In der 1. Klasse Süd trennten sich die Union Raiffeisen Zell/Moos und die Sportunion Neukirchen/Vöckla-Puchkirchen torlos. Für Trainer Alexander Wesenauer war das Ergebnis unter dem Strich gerecht, auch wenn auf beiden Seiten die eine Szene zum Sieg möglich gewesen wäre. „Wer in diesem Spiel das 1:0 geschossen hätte, wäre als Sieger vom Platz gegangen“, sagte er nach einer intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Partie.
Es war ein Spiel, das von Beginn an eng blieb und in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Wesenauer sprach von einem „sehr intensiven Spiel von beiden Seiten“, und genau diesen Eindruck hinterließ die Partie auch über die gesamten 90 Minuten. Beide Teams arbeiteten sauber gegen den Ball, schenkten sich wenig Raum und ließen deshalb nur wenige wirklich klare Möglichkeiten zu. Schon zur Pause stand es 0:0, weil viel Einsatz auf dem Platz war, aber keiner Mannschaft der entscheidende Treffer gelang. Nach dem Seitenwechsel hatte Zell am Moos dann in der 54. Minute durch Samuel Schwaiger seine große Möglichkeit, doch der Tormann der Gäste reagierte stark. Neukirchen kam ebenfalls zu zwei Top-Chancen, bei denen der Schlussmann der Heimischen stark parierte. Darum blieb es bis zum Ende bei einem torlosen Spiel auf Augenhöhe.
Gerade deshalb hob Wesenauer nach dem Schlusspfiff vor allem die Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball hervor. „Mit der Defensivleistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Einstellung und Mentalität haben wir wieder auf den Platz gebracht“, sagte der Trainer. Gegen eine Mannschaft wie Neukirchen war das für ihn ein ganz wesentlicher Punkt, weil seine Elf konzentriert blieb und über weite Strecken konsequent verteidigte. Gleichzeitig sprach er aber auch klar an, warum aus dem Remis kein Heimsieg wurde. „Im Offensivspiel gibt es einfach noch Luft nach oben“, meinte Wesenauer. Aus seiner Sicht fehlte vor allem „die letzte Entschlossenheit im letzten Drittel“, um die vorhandenen Chancen sauber auszuspielen oder das entscheidende Tor doch noch zu erzwingen. Für ihn lag genau dort der Unterschied zwischen einem ordentlichen Auftritt und einem vollen Erfolg.
Dass Wesenauer mit dem 0:0 gut leben konnte, hatte auch mit der Qualität des Gegners zu tun. „Wir haben gewusst, dass mit der Union Neukirchen eine der besten Mannschaften dieser Liga kommt. Das hat man auch gesehen“, sagte er. Er sprach von einem sehr guten Kollektiv und von einer eingespielten Mannschaft, die vorne mitspielen wolle. Umso positiver ordnete er ein, dass die Union Zell/Moos diesem Gegner „mehr als Paroli“ bieten konnte. Auch die Art der Partie passte aus seiner Sicht: hart geführt, aber fair, ohne größere Aufregung. Den Unparteiischen sah er ebenfalls auf der Höhe des Spiels. „Schiedsrichter Angleitner hatte das Spiel sehr gut im Griff“, sagte Wesenauer. So blieb am Ende nicht nur ein Punkt, sondern auch das Gefühl, gegen ein Spitzenteam gut dagegengehalten zu haben. „Es stimmt mich sehr positiv, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte der Trainer und genau das dürfte Zell/Moos aus dem torlosen Sonntagnachmittag mitnehmen.