Mit einem souveränen 4:1 gegen Union Linseder Hofkirchen an der Trattnach in der 2. Klasse Mitte-West setzte der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg ein deutliches Ausrufezeichen. Trainer Michael Kinberger ordnete den Auftritt klar ein: „Der Sieg in dieser Höhe ist komplett in Ordnung und verdient. Wir haben einige Chancen liegen lassen und bis auf den Gegentreffer kaum etwas zugelassen.“ Er betonte Ballbesitz, Spielkontrolle und sauberes Passspiel, während Hofkirchen meist tief stand und über lange Bälle kam. Getrübt wird die Freude von Personalsorgen: Zwei bis drei Spieler fehlen verletzt, einer fällt das gesamte Frühjahr nach einer Kieferoperation aus; bei einem Stürmer und einem Verteidiger ist der Rückkehrzeitpunkt offen.

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Die Weichen stellte der ATSV unmittelbar nach der Pause. Zunächst hatte Clemens Söser in der 37. Minute auf 1:0 gestellt. Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte Deniz Odabas in Minute 47 auf 2:0, nur drei Minuten später legte Fabian Kneidinger in Minute 50 das 3:0 nach. In der 65. Minute verkürzte Jakob Berndorfer auf 3:1, ehe Odabas in Minute 90 mit dem 4:1 den Deckel draufmachte. Zur Pause hatte es 1:0 gestanden – die schnellen Treffer nach Wiederbeginn gaben den entscheidenden Push.
„Wir waren die spielbestimmende Mannschaft und hatten über weite Strecken mehr Ballbesitz“, erklärte Kinberger. „Hofkirchen hat sich stark aufs Verteidigen konzentriert und vor allem mit langen Bällen operiert.“ Beeindruckt zeigte er sich vom Schlussmann der Gäste: „Der beste Mann bei Hofkirchen war eindeutig ihr Tormann. Er hat viele gute Bälle entschärft und uns das eine oder andere Mal zum Verzweifeln gebracht.“ Mehr ließ seine Elf dennoch nicht zu und behielt das Geschehen unter Kontrolle.
Individuelle Auszeichnungen lehnte Kinberger ab und stellte das Kollektiv in den Mittelpunkt: „Es gab keinen einzelnen Spieler, der herausstach – entscheidend war die mannschaftliche Geschlossenheit.“ Zudem lobte er die Umsetzung der taktischen Vorgaben: „Vor allem das Passspiel war wirklich gut, über unsere Kombinationen sind wir immer wieder gefährlich in den Strafraum gekommen und haben uns viele Chancen erarbeitet.“
Die Verletztenlage bleibt jedoch ein Thema: „Momentan sind zwei bis drei Spieler verletzt; einer fällt das ganze Frühjahr nach einer Kieferoperation aus. Beim Stürmer und beim Verteidiger müssen wir abwarten, wann sie zurückkehren.“