Spielberichte

„Nach dem 2:2 wussten wir, was in der Mannschaft steckt“ – Viktoria Marchtrenk Juniors drehen Partie spät

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Donau Linz 1b
Viktoria Marchtrenk Juniors

In der 2. Klasse 1b haben die ASKÖ Donau Linz 1b und die SV Viktoria Marchtrenk Juniors am Freitagabend eine Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften geliefert. Die Gäste setzten sich nach 0:1-Pausenrückstand noch mit 4:2 durch. Trainer Pascal Seiler sprach von einer der schwächsten ersten Hälften seiner Mannschaft, sah nach der Pause aber ein anderes Gesicht und vor allem Geduld, frische Kräfte von der Bank und den Treffer zum 3:2 als Schlüssel für die Wende.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Schwacher Beginn und verdiente Donau-Führung

Zunächst sah es für die Juniors überhaupt nicht nach einem erfolgreichen Auswärtsabend aus. Seiler machte aus dem Auftritt vor der Pause keinen Hehl und wurde nach dem Spiel sehr deutlich. „Die erste Halbzeit war eine der schlechtesten der Saison von uns“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht gerieten die Gäste in Rückstand, während Donau deutlich besser in der Partie war. „Donau war griffiger im Spiel, die Pausenführung war verdient“, brachte es Seiler auf den Punkt. Auf dem Spielbericht stand in Minute 37 das 1:0 durch Arlind Neziri, und genau dieser Zwischenstand spiegelte auch die Einschätzung des Viktoria-Coachs wider. Seine Mannschaft bekam zu wenig Zugriff, war ohne Ball zu wenig in Bewegung und ließ in vielen Situationen die nötige Härte gegen den Ball vermissen.


Nach der Pause sofort zurück, aber Donau antwortet noch einmal

Dass die Partie am Ende trotzdem noch kippte, hatte für Seiler viel mit der Reaktion in der Kabine zu tun. „Nach unserer Ansprache war es in der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Bild“, sagte er. Tatsächlich kamen die Marchtrenker sofort mit mehr Energie aus der Pause und glichen in der 50. Minute durch Pascal Rohrhuber zum 1:1 aus. Lange halten konnte dieser Treffer aber nicht, denn nur zwei Minuten später brachte Andreas Imangi Bapitao die Gastgeber wieder mit 2:1 nach vorne. Auch diesen Rückschlag hob Seiler hervor, weil seine Mannschaft diesmal nicht auseinanderfiel. Sie blieb laut ihrem Trainer bemüht, arbeitete weiter an der Wende und fand nach dem neuerlichen Gegentor trotzdem die Ruhe wieder, die ihr vor der Pause noch völlig gefehlt hatte.

Geduld, Bank und starke Schlussphase

Entscheidend war aus Sicht des Trainers dann, dass seine Mannschaft in der Schlussphase klar blieb und nicht hektisch wurde. „Wir sind geduldig geblieben, haben den Ball laufen lassen und wurden belohnt“, sagte Seiler. Den Ausgleich zum 2:2 erzielte erneut Pascal Rohrhuber in der 78. Minute. Wie der Trainer schilderte, ging dem Treffer eine starke Vorbereitung von Tobias Hügl voraus. Mit dem 2:2 war für die Gäste aber noch nicht Schluss, im Gegenteil. „Nach dem 2:2 wussten wir, was in der Mannschaft steckt“, sagte Seiler. In der 85. Minute folgte dann das 3:2, als ein Freistoß von Raffael Mörth bei Daniel Schiroky landete, der zur Führung einköpfte. Nur drei Minuten später legte Mörth selbst nach und stellte mit dem 4:2 den Endstand her. „Der Dosenöffner war das 3:2. Das war die Entscheidung“, meinte Seiler. Dazu kam aus seiner Sicht noch ein weiterer Punkt: „Wenn wir wechseln, werden wir noch einmal stärker.“ Gerade die Spieler von der Bank hätten der Mannschaft neuen Schwung gegeben.

Dritter Sieg in Folge, aber Coach Seiler sieht weiter Arbeit

So blieb am Ende nicht nur ein Auswärtssieg, sondern auch das Gefühl, dass die Viktoria Juniors in dieser Phase viele Spiele auf unterschiedliche Art für sich entscheiden können. Seiler wollte den Erfolg trotzdem nicht nur schönreden. „Wir müssen uns ohne Ball viel mehr bewegen und gegen den Ball härter arbeiten“, sagte er und verwies damit direkt auf jene Punkte, die seiner Mannschaft speziell in der ersten Halbzeit Probleme bereiteten. Gleichzeitig verteilte er auch Lob an den Gegner. Donau sei „eine super Mannschaft“, jung und mutig, und habe laut Seiler bis zum Schluss alles probiert. Unter dem Strich steht für die Juniors nun der dritte Sieg in Folge. Seiler fasste es knapp, aber treffend zusammen: „Wir müssen weiterarbeiten, auch wenn noch viel Potenzial nach oben ist. Aber trotzdem haben wir wieder gewonnen.“ In der Tabelle bleiben die Marchtrenker damit ganz vorne dabei und liegen nach sieben Runden auf Rang zwei.

2. Klasse 1b: Donau 1b : Viktoria Juniors - 2:4 (1:0)

  • 88
    Raffael Mörth 2:4
  • 85
    Daniel Schiroky 2:3
  • 78
    Pascal Rohrhuber 2:2
  • 52
    Andreas Imangi Bapitao 2:1
  • 50
    Pascal Rohrhuber 1:1
  • 37
    Arlind Neziri 1:0