Im Duell der 2. Klasse Mitte-West zwischen SPG Taufkirchen/Michaelnbach und SK PV-Beiskammer Wimsbach Juniors ordnet Christoph Weidenholzer die Gefühlslage nach einer Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten ein. Vor der Pause dominierten die Gäste klar, nach dem Seitenwechsel antwortete sein Team mit Moral und Anpassungen. Sein Fazit verbindet Zufriedenheit über die Reaktion mit Selbstkritik an der eigenen Spielanlage sowie Respekt vor der spielerischen und läuferischen Qualität des Gegners.

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Weidenholzers Rückblick auf die Anfangsphase fällt unmissverständlich aus: „In der ersten Halbzeit hat nur Wimsbach gespielt. Sie haben dann zwei Tore geschossen, wir hatten überhaupt keinen Zugriff.“ Entlastung und Offensivmomente blieben aus. Folgerichtig stellten die Gäste auf 0:2: Dejan Plavsic traf in der 37. und 39. Minute zum 0:1 und 0:2. Mit diesem Rückstand ging es in die Pause – und mit der Erkenntnis, dass die angestrebte Ruhe am Ball, „den Ball mehr in den eigenen Reihen halten“, vor dem Seitenwechsel fehlte.
In der Kabine setzte der Trainer einen klaren Impuls: „Wir haben in der Halbzeit dreimal gewechselt, dann kam der Umschwung.“ Der Effekt war sofort spürbar: „Die Jungs haben mehr gekämpft, die Zweikämpfe gewonnen – so sind wir gut ins Spiel gekommen und haben gleich das 1:2 gemacht.“ Passend dazu verkürzte Daniel Linka in der 50. Minute auf 1:2. Aus dem besseren Zugriff und wachsender Zielstrebigkeit entstand schließlich der Ausgleich: Viktor Benedek traf in der 72. Minute zum 2:2.
Nach dem Wiederanpfiff verschob sich aus Sicht des Trainers auch das Kräfteverhältnis im Ballbesitz. „In der zweiten Halbzeit war es 50:50; wir hatten phasenweise mehr Zugriff und mehr Torchancen“, so Weidenholzer. Zugleich blieb er kritisch: Spielerisch wolle man den Ball konsequenter in den eigenen Reihen halten – gerade vor der Pause sei das misslungen. Den Gegner würdigte er als „sehr spielerisch stark und laufstark“. Personell fehlten bei Taufkirchen/Michaelnbach „zwei, drei Akteure“. Als prägenden Antreiber hob der Coach Daniel Linka hervor, der zahlreiche Zweikämpfe gewann und offensiv Akzente setzte.
Unterm Strich stand ein Duell mit zwei Gesichtern: vor der Pause deutlich gegen Taufkirchen/Michaelnbach, nach der Pause ein offener Schlagabtausch – mit einem aus seiner Sicht gerechten Remis.