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SV Gallneukirchen Juniors: Entwicklung vor Ergebnis, aber der Start macht Lust auf mehr

SV Gallneukirchen Juniors

Dem Auftakt in die neue Saison ist dem SV Gallneukirchen Juniors mit einem 7:1 in Traun eindrucksvoll gelungen, obwohl der Sommer für die junge Mannschaft alles andere als einfach war. In der neuen 2. Klasse 1b tritt die Elf in einer neuen Umgebung an, mit kurzer Vorbereitung, vielen Urlaubern und gleich zwölf Spielern aus der U16. „Wir waren sehr zufrieden mit unserer ersten Saison mit einer 1b-Mannschaft“, sagt Co-Trainer Roland Traxler im Gespräch mit Ligaportal – und beschreibt damit eine Ausgangslage, in der Entwicklung klar vor Tabellenrechnen steht.

Jugendliche Spieler mit Bällen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Gelungener Einstieg nach einer Saison mit Verletzungspech

Rückblickend zieht Traxler ein positives Fazit zum ersten Jahr der Gallneukirchner Juniors. Entscheidend war aus seiner Sicht weniger ein nacktes Ergebnis als die Entwicklung innerhalb der Mannschaft. Vor allem die jungen Spieler hätten in dieser Premieren-Saison spürbare Schritte gemacht. „Positiv war natürlich, dass sich die jungen Spieler sehr gut entwickelt haben“, sagt der Co-Trainer.

Ganz ohne Rückschläge verlief die Spielzeit allerdings nicht. Im ersten Halbjahr wurde die Mannschaft laut Traxler von Verletzungspech begleitet, was die Möglichkeiten immer wieder einschränkte. „Das einzig Negative war das Verletzungspech im ersten Halbjahr, aber das kann man leider nicht beeinflussen.“ Dass die Mannschaft danach dennoch stabil blieb und nun auch den Ligaauftakt klar für sich entschied, spricht für eine intakte Basis.

Ein Sommer, der kaum Zeit zum Einspielen ließ

Die Vorbereitung selbst war heuer eher Improvisation als klassischer Aufbau. Der Grund liegt für Traxler auf der Hand: Die Zeit war knapp, dazu kam der Wechsel in die neue Liga. „Die Vorbereitung im Sommer ist sehr, sehr schwierig aufgrund der sehr kurzen Vorbereitungszeit. Jetzt haben wir noch eine Woche weniger, weil wir in der neuen 1b-Liga spielen“, sagt er. Dazu kamen viele Urlauber und neue Gesichter aus dem eigenen Nachwuchs.

Gerade das macht die Aufgabe bei einer 1b-Mannschaft besonders. Während andere Teams punktuell nachrüsten, muss in Gallneukirchen zunächst die Integration gelingen. Externe Neuzugänge gibt es nicht, stattdessen wurden zwölf Spieler aus der U16 hochgezogen. Traxler formuliert den Auftrag klar: „Unsere Neuzugänge kommen aus dem eigenen Nachwuchs. Diese Spieler versuchen wir jetzt bestmöglich zu integrieren.“

Wenig Abgänge, aber Kapitän hört auf

Im Kader hat sich personell dennoch etwas verändert. Mit Julian Strahberger hat der bisherige Kapitän seine Karriere beendet. Der Innenverteidiger hinterlässt sportlich wie menschlich eine Lücke. Dazu hat Fabian Fischerauer eine Pause eingelegt. Große Umbrüche sind das nicht, aber gerade in einem jungen Team fällt der Verlust von Routine naturgemäß ins Gewicht.

Zusätzlich gibt es eine heikle Personalie bei den Verletzten. Der aktuelle Kapitän Simon Schütz fällt langfristig aus. Ein weiterer Spieler steht nach einer kleineren Verletzung vor der Rückkehr, ein genauer Zeitpunkt ist laut Traxler aber noch offen. Nach den Erfahrungen der Vorsaison ist der Wunsch deshalb schlicht, aber wichtig: möglichst einmal über längere Zeit ohne größere Ausfälle arbeiten zu können.

Neuer Mann im Trainerstab, klares Vereinsziel

Auch im Betreuerteam gab es eine Veränderung. Traxlers bisheriger Trainerkollege Johann Freudenthaler nimmt sich etwas zurück. Neu dazugekommen ist Walter Hochmaier, den Traxler als großen Gewinn für die jungen Spieler sieht. „Wir haben mit Walter Hochmaier einen neuen, erfahrenen Trainer mit Bundesligaerfahrung – als Spieler und sogar als Nationalspieler. Das ist ein Top-Trainer für unsere Jungs. Wir sind sehr froh, dass wir ihn jetzt an Bord haben.“

Bei den Zielen bleibt der Verein seiner Linie treu. Eine Platzierung wurde von oben nicht eingefordert, wichtiger ist die Ausbildung. „Unser klares Ziel ist immer die Entwicklung der Spieler. Wir haben vom Verein keine Vorgaben der Platzierung“, sagt Traxler. Dazu kommt, dass die Stärke der neuen Liga im Moment noch schwer einzuschätzen ist.

Genau deshalb bekommt der starke Auftakt zusätzliches Gewicht. Er ersetzt noch keine Standortbestimmung für die gesamte Saison, zeigt aber, dass die Gallneukirchner trotz schwieriger Vorbereitung sofort konkurrenzfähig sind. Wie rasch die U16-Spieler Anschluss finden und ob das Verletzungspech diesmal ausbleibt, wird mitentscheiden, wie konstant die Juniors auftreten.