Im Duell der 2. Klasse Mitte-West setzte sich der SK Blau Weiss Stadl-Paura nach Pausenrückstand mit 4:2 gegen den SV Erler Naturholzbau Kematen am Innbach durch. Nach frühem Führungstor und anschließender Wende vor der Halbzeit drehte Stadl-Paura nach dem Seitenwechsel kräftig auf und machte den Heimsieg klar. Obmann Andreas Hammer sprach von einer deutlichen Steigerung in den Zweikämpfen nach der Pause – und von einem verdienten Dreier nach intensivem, umkämpftem Spiel.

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Der Beginn gehörte den Hausherren. Nach zehn Minuten brachte Armin Mujagic Stadl-Paura mit 1:0 in Front, der Start war gelungen und die Tribüne spürte: Da ist was drin. Doch der Jubel hielt nicht lange. Nur drei Minuten später glichen die Gäste durch Fabian Mairinger aus – laut Andreas Hammer „ein wirklich sehenswerter Freistoß“. Kematen blieb in den Zweikämpfen bissig, wirkte in dieser Phase griffiger und drehte die Partie noch vor der Pause: In Minute 30 stellte Matej Marcinkovic auf 1:2, mit diesem Rückstand ging es in die Kabinen. Hammer ordnete den ersten Durchgang klar ein: „Wir sind mit dem 1:0 gut gestartet, waren dann in den Zweikämpfen nachlässig und haben durch zwei Standards den Rückstand kassiert. Danach haben wir uns gefestigt.“
Aus der Halbzeit kam Stadl-Paura wie ausgewechselt. Die Heimelf suchte früher die Duelle, schob nach und setzte Kematen unter Druck. Der Ausgleich war die logische Folge: In der 53. Minute traf Mirza Mahmuljin zum 2:2. Stadl-Paura blieb am Drücker, gewann die entscheidenden Bälle und stellte das Spiel auf den Kopf. Samuel Maier besorgte in Minute 67 das 3:2, Adrián Horváth legte in der 74. zum 4:2 nach – die Entscheidung. Für Hammer lag der Schlüssel klar in der Intensität: „Sicherlich der Einsatz in der zweiten Halbzeit, der besser war als in der ersten.“ Und er ergänzte: „In der zweiten Halbzeit waren wir besser in den Zweikämpfen und konnten spielerisch einige Tormöglichkeiten herausspielen, wo die Gäste nicht dagegenhalten konnten.“
Auch abseits der Tore fand Andreas Hammer deutliche Worte – lobend und mahnend. „Der Gegner war in der ersten Halbzeit griffig und gut in den Zweikämpfen. In der zweiten Halbzeit konnten wir dann die Oberhand gewinnen“, sagte der Obmann, der den eigenen Verbesserungsbedarf klar benannte: „Verbesserungsbedarf hatte jedenfalls unser Zweikampfverhalten in der ersten Halbzeit.“ Sportlich bleibt der Dreier wertvoll: Stadl-Paura hält nach 19 Runden bei 36 Punkten und rangiert als Dritter im Spitzenfeld, Kematen hält bei 21 Zählern und ist Zehnter. Für Stadl-Paura gilt der zweite Durchgang dieses 4:2 nun als Maßstab – vorne eiskalt, hinten stabiler in den Zweikämpfen.