkehrer sollen helfen

Auf personeller Ebene musste Union Raiffeisen Zell am Moos auf einzelne Abgänge reagieren. Vor allem auf der Tormannposition war Handlungsbedarf da, weshalb mit Karl Berger ein neuer Schlussmann dazukommt. Darüber hinaus nannte Wesenauer mit Kristof Agoston, Marcell Popovics und Aleksandar Arsenic weitere Zugänge, die dem Kader zusätzliche Möglichkeiten geben sollen. Ein fast noch wichtigerer Punkt aus Sicht des Trainers sind aber zwei Spieler, die zuletzt lange gefehlt haben. „Hannes Pfau und Patrick Holzner konnten das ganze Frühjahr kein Spiel für uns bestreiten. Jetzt sehen wir sie wieder als unsere Spieler, dadurch wird die Kaderbreite erhöht“, erklärt Wesenauer. Auch im Vereinsumfeld selbst sieht er Kontinuität. „In der Führung alles gleich geblieben. Wir arbeiten sehr eng zusammen, das macht mich sehr glücklich“, sagt er.

Aus dem schwierigen Mai soll jetzt etwas entstehen

Wesenauer will die problematische Phase im Frühjahr nicht nur als Rückschlag sehen. Aus seiner Sicht hat die Mannschaft gerade daraus auch etwas mitgenommen. „Wir sind nach diesem Mai, der nicht einfach war für uns, als Mannschaft geschlossener rausgegangen“, sagt der Trainer. Dazu komme, dass „das Teamgefüge dadurch auch gestärkt wurde“. Für Union Raiffeisen Zell am Moos geht es deshalb nicht darum, alles neu zu erfinden, sondern an mehreren Punkten sauber weiterzuarbeiten. „Natürlich werden wir in der Vorbereitung wieder an der körperlichen Fitness arbeiten, an unserem Spielsystem arbeiten, damit wir im Ballbesitz besser werden und die Umschaltsituationen offensiv wie defensiv verbessern“, kündigt Wesenauer an. Der Auftrag für die neue Saison ist damit klar formuliert und passt zu seiner gesamten Einordnung der vergangenen Monate.

Die Liga bleibt stark, das Ziel bleibt bewusst klar

Dass die Aufgabe in der 1. Klasse Süd nicht leichter wird, weiß der Trainer genau. Den Meister SV St. Wolfgang bezeichnet Wesenauer als „sehr gute Mannschaft“ und sagt auch klar, dass der Titel verdient war. Gleichzeitig hebt er hervor, dass auch UFC Attergau und SV Ebensee 1922 zuletzt sehr gute Saisonen gespielt haben. Für Union Raiffeisen Zell am Moos ist das die passende Einordnung, wohin die Reise wieder gehen muss, wenn man vorne dabeibleiben will. Nach Rang vier soll deshalb kein Stillstand einkehren. Wesenauer formuliert das Ziel bodenständig, aber deutlich: „Wir wollen wieder eine sehr stabile, sehr erfolgreiche Saison für die Union Raiffeisen Zell am Moos bestreiten.“ Genau zwischen Zufriedenheit mit dem Erreichten und klaren Baustellen für die Zukunft bewegt sich derzeit die Lage beim Viertplatzierten.