Spielberichte

Christoph Weidenholzer (Trainer Taufkirchen/Michaelnbach): „Wir haben über neunzig Minuten dominiert“

ATSV Stadl-Paura
Taufkirchen/Michaelnbach

In der 2. Klasse Mitte-West setzte sich die SPG Taufkirchen/Michaelnbach beim ATSV Stadl-Paura klar mit 7:1 durch und führte bereits zur Pause 5:0. Trainer Christoph Weidenholzer sprach danach von einem Auftritt mit klarer Handschrift: „Wir haben über neunzig Minuten dominiert.“ Neben frühem Pressing und viel Ballbesitz punktete sein Team mit Entschlossenheit im Strafraum – auch wenn der Coach trotz des Kantersiegs noch Luft nach oben sah.

Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

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Traumstart, Dauer-Druck und 5:0 zur Pause

Taufkirchen/Michaelnbach legte los wie aus der Pistole geschossen. Schon in Minute 3 eröffnete Viktor Benedek das Torfestival zum 0:1, nach 11 Minuten erhöhte Niclas Zobl, und in der 19. Minute stellte Benjamin Wagner auf 0:3. Die Gäste blieben am Drücker, ließen den Ball sauber laufen und setzten die Gastgeber dauerhaft unter Stress. „Wir sind gleich von der ersten Minute draufgegangen, haben schnell ein Tor geschossen und den Ball gut laufen lassen“, erklärte Weidenholzer. Vor der Pause legte Nermin Dzinic doppelt nach (37., 44.) – 0:5 zur Halbzeit. Auf die Frage nach dem Schlüssel des Spiels blieb der Coach beim Kollektiv: „Eine gute Mannschaftsleistung in der ersten Halbzeit.“ Zu den Treffern meinte er: „Es waren Standards dabei, also nach Eckball, und dazu ein, zwei Schüsse aus dem Spiel. Das war in Ordnung.“

Stadl-Paura meldet sich kurz – die Gäste antworten sofort

Nach Wiederbeginn kam Stadl-Paura mutiger aus der Kabine und durfte durch Mert Aktas zum 1:5 (56.) verkürzen. Taufkirchen/Michaelnbach ließ sich davon aber nicht aus der Bahn werfen: Nur zwei Minuten später stellte David Glaser mit dem 1:6 (58.) den alten Abstand wieder her, ehe Benedek in der 77. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends den 1:7-Endstand fixierte. Weidenholzer ordnete die Phase nüchtern ein: „Wir haben es in der zweiten Halbzeit ein bisschen zu locker angegangen.“ Selbstkritik gab es trotz sieben Toren: „In der Chancenauswertung. Wir hatten viele Chancen und haben zu wenig draus gemacht.“ Positiv fiel sein Resümee über den Unparteiischen aus: „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Es war eine faire Partie.“

„Meine Mannschaft war einfach besser“ – Einordnung und Ausblick

Gefragt nach dem Unterschied zwischen den Teams, fand Weidenholzer klare Worte: „Meine Mannschaft war einfach besser.“ Auf die Bitte, dem Gegner Stärken zu attestieren, blieb er ehrlich: „Eigentlich nicht.“ Unabhängig davon passte der Auftritt ins Bild eines Abends, an dem die Gäste fast alles im Griff hatten und sich für eine dominante erste Hälfte reichlich belohnten.

In der Tabelle hält Taufkirchen/Michaelnbach bei 33 Punkten und rangiert damit auf Platz sechs, während Stadl-Paura mit einem Zähler Schlusslicht ist. Der hohe Auswärtssieg gibt Rückenwind, doch das Thema Effizienz bleibt auf dem Zettel: Aus dem klaren 1:7 lässt sich mitnehmen, dass die Gäste viel richtig machten – und mit besserer Verwertung sogar noch Luft nach oben haben. Der Coach und seine Mannschaft können den Schwung mitnehmen, zugleich aber an der letzten Konsequenz arbeiten, um in den kommenden Runden weiter konstant zu punkten.

2. Klasse Mitte-West: Stadl-Paura : Taufkirchen/Michaelnbach - 1:7 (0:5)

  • 77
    Viktor Benedek 1:7
  • 58
    David Glaser 1:6
  • 56
    Mert Aktas 1:5
  • 44
    Nermin Dzinic 0:5
  • 37
    Nermin Dzinic 0:4
  • 19
    Benjamin Wagner 0:3
  • 11
    Niclas Zobl 0:2
  • 3
    Viktor Benedek 0:1