In der 1. Klasse Süd ist die Union Raiffeisen Zell/Moos gegen den SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 über ein 1:1-Unentschieden nicht hinausgekommen. Nach der Führung durch Lukas Stettner und einer langen Phase in Unterzahl blieb bei den Gastgebern das Gefühl zurück, eher zwei Punkte verloren als einen gewonnen zu haben. Trainer Alexander Wesenauer lobte den Auftritt seiner Mannschaft trotzdem ausdrücklich und sprach von einem spielerisch wie kämpferisch starken Sonntagnachmittag.

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Zell am Moos war von Beginn an gut im Spiel und bekam laut seinem Trainer genau den Start, den es sich vorgenommen hatte. „Wir sind gut in die Partie gestartet, haben gute Chancen herausgespielt, sind 1:0 in Führung gegangen und hätten erhöhen können“, sagte Wesenauer. Den ersten Treffer erzielte Lukas Adrian Stettner bereits in der 12. Minute, zur Pause stand es 1:0. Noch vor dem Seitenwechsel änderte sich für die Gastgeber aber die Ausgangslage spürbar. Nach einer gelb-roten Karte mussten sie laut ihrem Trainer rund 60 Minuten in Unterzahl auskommen. Gerade deshalb fiel sein Zwischenfazit deutlich aus: „Mit der gelb-roten Karte ist die Partie ein bisschen gekippt. Trotzdem hat man nicht gemerkt, dass wir einen Mann weniger waren.“
Direkt nach dem Wiederbeginn kam Ebensee zurück. Manuel Schmidl stellte in der 48. Minute auf 1:1, wobei Wesenauer dem Ausgleich einen Fehler seiner Mannschaft vorausgehen sah. „Der Ausgleich ist durch einen Eigenfehler entstanden, der zum Elfmeter geführt hat“, erklärte der Trainer. Dass die Partie danach in Richtung Gäste kippte, wollte er aber ausdrücklich nicht gelten lassen. Im Gegenteil: Gerade in der zweiten Hälfte sah er sein Team trotz Unterzahl weiter am Drücker. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit eigentlich ein Chancenplus und verschießen am Ende noch einen Elfmeter, wo wir den Matchball gehabt hätten“, sagte Wesenauer. Genau dort lag für ihn auch der Grund, warum sich das Remis am Ende nicht wie ein gewonnener Punkt, sondern wie ein verpasster Sieg anfühlte.
Umso mehr stellte Wesenauer nach dem Schlusspfiff die Leistung seiner Mannschaft in den Vordergrund. Er sprach von einem guten Fußballspiel beider Teams, legte den Schwerpunkt aber klar auf den Auftritt seiner Elf. „Einsatz, Wille, aber auch im Ballbesitz haben wir sehr gute Positionen besetzt und sehr schöne Ballstafetten gehabt“, sagte er. Auch den Gegner schätzte der Trainer stark ein: „Ebensee ist eine gute Mannschaft, gespickt mit guten Spielern.“ Trotzdem blieb seine Einordnung eindeutig: „Gestern war meine Mannschaft die aktivere und spielbestimmendere.“ Der Knackpunkt sei letztlich die Chancenverwertung gewesen. „Es hat die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt“, meinte Wesenauer und fügte an, dass er überzeugt sei, diese Dinge „in den nächsten Wochen in den Griff“ zu bekommen.
Ein Thema, das Wesenauer zumindest kurz ansprach, war zudem die Szene rund um die gelb-rote Karte. Ohne lange darüber zu reden, formulierte er seine Sicht dennoch klar: „Wenn einer Mannschaft ein Vorteil zugesprochen bekommt, sollte daraus nie ein Nachteil oder schlussendlich eine gelb-rote Karte herauskommen.“ Viel stärker als diese Diskussion wog für ihn allerdings die Erkenntnis aus dem Spiel selbst. Die Union Zell habe über weite Strecken mutig, sauber und mit hohem Aufwand gespielt, sich dafür aber nicht belohnt. Oder, wie es der Trainer selbst zusammenfasste: „Es fühlt sich am Ende nach zwei verlorenen Punkten an. Mit der spielerischen Leistung und mit dem Einsatz meiner Mannschaft bin ich aber sehr zufrieden.“ Nach drei Runden steht Zell/Moos damit bei fünf Punkten.