In der 2. Klasse 1b hat ASK St. Valentin 1b das Topspiel gegen DSG Union HABAU Perg 1b mit 1:3 verloren. Für Perg war es laut Trainer Markus Derntl Saffertmüller genau die Partie, die zu erwarten war: intensiv, schnell und über weite Strecken hart umkämpft. Nach dem 1:1 zur Pause legten die Gäste aber spürbar zu und entschieden das Duell Erster gegen Zweiter mit viel Einsatz und einer starken zweiten Hälfte.

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Dass dieses Spiel kein gewöhnlicher Freitagabend in der Liga werden würde, hatte Derntl Saffertmüller seiner Mannschaft schon vor dem Anpfiff mitgegeben. „Was Schöneres gibt es nicht. Erster gegen Zweiter“, sagte der Perg-Coach rückblickend und stellte zugleich klar, worauf es auf diesem Platz ankommen würde. Genau so entwickelte sich die Partie dann auch. Perg war in den ersten 25 Minuten sehr gut im Spiel, wie der Trainer erklärte, und belohnte sich in der 26. Minute mit dem 0:1 durch Matthias Derntl. Der Gäste-Coach sprach davon, dass sein Torschütze „das Nässchen im Strafraum gehabt hat, wo der Ball hinkommt, und trocken eingeschossen hat“. Lange hielt die Führung allerdings nicht, denn nur fünf Minuten später glich Ramo Softic für St. Valentin zum 1:1 aus. Gerade dieses Gegentor missfiel dem Trainer, weil es aus seiner Sicht zu einfach fiel: „Ein einfacher hoher Ball über die Abwehr, den wir nicht gut ablaufen.“ Danach hatte St. Valentin laut seiner Einschätzung rund zehn Minuten die bessere Phase, ehe sich Perg noch vor der Pause wieder fing und mit dem 1:1 zur Halbzeit leben konnte.
Der entscheidende Umschwung kam für den Perg-Trainer nach dem Seitenwechsel nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt. Seine Mannschaft sei gut aus der Pause gekommen und habe gewusst, „dass wir unsere Chancen bekommen werden, wenn wir unser Spiel durchziehen, wenn wir weiter aggressiv bleiben“. Spätestens ab der 60. Minute sah er seine Elf dann klar im Vorteil. Das 1:2 in der 64. Minute war für ihn der Moment, der die Partie endgültig in die gewünschte Richtung drehte. Er beschrieb den Treffer als „schöne Kombination über die linke Seite“, bei der Sebastian Haider die Flanke brachte und Matthias Derntl „in Torjägermanier eingeköpft hat“. Perg zog sich danach nicht zurück, sondern blieb aktiv. „Wir haben den Gegner nicht mehr zurückkommen lassen, haben unser Spiel weiter durchgezogen, haben uns nicht zurückgezogen, sondern weiterhin nach vorne verteidigt“, sagte Derntl Saffertmüller. In der 78. Minute machte Moritz Füricht mit dem 1:3 nach einer Einzelaktion alles klar. Der Trainer sah seine Mannschaft danach weiter am Drücker und brachte es mit einer klaren Einschätzung auf den Punkt: „Wir waren wahrscheinlich dem 4:1 sogar näher als dem 2:3.“
Der Perg-Coach machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, worauf er diesen Sieg vor allem zurückführt. „Heute ging es um Einsatzwille, Zweikämpfe, Aggressivität“, sagte er und erklärte damit auch, warum spielerische Feinheiten diesmal nicht im Mittelpunkt standen. Wegen der schwierigen Platzbedingungen sei es nicht darum gegangen, „über schöne Kombinationen“ zum Erfolg zu kommen. Viel wichtiger sei gewesen, dass die Mannschaft geschlossen auftritt, viel läuft und in den direkten Duellen dagegenhält. Genau das habe seine Elf geliefert. „Die Jungs haben heute alles am Platz gelassen. Einstellung, Laufbereitschaft, Einsatzwille, heute alles vorhanden“, sagte er. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt trotzdem nicht stehen lassen. Vor allem mit Rückschlägen müsse seine Mannschaft noch besser umgehen. Nach dem 1:1 habe es eben jene Phase gegeben, in der St. Valentin kurz Oberwasser hatte. Ansonsten hatte der Trainer aber „nicht viel auszusetzen“. Auch für den Gegner fand er deutliche Worte. St. Valentin sei „sicher ein Top-Team in dieser Liga“ und habe mit schnellen, quirligen Spielern und einem routinierten Akteur aus der OÖ-Liga eine gute Qualität auf den Platz gebracht. Umso höher schätzte er den eigenen Sieg ein. Selbst die Spielleitung bekam ein klares Lob: „Keine einzige strittige Szene. Topleistung vom Schiedsrichter.“
Für Perg ist dieser Erfolg mehr als nur ein weiterer Dreier, weil er genau unter den Bedingungen zustande kam, die im Spitzenspiel zählen. Der Trainer sprach mehrfach davon, dass seine Mannschaft den Matchplan sauber umgesetzt habe. Gerade das wertete er hoch, weil seine Mannschaft heute auch Ausfälle zu verkraften hatte. Der 3:1-Auswärtssieg bei einem direkten Konkurrenten unterstreicht damit die starke Position der Perger an der Spitze und zeigt zugleich, worauf es in den nächsten Wochen ankommen wird. Wenn Perg diese Mischung aus Intensität, Laufbereitschaft und Konsequenz wieder auf den Platz bringt, wird es für viele Gegner schwer. Derntl Saffertmüller formulierte das zum Abschluss bodenständig, aber deutlich: „Da können die Jungs heute stolz auf sich sein.“