In der 2. Klasse 1b hat die DSG Union HABAU Perg 1b das Derby gegen die DSG Union Naarn 1b mit 3:0 gewonnen und sich den Erfolg nach einem zähen Beginn Schritt für Schritt erarbeitet. Trainer Markus Derntl-Saffertmüller sprach von einem klassischen Derby, in dem sein Team erst nach rund 20 Minuten richtig Zugriff bekam. Danach sei das 1:0 der Dosenöffner gewesen, ehe Perg die Partie nach der Pause klar an sich zog.

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Der Start in dieses Derby war aus Sicht der Gastgeber genau so, wie es Markus Derntl Saffertmüller danach beschrieben hat: umkämpft, unrhythmisch und lange ohne viele klare Szenen vor dem Tor. "Die ersten zwanzig Minuten waren viel Kampf und Krampf. Wir waren da nicht gut im Spiel und haben uns schwergetan", sagte der Perg-Trainer. Naarn habe das in dieser Phase "kämpferisch sehr gut gemacht" und Perg zunächst nur schwer in den eigenen Rhythmus kommen lassen. Dazu passte auch, dass die Gäste den Ball überließen und Perg gezwungen war, selbst Lösungen zu finden. Erst nach dieser Anfangsphase kam mehr Ruhe und mehr Zugriff ins Spiel der Hausherren. In der 26. Minute nutzte Perg das dann auch aus: Moritz Füricht traf zum 1:0. Für Derntl Saffertmüller war genau dieses Tor der erste echte Schlüsselmoment in einem Spiel, das bis dahin vor allem von Derbycharakter lebte.
Mit der Führung im Rücken blieb Perg bis zur Pause am Drücker, auch wenn es zunächst beim 1:0 blieb. Der Trainer meinte, seine Mannschaft habe nach dem Führungstreffer "noch richtig Druck gemacht auf das zweite Tor und noch die ein oder andere Chance liegen lassen". Deshalb ging es zwar mit einer knappen Führung in die Halbzeit, aus seiner Sicht aber bereits mit einer klar besseren Spielkontrolle. In der Kabine wurde dann noch einmal gesammelt und nachgeschärft. "Wir haben besprochen, was nicht so gut war und was gut war, und wollten noch mehr Intensität und noch mehr Bereitschaft an den Tag legen", sagte Derntl Saffertmüller. Genau das sei gelungen. Perg kam stark aus der Pause, dominierte das Spiel und legte in der 59. Minute nach, als Matthias Derntl zum 2:0 vollendete. Spätestens da war die Partie laut Trainer "endgültig in unsere Richtung gekippt". Nur sechs Minuten später erhöhte Tobias Lengauer auf 3:0. Der Perg-Coach brachte das Kräfteverhältnis in der zweiten Halbzeit deutlich auf den Punkt: "Wir waren sicher dem 4:0 näher als Naarn dem 1:3."
Dass der Sieg am Ende deutlich ausfiel, führte der Trainer nicht nur auf die Tore, sondern vor allem auf die Art und Weise zurück, wie seine Mannschaft nach schwierigen ersten Minuten reagierte. "Ich bin heute sehr stolz auf die Jungs. Es ist nicht so einfach, wenn man als Favorit in ein Derby geht", sagte Derntl-Saffertmüller. Besonders gefallen habe ihm, dass die Union Perg gegen einen tief stehenden Gegner Lösungen fand und körperlich in einem sehr guten Zustand wirkte. Gerade im zweiten Durchgang sei seine Mannschaft dem Gegner in diesem Bereich klar überlegen gewesen. Gleichzeitig wollte der Trainer den Derbysieg nicht größer machen, als er sein soll. "Wir müssen schauen, dass wir unser Spiel von Minute eins an durchziehen", forderte er mit Blick auf die nächsten Wochen. Auch die Union Naarn bekam von ihm ein ordentliches Zeugnis. Die Gäste hätten es "kämpferisch und von der Einstellung her gut gemacht" und in der Anfangsphase versucht, Perg den Schneid abzukaufen. Ein ruhiges Lob gab es außerdem für den Unparteiischen, dessen Leistung Derntl-Saffertmüller als "sehr souverän" bezeichnete. Unter dem Strich stand damit ein verdienter Derbysieg für Perg, verbunden mit der klaren Erkenntnis des Trainers, dass in der eigenen Leistung trotz des 3:0 noch Luft nach oben steckt.