In der 2. Klasse Mitte-West feierte der SV Erler Naturholzbau Kematen am Innbach gegen den SC Schwanenstadt Juniors einen 3:1-Heimsieg (1:0). Trainer Stefan Schmidt sprach von einem „reinen Arbeitssieg“ und hob die stabile Defensive hervor. Marcinkovic traf doppelt, Cosic legte nach, ehe Hayta in der Nachspielzeit verkürzte. Trotz mancher Ungenauigkeiten im Aufbau blieben die Punkte in Kematen, weil die Hausherren die Treffer zum richtigen Zeitpunkt setzten.

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Vom Anpfiff weg hatte Kematen/Innbach mehr vom Spiel und setzte die Juniors früh unter Druck. Trainer Stefan Schmidt schilderte die Anfangsphase so: „In den ersten zwanzig Minuten waren wir sehr dominant und hatten sehr viele Chancen. Leider haben wir den Sack nicht bald genug zumachen können.“ Den längst fälligen Lohn gab es in Minute 21, als Matej Marcinkovic zum 1:0 vollendete. Danach blieb die Heimelf am Drücker, ohne den entscheidenden zweiten Treffer nachzulegen. Schwanenstadt kam zwar etwas besser in die Zweikämpfe, zwingende Möglichkeiten bekamen die Gäste vor der Pause aber nicht, sodass es mit dem 1:0 in die Kabinen ging. Das Zwischenfazit passte zur Aussage des Trainers: viel Arbeit, viel Laufbereitschaft, noch ohne die gewünschte Effizienz im Abschluss.
In die zweite Hälfte nahm Kematen die Intensität mit und suchte weiter das zweite Tor. Es dauerte bis zur 73. Minute, dann war es so weit: Christian Cosic stellte auf 2:0 – für Stefan Schmidt der Schlüssel zum Heimsieg. „Das 2:0 war der Dosenöffner“, erklärte der Trainer, „und das dritte Tor war der Garant zum Sieg.“ In Minute 90 traf erneut Matej Marcinkovic zum 3:0 und belohnte den Aufwand der Gastgeber. Erst tief in der Nachspielzeit schrieb Taner Hayta für die Schwanenstadt Juniors an und verkürzte auf 3:1 (90+2). Am Endergebnis änderte das nichts mehr, weil Kematen die Partie in der Schlussphase kontrolliert zu Ende spielte und die wichtigen Punkte sicherte.
Der Blick des Coaches ging nach dem Abpfiff klar in zwei Richtungen: Lob für die Defensive, Kritik am eigenen Ballbesitzspiel. „In der Defensive war es gut. Die Viererkette ist sehr ordentlich gestanden, die beiden Sechser haben es bis zur dreißigsten Minute gut gemacht. Dann mussten wir wegen einer Verletzung recht früh tauschen, das hat uns den Rhythmus gekostet“, sagte Schmidt. Unzufrieden war er mit einfachen Fehlern im Aufbau: „Im Kurzpassspiel hatten wir viele Probleme, viele leichte Ballverluste. Wir haben uns vom Gegner anstecken lassen.“ Zum Auftritt des Gegners blieb er sachlich: „Sie waren heute nicht so stark, bemüht, aber sie konnten nichts entgegensetzen.“ Positiv vermerkte er zudem: „Der Schiedsrichter hatte eine gute Leistung.“ In der Tabelle liegt Kematen auf Rang neun mit 24 Punkten, Schwanenstadt folgt mit 22 Zählern auf Platz zehn.
Die Marschroute für die kommende Woche gab Stefan Schmidt klar vor. „Man muss das heutige Spiel abhaken. Die drei Punkte waren wichtig und ja, Woche für Woche kommt ein neuer Gegner, eine neue Aufgabe, die wir bewältigen müssen“, sagte der Trainer. Inhaltlich hat er klare Ansatzpunkte gesehen: an der Passschärfe, an der Ruhe im Aufbau und an der Konstanz im Mittelfeld will Kematen arbeiten, um dominante Phasen noch besser auszuspielen und früher den Deckel draufzumachen. Der Sieg gegen Schwanenstadt gibt dafür Rückenwind, ohne etwas zu beschönigen: Es war ein Arbeitssieg, getragen von einer stabilen Abwehr und entschieden durch Tore zum richtigen Zeitpunkt – genau so, wie es der Coach beschrieben hat.