In der 2. Klasse 1b hat ASKÖ Donau Linz 1b gegen SK St. Magdalena 1b 1:1 gespielt. Nach dem frühen Rückstand lief St. Magdalena lange einem 0:1 hinterher, kam aber kurz vor Schluss noch zum verdienten Ausgleich. Trainer Sascha Köglberger sprach von einem Spiel „auf sehr hohem Niveau“ und sah seine Mannschaft trotz Unterzahl über weite Strecken, vor allem in der zweiten Halbzeit, als das aktivere Team.

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Für St. Magdalena begann der Abend alles andere als ideal. Donau ging bereits in der 9. Minute durch Marcel Pawlik mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch mit in die Pause. Gerade dieser frühe Treffer machte die Aufgabe für die Gäste schwer, weil sie von Anfang an einem Rückstand nachlaufen mussten. Köglberger wollte den Blick nach dem Schlusspfiff aber nicht nur auf das Ergebnis richten, sondern auf die Art der Partie. „Ich glaube, dass es grundsätzlich ein Spiel auf sehr hohem Niveau war von beiden Teams“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht war es eine Begegnung, in der beide Mannschaften viel investierten, in der St. Magdalena aber in Summe die besseren Möglichkeiten vorfand. Dass der Ausgleich dann erst in der 89. Minute fiel, änderte für ihn nichts an der Einordnung. Konstantin Schwab erzielte das 1:1 spät, aber aus Sicht des Trainers eben nicht glücklich, sondern folgerichtig.
Besonders hob Köglberger hervor, wie seine Mannschaft nach dem Platzverweis reagierte. Ohne die Szene zeitlich näher einzuordnen, machte er klar, dass die Rote Karte gegen Amil Hodzic in der 72. Minute das Spiel zwar noch einmal öffnete, seine Elf aber trotzdem nicht den Faden verlor. „Trotz der Roten Karte haben wir weiter für Offensivgefahr sorgen können, und der Ausgleich war hochverdient“, sagte er. Noch deutlicher wurde er bei der Bewertung der zweiten Hälfte: „Wir waren überlegen, und durch die Rote Karte ist das Spiel wieder offener geworden, ohne dass der Gegner ganz große Gefahr entwickelt hat.“ Gerade dieser Teil der Analyse erklärt, warum sich das Remis für die Gäste nicht wie ein Zufall anfühlte. St. Magdalena musste zwar in Unterzahl bestehen, hielt die Partie aber laut Trainer nicht nur offen, sondern blieb auch offensiv präsent. Dass Schwab am Ende noch traf, passte damit genau zu dem Bild, das Köglberger von dieser Schlussphase zeichnete.
Dass aus Sicht von St. Magdalena trotzdem nicht mehr als ein Punkt heraussprang, führte Köglberger vor allem auf zwei Dinge zurück: auf den frühen Gegentreffer und auf einen starken Schlussmann der Gastgeber. „Rein von den großen Torchancen über das ganze Spiel gesehen hätten wir das Spiel eigentlich gewinnen sollen“, meinte er offen. Gleichzeitig wollte er seiner Mannschaft bei der Chancenverwertung keinen Vorwurf machen. „Ich würde nicht sagen, dass wir schlecht vor dem Tor waren, aber der gegnerische Torwart hat uns phasenweise ein bisschen zur Verzweiflung gebracht“, sagte Köglberger. Für ihn war der Donau-Keeper sogar „wahrscheinlich Man of the Match für Donau“. Genau diese Einschätzung zeigt, wie der Trainer das 1:1 liest: St. Magdalena hat sich Chancen erarbeitet, war nach vorne gefährlich und blieb selbst in schwieriger Lage dran, wurde aber von einem starken Tormann und der eigenen fehlenden Belohnung lange ausgebremst.
Neben dem späten Ausgleich und der Unterzahl war dem Trainer noch ein weiterer Punkt wichtig: die Anerkennung für den Gegner und für die eigene mannschaftliche Leistung. Köglberger hatte Donau vor dem Spiel tiefer in der Tabelle gesehen, betonte nach den 90 Minuten aber ausdrücklich, dass davon auf dem Platz wenig zu merken gewesen sei. „Der Gegner war stärker als gedacht. Wenn er so wie gegen uns performt, wird er nicht mehr so lange im unteren Tabellendrittel bleiben“, sagte er. Gleichzeitig lobte er seine Elf für das, was in den vergangenen Wochen schon öfter zu sehen gewesen sei. „Es war wieder eine geschlossene Teamleistung. Gegen den Ball waren wir aggressiv und als Mannschaft geschlossen, und nach vorne haben wir gemeinsam Lösungen gesucht“, erklärte er. Einen klaren Kritikpunkt nannte er aber trotzdem: „Beim 1:0 waren wir unaufmerksam, und das sollte in der Form nicht passieren.“ Auch den Unparteiischen beurteilte er positiv und sprach sogar von der besten Schiedsrichterleistung, die er in dieser Saison bei Spielen seiner Mannschaft gesehen habe. So blieb am Ende ein Remis, das für St. Magdalena zwei Seiten hatte: Weil die besseren Chancen da waren, wäre mehr möglich gewesen. Weil der Ausgleich spät kam und unter schwierigen Umständen fiel, war der Punkt dennoch einer, den sich die Gäste sichtbar erarbeitet haben.