Spielberichte

Michael Kinberger (Trainer ATSV Kohlgrube/Wolfsegg): „Wir waren die verdienten Sieger“

ATSV Kohlgrube/Wolfsegg
ASV Niederthalheim

Der Heimsieg in der 2. Klasse Mitte-West tat dem ATSV Kohlgrube/Wolfsegg richtig gut: Gegen den ASV Raika Niederthalheim setzte sich die Kinberger-Elf mit 3:1 durch. Nach der frühen Führung durch Clemens Söser glich Karim El Sayed noch vor der Pause aus, ehe nach dem Seitenwechsel Ermin Buljubasic und in der Nachspielzeit Daniel Purrer für klare Verhältnisse sorgten. „Bis auf die ersten zehn Minuten waren wir die spielbestimmende Mannschaft und am Ende die verdienten Sieger“, sagte Trainer Michael Kinberger, der trotz des Dreiers auch mahnende Worte fand.

Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Starker ATSV-Start, verdienter Vorsprung – und ein später Ausgleich vor der Pause

Kohlgrube brauchte ein paar Minuten, um reinzufinden, übernahm dann aber rasch die Kontrolle. Genau so beschrieb es Michael Kinberger: „Bis auf die ersten zehn Minuten waren wir die spielbestimmende Mannschaft, wir haben die ganze Zeit etwas fürs Spiel getan.“ Der Lohn kam in Minute 20: Clemens Söser war zur Stelle und stellte auf 1:0. Der Treffer passte zum Bild eines ATSV, der mehr vom Spiel hatte und die Partie aktiv gestaltete. Niederthalheim blieb lange harmlos, bekam aber noch vor dem Seitenwechsel seine Chance – und nutzte sie: In der 40. Minute traf Karim El Sayed zum 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen, obwohl die Gastgeber bis dahin genügend Möglichkeiten für eine deutlichere Führung vorgefunden hatten. Kinberger sah dennoch keinen einzelnen Knackpunkt: „Einen entscheidenden Moment hat es nicht gegeben, wir hatten das Spiel im Griff.“

Viele Chancen, späte Erlösung: Buljubasic und Purrer machen den Deckel drauf

Nach der Pause blieb der ATSV am Drücker. Die Hausherren erarbeiteten sich weiter Chancen, ließen aber einiges liegen – ein Umstand, der den Trainer wurmte: „Heute war nicht ganz unser Tag. Wir haben sehr viele Chancen liegen lassen. Wir hätten das Spiel aufgrund unserer Großchancen viel früher entscheiden müssen.“ Niederthalheim blieb in dieser Phase auf Nadelstiche beschränkt, was auch an der stabilen Heim-Defensive lag. „Das Einzige, was man herausheben kann, ist die Abwehr, die sehr wenig zugelassen hat“, so Kinberger. In Minute 64 kippte das Spiel wieder: Ermin Buljubasic traf zum 2:1. Kohlgrube drängte weiter auf die Entscheidung, fand sie aber erst ganz spät – Daniel Purrer sorgte in der 90.+4 Minute mit dem 3:1 für die endgültige Erlösung. Auch dem gegnerischen Schlussmann zollte Kinberger Respekt: „Ihr Tormann hat immer wieder sehr gut pariert.“

Kinberger lobt Einsatz und Linie – und blickt selbstkritisch nach vorne

In seiner Analyse sparte der Coach nicht mit klaren Worten. „Wir waren überhaupt nicht überrascht. Wir wussten genau, was sie tun, und genau so sind sie auch gekommen“, erklärte Michael Kinberger. Aus seiner Sicht hielten vor allem zwei Faktoren Niederthalheim im Spiel: „Ihr bester Mann war der Tormann – und unser Unvermögen.“ Gleichzeitig stellte er die eigene Leistung in den Vordergrund: „Der Wille zum Sieg war da, auch wenn nicht alles funktioniert hat.“ Ein Sonderthema gab es für ihn nicht, auch nicht beim Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat seine Linie durchgezogen, auf beiden Seiten. Er hat das Spiel überhaupt nicht beeinflusst.“ Mit dem Dreier festigt Kohlgrube Rang sieben (29 Punkte), Niederthalheim steckt mit 20 Zählern im unteren Drittel. Der Sieg ist wichtig, doch Kinberger bleibt beim Ausblick erdverbunden: Chancenverwertung verbessern, Geduld behalten, weiter so konsequent verteidigen – dann sollen die nächsten Punkte folgen.

2. Klasse Mitte-West: ATSV Kohlgrube : Niederthalheim - 3:1 (1:1)

  • 94
    Daniel Purrer 3:1
  • 64
    Ermin Buljubasic 2:1
  • 40
    Karim El Sayed 1:1
  • 20
    Clemens Söser 1:0