In der 1. Klasse Süd hat die SPG Zipf/UVB gegen den FC Altmünster trotz langer guter Phase 2:3 verloren. Nach dem 1:1 zur Pause brachte Rafael Kurtulmus den Bezirksliga-Absteiger in Minute 80 wieder in Führung, ehe zwei Gegentore binnen fünf Minuten alles drehten. Sportchef Thomas Bischof sah seine Elf „80 Minuten die klar bessere Mannschaft“, kritisierte aber das späte Verteidigen deutlich.

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Der Start sprach zunächst für Zipf/UVB. Christian Brandl brachte die Heimelf schon in der 2. Minute in Führung, doch der Aufsteiger und Tabellenführer hatte mit Mateo Mecir in der 8. Minute die schnelle Antwort parat. Danach blieb es bis zur Pause beim 1:1, und auch nach dem Seitenwechsel fiel lange kein weiterer Treffer. Aus Sicht von Thomas Bischof hatte seine Mannschaft in dieser Phase trotzdem mehr vom Spiel. „Die Spieler haben sich um ihre Früchte gebracht, weil wir 80 Minuten die klar bessere Mannschaft gewesen sind“, sagte der sportliche Leiter. Selbst in dieser Phase habe sein Team laut Bischof nicht den Faden verloren, umso größer war später der Ärger über das Endergebnis.
Als Rafael Kurtulmus in der 80. Minute das 2:1 erzielte, schien die Partie in die Richtung der Gastgeber zu laufen. Stattdessen kippte sie in kürzester Zeit. Roland Gajdo traf in der 82. Minute zum 2:2 und legte nur drei Minuten später auch das 2:3 nach. Für Bischof lag genau in dieser Phase der Knackpunkt. „Besonders bitter war das 2:2, weil davor in meinen Augen ein Torwartfehler war. Das darf bei einem Querpass einfach nicht passieren“, sagte er. Noch deutlicher wurde er beim dritten Gegentreffer: „Beim 3:2 waren wir fünf gegen eins. Vier haben zugeschaut und einer hat verteidigt. So darf ich nicht verteidigen.“ Damit war aus Sicht der Zipfer binnen weniger Augenblicke eine Führung verloren, die sie kurz davor noch mühsam erarbeitet hatten.
Der Hauptvorwurf des sportlichen Leiters richtete sich deshalb weniger gegen die ersten 80 Minuten als gegen den Umgang mit der eigenen Führung. „Wenn man 80 Minuten das Spiel kontrolliert, dann darf ich das nicht verlieren. Ein Spiel dauert 90 Minuten, da muss man sich auch 90 Minuten konzentrieren“, sagte Bischof. Gerade weil aus seiner Sicht viel Routine auf dem Platz stand, schmerzte ihn dieser Verlauf besonders. Gleichzeitig wollte er die Leistung nicht komplett schlechtreden. „Das Positive ist, dass die ganze Mannschaft weiß, um was es geht. Der Zusammenhalt ist da, die Trainingsbeteiligung ist da, und man sieht, dass der Trainerstab schon etwas bewirkt“, hielt er fest. Für ihn sind es derzeit immer wieder diese kurzen Phasen von fünf bis fünfzehn Minuten, in denen sich seine Mannschaft selbst um Punkte bringt.
Auch für den Gegner fand Bischof klare Worte. Der FC Altmünster sei „ein Gegner, den man eigentlich auch schlagen kann“, habe aber derzeit eben einen Lauf. Der Tabellenführer steht nach sechs Runden bei sechs Siegen, und genau dieses Selbstverständnis sprach Bischof den Gästen auch nach dem Schlusspfiff zu. „Sie laufen bis zur 90. Minute, sie geben nicht auf, auch wenn sie in Rückstand geraten. Im Endeffekt haben sie verdient gewonnen, weil sie einfach nicht aufgegeben haben“, sagte er. Das Spiel selbst empfand er als fair, auch mit der Leistung von Schiedsrichter Bobaj war er einverstanden. Bei der SPG Zipf/UVB richtet sich der Blick nun auf das Derby gegen Neukirchen/V.-Puchkirchen. Dort wollen die Zipfer das liegen gelassene Spiel so schnell wie möglich abhaken und die verlorenen Punkte wieder hereinholen.