In der 2. Klasse 1b hat sich der ASK St. Valentin 1b beim 1:1-Unentschieden bei den SV Gallneukirchen Juniors einen späten Punkt gesichert. Trainer Andreas Umhaller ärgerte sich nach dem Spiel über die fehlende Chancenverwertung und sprach nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit von einem gerechten Ende des Spiels.
Aus Sicht von Umhaller begann die Partie klar zugunsten seiner Mannschaft. „Wir sind super in das Spiel gekommen, waren spielerisch und läuferisch die bessere Mannschaft von Anfang an“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dazu kam aus seiner Sicht noch ein weiterer Punkt, der ihm im Rückblick wichtig war: „Wir haben das Spiel eigentlich über neunzig Minuten kontrolliert.“ Gerade deshalb saß der Rückstand kurz vor der Pause besonders tief. In der 45. Minute brachte Canberak Kalem die Gallneukirchner mit 1:0 in Führung, obwohl St. Valentin laut Umhaller bis dahin mehr vom Spiel hatte und bereits Chancen auf eine eigene Führung vorgefunden hatte.
Den Gegentreffer erklärte der St.-Valentin-Coach sehr konkret. „Der Rückstand war leider ein Fehler im Mittelfeld, wo wir zu viert auf den Ballführenden draufgegangen sind. Darum haben wir dann in der Offensive auf einen Spieler vergessen“, schilderte Umhaller. Aus dieser Situation sei der Querpass entstanden, ehe ein Spieler aus dem Rückraum zum Abschluss kam und das 1:0 erzielte. Dass seine Mannschaft nach diesem Nackenschlag nicht auseinanderfiel, hob der Trainer ausdrücklich hervor. „Die Moral und die Leidenschaft von der Mannschaft hat gezeigt, dass wir den Rückstand sicher aufholen werden“, sagte er. Nach der Pause blieb St. Valentin am Drücker, arbeitete sich laut Umhaller mehrere Möglichkeiten heraus und drängte immer stärker auf den Ausgleich.
Belohnt wurde dieser Aufwand erst ganz am Ende. In der Nachspielzeit bekam der ASK St. Valentin noch einen Freistoß zugesprochen, den Thomas Wörndl zum 1:1 verwertete. Umhaller sprach von einer „Drangphase am Schluss“, in der seine Mannschaft noch einmal alles investierte und sich den Punkt holte. Ganz zufrieden war er mit dem Ergebnis trotzdem nicht, weil für ihn sogar mehr möglich gewesen wäre. „Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat gefehlt“, sagte er offen. „Wenn wir mit Gallneukirchen ganz vorne mitspielen wollen, dann müssen wir solche Chancen nutzen.“ Gleichzeitig stellte der Trainer auch klar, warum er mit dem Gegner trotz aller Enttäuschung respektvoll umging. „Der SV Gallneukirchen ist eine wirklich gute Mannschaft“, meinte Umhaller. Es habe dort „mit Aoah Alexander zehn einen sehr guten Spieler“ gegeben. Besonders den Abwehrchef der Heimischen strich der Trainer heraus, weil dieser seiner Mannschaft einiges abverlangt habe. Dass die Juniors nicht zufällig ganz vorne in der Tabelle stehen, war für ihn daher keine Überraschung. Diskussionsstoff rund um die Spielleitung wollte er ebenfalls keinen aufmachen, im Gegenteil: „Schiedsrichter Mühleder hat eine Topleistung gebracht, hat viel mit den Spielern geredet und war wirklich hervorragend.“ Für St. Valentin bleibt damit ein Punkt, der spät gesichert wurde, nach dem Spielverlauf aus Sicht des Trainers aber trotzdem Lust auf mehr macht.