In der 2. Klasse 1b hat die SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors am Freitagabend den SC eMoC Hörsching 1b mit 3:1 besiegt. Für Trainer Moritz Casagrande war es zwar ein verdienter Heimsieg, gleichzeitig aber auch ein Spiel, das seine Mannschaft viel früher hätte entscheiden müssen. Nach dem Ausgleich wurde es noch einmal eng, ehe die SPG in der Schlussphase doch noch davonzog.

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Der Grundtenor von Casagrande war nach dem Schlusspfiff klar: Der Sieg war aus seiner Sicht verdient, nur eben unnötig kompliziert. Schon die erste Halbzeit hatte für ihn gezeigt, in welche Richtung die Partie eigentlich hätte gehen müssen. Jonas Kopececk brachte die Gastgeber in der 18. Minute mit 1:0 in Führung, und mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Genau da setzte der Trainer mit seiner Analyse an. „Es war am Ende ein verdienter Sieg, den wir uns aber selbst schwieriger gemacht haben, als es notwendig gewesen wäre“, sagte Casagrande. Und er wurde noch deutlicher: „Zur Halbzeit führen wir 1:0, müssten aber eigentlich schon deutlich höher vorne sein. Wir vergeben mehrere Großchancen und halten den Gegner dadurch im Spiel.“ Damit war die Linie dieses Abends aus Sicht der SPG schon früh vorgegeben: viel richtig gemacht, aber zu wenig aus den Möglichkeiten herausgeholt.
Dass die versäumte Vorentscheidung noch Folgen haben würde, zeigte sich nach dem Seitenwechsel. Hörsching kam in der 56. Minute durch Sebastian Begicevic zum 1:1 und brachte die Partie damit wieder ganz zurück auf null. In der 67. Minute wurde es für die SPG noch schwieriger, als Tobias Heibl mit Gelb-Rot vom Platz musste. Für Casagrande war aber nicht allein der Ausgleich der heikle Moment, sondern die Phase unmittelbar danach. „Der Knackpunkt war für mich die Phase nach dem 1:1 und der Gelb-Roten Karte. Da hätte das Spiel komplett kippen können, aber genau in dieser Phase haben die Jungs gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen wollen“, sagte der Trainer. Gerade weil die Partie danach völlig offen war, bekam dieser Abschnitt für ihn besonderes Gewicht. „In dieser Phase haben wir den Sieg fast noch mehr gewollt“, meinte Casagrande. Auch über den Gegner verlor er trotz aller Härte der Partie keine abwertenden Worte. Hörsching seien „echte Fighter“ gewesen, die „bis zum Schluss alles reingeworfen haben“.
Weil die Partie nach dem Ausgleich völlig offen war, bekam die Schlussphase umso mehr Bedeutung. In der 85. Minute brachte Samuel Feichtner die SPG wieder mit 2:1 nach vorne, ehe Maximilian Reichl in der 89. Minute den Deckel draufmachte und auf 3:1 stellte. Casagrande hob danach vor allem den Joker hervor. „Mit der Einwechslung von Reichl hatten wir natürlich ein glückliches Händchen. Er kommt rein, bereitet spät das 2:1 vor und macht dann selbst das 3:1“, sagte der Trainer. Für ihn war das nicht nur eine wichtige Personalentscheidung, sondern auch ein Hinweis auf die Breite im Kader. „Das sind genau die Momente, die zeigen, wie wichtig jeder einzelne Spieler im Kader ist. Jeder kann reinkommen, mutig sein und ein Spiel entscheiden.“ Trotz der drei Punkte blieb Casagrande in seiner Bewertung aber nicht beim Lob stehen. „Wir müssen unsere Chancen konsequenter nutzen. Wenn wir zur Halbzeit höher führen, wird das Spiel wahrscheinlich deutlich ruhiger“, sagte er. Dazu komme, dass seine Mannschaft nach individuellen Fehlern stabiler bleiben müsse. Der Sieg stand am Ende, die Lehre aus dem Spiel aber gleich mit: Mentalität war stark, vor allem in Unterzahl, nur hätte sich die SPG diesen Kraftakt bei besserer Chancenverwertung eigentlich ersparen können.