Spielberichte

Christoph Weidenholzer (SPG Taufkirchen/Michaelnbach): „Extrem wichtig für den Kopf“ – 5:0 gegen Kohlgrube

Taufkirchen/Michaelnbach
ATSV Kohlgrube/W.

Für Christoph Weidenholzer, Trainer von SPG Taufkirchen/Michaelnbach, war der Auftritt gegen ATSV Kohlgrube/Wolfsegg in der 2. Klasse Mitte-West vor allem ein mentaler Befreiungsschlag. „Das war extrem wichtig für den Kopf – der 5:0-Sieg. Da möchten wir einfach weitermachen.“ Inhaltlich ordnet er den Abend geerdet ein: Der Matchplan sei umgesetzt worden – „Das war in Ordnung. Das hat gepasst. Das, was wir gesagt haben, haben wir gemacht.“ – und zugleich anerkennt er die Anteile des Gegners: „Es war ausgeglichen, aber vielleicht 60:40 für Kohlgrube.“ Früh stellte sein Team die Weichen, danach blieb es lange zäh und zweikampfintensiv, ehe Standards und Effizienz die Richtung endgültig vorgaben. Die Stimmung: gelöst, aber ohne Übermut, mit der klaren Absicht, an den gezeigten Basics festzuhalten.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Blitzstart als Türöffner

Der frühe Wirkungstreffer prägte den Spielcharakter. In der 1. Minute stellte Niclas Zobl auf 1:0 – ein Moment, den Weidenholzer präzise nachzeichnet: „Wir haben in der ersten Minute nach einem Pressschlag und hohem Ball durch Niclas Zobl vollendet.“ Der Start gab Sicherheit und ein klares Raster vor, an dem sich die Hausherren orientieren konnten. Gleichzeitig blieb Weidenholzer bei seiner Bewertung nüchtern: Der Auftakt erleichterte vieles, entschied aber noch nichts. Diese Mischung aus frühem Punch und kontrollierter Reaktion zog sich durch die erste Hälfte, in der Zielstrebigkeit und Geduld wichtiger waren als Spektakel.

Mehr Spielanteile für Kohlgrube, Duelle auf Augenhöhe

Weidenholzer sparte nicht mit Anerkennung für den Gegner und wählte eine klare Einordnung: „Kohlgrube hatte mehr vom Spiel. In der ersten Halbzeit war es eher chancenarm.“ Sein Eindruck zum Ballbesitz bleibt differenziert, ohne zu relativieren: „Es war ausgeglichen, aber vielleicht 60:40 für Kohlgrube.“ Im physischen und mentalen Bereich sah er keinen Bruch in den Duellen: „Es war auf Augenhöhe.“

Genau diese Konstellation – Gegner mit mehr Kontrolle, aber weitgehend neutralisierte Gefahrenlage – erklärte das lange enge Gefühl der Partie, obwohl die Anzeigetafel früh sprach. Der Schlüssel lag weniger in Dominanzphasen als in Stabilität, Disziplin und dem konsequenten Abrufen des vereinbarten Plans.

Standards, Stabilität und Signalwirkung

Den Ausschlag gaben am Ende Details und Wiederholbarkeit – vor allem bei ruhenden Bällen. „Ja, Eckbälle haben wir wieder gut geschossen, und das 4:0 fiel nach einem Eckball.“ Aus den Standards und der klaren Zuordnung entstanden jene Szenen, die die Begegnung entschieden. Nermin Dzinic traf dreimal, David Glaser besorgte das 3:0 – eine effiziente Produktion, die den Rahmen der Leistung widerspiegelte. Spät sah Lukas Krempin Gelb-Rot, am Gesamtbild des Abends änderte das nichts mehr. Zentrale Botschaft des Trainers bleibt die innere Festigung: „Das war in Ordnung. Das hat gepasst. Das, was wir gesagt haben, haben wir gemacht.“

Der 5:0-Abend wird intern nicht überhöht, aber als wichtiger Marker verstanden – ein Ergebnis, das Selbstvertrauen gibt und den Kurs für die nächsten Aufgaben absteckt, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.

2. Klasse Mitte-West: Taufk./Michaelnb. : Kohlgrube/W. - 5:0 (1:0)

  • 87
    Nermin Dzinic 5:0
  • 77
    Nermin Dzinic 4:0
  • 58
    David Glaser 3:0
  • 57
    Nermin Dzinic 2:0
  • 1
    Niclas Zobl 1:0