In der 1. Klasse Süd hat Union Gampern beim 2:2 gegen Union Raiffeisen Zell am Moos zwar den ersten Punkt der Saison eingefahren, zufrieden war Trainer Günther Pfarl nach dem Schlusspfiff aber nur bedingt. „Im Grunde hätten wir gewinnen müssen“, sagte der neue Gampern-Coach nach einer Partie, in der seine Mannschaft lange auf Siegkurs lag und erst ganz spät noch den Ausgleich hinnahm.

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Pfarl hatte seine Mannschaft erst seit wenigen Tagen übernommen, und genau das gefiel ihm nach dem Spiel besonders. „Sie haben gekämpft, gebissen, waren in den Zweikämpfen richtig stark und haben in der ersten Halbzeit eigentlich nichts zugelassen“, sagte der Trainer. Gampern stand hoch, spielte aggressiv und überraschte damit nach seiner Einschätzung auch den Gegner. Nach 26 Minuten brachte Dominik Moshammer die Hausherren verdient in Führung. Pfarl sprach von einer „guten Kombination von hinten raus“, die über die Seite und durch die Mitte sauber zu Ende gespielt worden sei. Dass es dennoch mit einem 1:1 in die Pause ging, wurmte den Coach sichtlich. In der 43. Minute glich Lukas Adrian Stettner für Zell am Moos aus, nachdem Gampern laut Pfarl einen Fehler in der eigenen Defensive gemacht hatte. „In der ersten Halbzeit waren wir klar besser“, betonte der Trainer, der gerade deshalb mit dem Gegentor kurz vor dem Seitenwechsel wenig Freude hatte.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ausgeglichener. Pfarl schilderte es offen: „Die zweite Halbzeit war ausgeglichen. Zell am Moos hat Chancen gehabt, wir haben Chancen gehabt.“ Trotzdem schaffte es Gampern noch einmal, die Partie auf seine Seite zu ziehen. In der 66. Minute stellte David Samuel Durchner auf 2:1, wieder nach einem Spielzug, mit dem sein Trainer sehr zufrieden war. „Da hat man gesehen, dass die Mannschaft wirklich will und Gas gibt“, meinte Pfarl. Schwer wurde es aus seiner Sicht ab der 75. Minute, als der Druck der Gäste zunahm. In der Schlussphase stemmten sich die Gastgeber weiter gegen den späten Druck, brachten den Vorsprung aber nicht über die Zeit. In der Nachspielzeit traf Patrick Herbert Lehner nach einem Eckball zum 2:2. Gerade dieses Gegentor tat weh, weil Gampern dem ersten Sieg der Saison schon sehr nahe gewesen war.
Trotz der verpassten drei Punkte überwog bei Pfarl nicht der Vorwurf, sondern der Stolz auf seine Mannschaft. „Eigentlich hat fast alles gut geklappt“, sagte er, und legte nach: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, was sie heute geleistet hat.“ Besonders wichtig war ihm, dass vieles von dem zu sehen war, was in seinen ersten drei Trainingseinheiten angesprochen worden war. „Sie haben das umgesetzt, was wir die Woche trainiert haben. Achtzig Prozent vom Training haben wir jetzt schon umgesetzt“, erklärte der Coach. Auch den Auftritt des Schiedsrichters beurteilte er klar positiv: „Der Schiedsrichter war top.“ Die beiden möglichen Strafraumszenen, von denen Pfarl eine für jede Seite gesehen hatte, wollte er deshalb nicht groß aufmachen. Viel entscheidender war für ihn, dass sich Gampern nach bisher null Punkten endlich angeschrieben hat. „Der Punkt ist der Punkt und da sind wir froh darüber“, sagte Pfarl, machte aber zugleich klar, dass dieser Zähler nur ein erster kleiner Schritt sein soll. In den kommenden Wochen gehe es nun darum, weiterzuarbeiten und weitere Punkte für den Klassenerhalt zu holen.