Spielberichte

„Das 1:0 in der 45. Minute war schon sehr bitter“ – Zell am Moos verliert nach spätem 2:2 noch 2:3

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Union Zell/Moos
SPG ATSV Zipf/UVB

In der 1. Klasse Süd hat Union Raiffeisen Zell am Moos gegen SPG ATSV Zipf/UVB trotz später Aufholjagd mit 2:3 verloren. Trainer Alexander Wesenauer sprach nach dem Schlusspfiff von einem „maximal bitteren Ausgang“ und sah vor allem das 0:1 kurz vor der Pause als schweren Rückschlag. Trotzdem nahm er aus dem Spiel auch mit, dass seine Mannschaft über weite Strecken ihre Idee auf den Platz brachte.

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Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay

Bitterer Rückschlag vor der Pause, dann die Antwort in der Schlussphase

Für Zell am Moos war es eine Partie, in der sich der Spielverlauf aus Sicht des Trainers besonders hart anfühlte. Entscheidend wurde für ihn schon der Moment unmittelbar vor dem Seitenwechsel. „Das 1:0 in der 45. Minute war schon sehr bitter“, sagte Wesenauer über den Treffer von Antonio Antunovic, mit dem die Gäste mit einer 1:0-Führung in die Pause gingen. Nach dem Wechsel sah der Trainer seine Mannschaft dann verbessert. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit mehr Ballbesitz und waren eigentlich näher am Ausgleich dran“, erklärte er. Statt des 1:1 fiel aber in Minute 70 das 0:2 durch Christian Brandl. Zell am Moos steckte das jedoch nicht weg, sondern arbeitete sich zurück ins Spiel. Johannes Schwöller verkürzte auf 1:2, und in der 93. Minute belohnte sich die Heimelf durch Lukas Adrian Stettner tatsächlich noch mit dem 2:2.


Zipf war kompakt, robust und machte im letzten Drittel wenig auf

Wesenauer erklärte die Niederlage aber nicht nur mit den Gegentoren, sondern auch mit der Qualität des Gegners. „Zipf war eine sehr gute Mannschaft, sehr kompakt“, sagte er und verwies darauf, dass beim Gegner einige Spieler dabei seien, „die schon höher gespielt haben“. Genau das habe man in vielen Phasen gemerkt. Vor allem im letzten Drittel sei es für seine Mannschaft schwer gewesen, zu klaren Abschlüssen und sauberen Angriffen zu kommen. „Sie haben es uns sehr schwer gemacht, zu Torchancen zu kommen oder Torchancen zu kreieren“, meinte der Trainer. Besonders die beiden Innenverteidiger, die letzte Reihe insgesamt und auch die beiden Sechser hob er hervor. Für Wesenauer war Zipf „eine sehr kompakte, sehr robuste, sehr disziplinierte Mannschaft“. Gleichzeitig benannte er auch das Thema, das seine eigene Elf im Moment noch begleitet: „Uns fehlt aktuell die Durchschlagskraft oder die letzte Entschlossenheit, unsere Angriffe fertig zu spielen.“

Ein spätes Eigentor entscheidet, trotzdem sieht Wesenauer seine Mannschaft auf gutem Weg

Gerade deshalb schmerzte das Ende aus Sicht der Heimischen umso mehr. Nach dem Ausgleich in der 93. Minute war der Punkt schon zum Greifen nahe, doch in der Nachspielzeit fiel nach einem von Wesenauer als „sehr fragwürdig“ bezeichneten Freistoß noch das 2:3. Als Eigentor wurde die Szene Daniel Ensinger zugeschrieben. Den jungen Schiedsrichter selbst wollte der Trainer für die Niederlage aber nicht verantwortlich machen. „Ich finde, er hat es sehr gut gemacht“, sagte Wesenauer, auch wenn er die Unterstützung durch die Linienrichter nicht in jeder Situation gleich beurteilte. Trotz der Niederlage hob er mehrere positive Dinge hervor. „Prinzipiell bin ich mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden“, sagte der Coach. Er sprach von mehr Ballbesitz, von mehr Torchancen und davon, dass die Spielidee seiner Mannschaft wieder klar zu sehen gewesen sei. Auch deshalb fiel sein Ausblick trotz des bitteren Endes nicht negativ aus: „Wir sind auf einem sehr guten Weg, spielerisch wie körperlich. Wir haben über 90 Minuten alles versucht und gekämpft.“

1. Klasse Süd: Zell/Moos : SPG ATSV Zipf/UVB - 2:3 (0:1)

  • 96
    Eigentor durch Daniel Ensinger 2:3
  • 93
    Lukas Adrian Stettner 2:2
  • 77
    Johannes Schwöller 1:2
  • 70
    Christian Brandl 0:2
  • 45
    Antonio Antunovic 0:1