Spielberichte

Stefan Schmidt (Trainer Kematen): "Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen"

Bad Wimsbach Juniors
SV Kematen/Innbach

In der 2. Klasse Mitte-West setzte es für den SV Erler Naturholzbau Kematen am Innbach eine herbe 0:7-Auswärtsniederlage bei den Bad Wimsbach Juniors. Schon früh lief die Partie gegen Kematen, zur Pause lag man 0:3 hinten, nach dem Wechsel legten die Gastgeber weiter nach. Trainer Stefan Schmidt sprach von einem verdienten Ergebnis und hob die Stärke des Gegners hervor: Seine Elf habe gegen hohes Pressing kaum Lösungen gefunden. Dennoch blieb der Ton gefasst: Blick nach vorn, Derby im Fokus. Am Ende stand ein deutliches 7:0.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Früher Dämpfer und ein langer Abend für Kematen

Die Partie bekam rasch eine klare Richtung. Bereits in Minute 3 stellte Martin Plasser auf 1:0, nach 18 Minuten erhöhte Florian Wimmer auf 2:0, und noch vor der Pause traf Misel Danicic zum 3:0 (26.). Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. „In den ersten Minuten gleich das erste Tor zu bekommen, war der Knackpunkt. Wir wollten die ersten 30 Minuten zu null spielen, aber da lagen wir schon 0:3 hinten“, erklärte Kematen-Trainer Stefan Schmidt. Nach dem Wechsel ließen die Juniors nicht locker: Jonas Kranawetter stellte auf 4:0 (50.), Tobias Raab legte das 5:0 nach (63.), Dejan Plavsic machte das halbe Dutzend voll (70.) – und in der Schlussminute setzte Dominik Raab mit dem 7:0 (90.) den Schlusspunkt. Aus Kematener Sicht war es ein Abend, an dem der Gegner die Chancen eiskalt nutzte und nie nachließ.

„Hohes Pressing, lange Bälle – wir kamen nicht ins Spiel“

In seiner Analyse blieb Schmidt konkret. „Der Gegner hat sehr hoch gepresst, die Außenverteidiger waren wie zwei Außenstürmer. Wir sind dadurch nicht in die Ballzirkulation gekommen, mussten die Bälle weit schlagen, und sie kamen wie ein Bumerang zurück.“ Von individuellen Aussetzern wollte er nicht sprechen: „Direkte Fehler hatten wir keine. Wir waren zu langsam, zu weit weg, der Gegner war zuerst am Ball. Die Tore waren gut herausgespielt.“ Aus seiner Sicht fielen in der Anfangsphase sogar „zwei richtungsweisende Tore“. Insgesamt fiel sein Urteil klar aus: „Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen, hat mindestens ein bis zwei Klassen besser gespielt.“ Damit erklärte der Coach, warum seine Mannschaft kaum Entlastung fand und selten längere Phasen am Ball hatte.

Ein paar Abschlüsse, starke Landesliga Akteure – und ein fairer Rahmen

"Wir hatten einzelne Aktionen, auch den einen oder anderen Torschuss, aber es gab nie den zwingenden Moment für ein Tor". Mitentscheidend sei laut ihm die Qualität auf der Gegenseite gewesen: „Der gegnerische Tormann ist ein super Mann aus der Landesliga, der heute in der Reserve gespielt hat, und zwei, drei aus der Landesligamannschaft haben heruntergespielt. Das merkst du sofort.“ Lob gab es für den Rahmen: „Die Schiedsrichterleistung war gut. Es gab keine gelbe Karte, keine strittige Situation.“ In Summe stand für ihn ein klarer Tag zugunsten der Juniors.

Mund abputzen und Richtung Derby: „Wir werden zu hundert Prozent da sein“

Trotz der deutlichen Niederlage blieb der Blick des Trainers nach vorne gerichtet. „Mund abputzen, weiter geht’s. Man muss akzeptieren, wenn ein Gegner stärker ist, und dieser Gegner war stärker. Wir werden zurückkommen“, sagte Schmidt und richtete den Fokus gleich auf die nächste Aufgabe: „Nächste Woche ist Derby. Da wollen wir Vollgas geben und die drei Punkte holen.“ Auch ein Appell durfte nicht fehlen: „An den nächsten Gegner: Derby-Zeit – wir sind da. Wir werden zu hundert Prozent da sein.“ In der Tabelle halten die Bad Wimsbach Juniors nach 21 Runden bei 45 Zählern auf Rang zwei, Kematen steht mit 24 Punkten auf Platz neun.

2. Klasse Mitte-West: Bad Wimsbach Jrs. : SV Kematen - 7:0 (3:0)

  • 90
    Dominik Raab 7:0
  • 70
    Dejan Plavsic 6:0
  • 63
    Tobias Raab 5:0
  • 50
    Jonas Kranawetter 4:0
  • 26
    Misel Danicic 3:0
  • 18
    Florian Wimmer 2:0
  • 3
    Martin Plasser 1:0