Spielberichte

Nikolaus Zopf (Sportlicher Leiter SPG Lambach/Edt): "Wir haben den Sack nicht zugemacht"

ASV Niederthalheim
SPG Lambach/Edt

Ein stürmischer Abend in der 2. Klasse Mitte-West: Der ASV Raika Niederthalheim dreht gegen die SPG Lambach/Edt ein 1:3-Pausendefizit noch in ein 4:3. Matchwinner ist Amar Udovcic mit einem späten Dreierpack. Bei den Gästen überwiegt Ärger über liegengelassene Chancen und eine strittige Szene vor dem Anschluss. „Wir haben den Sack nicht zugemacht“, sagt Sportchef Nikolaus Zopf und spricht dennoch von einem „gerechten“, wenn auch bitteren Ausgang.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, starker Gast – und späte Niederthalheimer Antwort

Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, da brachte Gregor Eckmayr die Hausherren in Führung – ein Start nach Maß für Niederthalheim. „Das 1:0 für Niederthalheim war sehr schnell und durchaus verdient“, hielt Nikolaus Zopf fest. Seine Mannschaft schüttelte sich kurz und drehte dann richtig auf: Leonard Sulejmani glich in Minute 10 aus, Atschiko Nadiradze stellte in der 16. auf 1:2, und Andreas Jukic legte in der 22. gar das 1:3 nach. „Die drei Tore von uns waren sehr stark herausgespielt“, so Zopf. Bis zur Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel und das Resultat im Griff. Nicht nur nach dem Seitenwechsel suchte Lambach/Edt das vierte Tor, doch beste Möglichkeiten blieben ungenutzt – das 1:4 wäre aus Gästesicht der Deckel gewesen, es fiel aber nicht.

Das 2:3 als Zündfunke – Diskussion um Abseits und ein spätes 4:3

Die Partie kippte in der Schlussphase. In der 70. Minute verkürzte Amar Udovcic auf 2:3. Aus Sicht der Gäste stand dieser Treffer im Zentrum der Debatte. „Der entscheidende Moment war wahrscheinlich das sehr umstrittene 2:3, das aus unserer Sicht aus einer Abseitsposition entstanden ist. Dadurch hatte Niederthalheim wieder Aufwind“, erklärte Zopf. Der ASV blieb am Drücker, und erneut Udovcic traf in der 81. zum 3:3. Tief in der Nachspielzeit ließ der Niederthalheimer Angreifer seinen dritten Streich folgen – laut Zopf fiel das 4:3 per Elfmeter – und drehte damit ein schon verloren geglaubtes Spiel endgültig. Trotz der Kritik am Anschluss betonte der Sportchef: „Der Schiedsrichter hatte das Spiel grundsätzlich im Griff, es gab nicht viele strittige Szenen.“

Chancenwucher, Moral – und was die Tabelle sagt

In der Analyse blieb Zopf deutlich: „Der Unterschied liegt ganz klar in der Chancenverwertung. Niederthalheim hatte nicht viele klare Chancen, diese konnten sie aber nutzen. Wir hingegen hatten viele, die wir nicht verwertet haben.“ Besonders schmerzte aus Gästesicht das verpasste 1:4: „Das 4:1 hätte Niederthalheim mit Sicherheit den Stecker gezogen. Auch ein 4:2 wäre aus unserer Sicht möglich gewesen, da wir bis zum Schluss wirklich gute Chancen hatten, doch leider konnten wir diese nicht in Tore umwandeln“. Gleichzeitig hielt er der Heimelf Respekt entgegen: „Niederthalheim hat nie aufgesteckt, sehr leidenschaftlich verteidigt. Es war körperbetont, sie haben immer wieder Akzente gesetzt und Moral bewiesen.“ In der Tabelle bleibt Lambach/Edt mit 39 Punkten im Spitzenfeld (Runde 21), Niederthalheim hält bei 23 Zählern im hinteren Mittelfeld. Zopf fasste das 4:3 so zusammen: „Vom Spielverlauf her vielleicht nicht unbedingt verdient, aber am Ende gerecht.“

2. Klasse Mitte-West: Niederthalheim : Lambach/Edt - 4:3 (1:3)

  • 95
    Amar Udovcic 4:3
  • 81
    Amar Udovcic 3:3
  • 70
    Amar Udovcic 2:3
  • 22
    Andreas Jukic 1:3
  • 16
    Atschiko Nadiradze 1:2
  • 10
    Leonard Sulejmani 1:1
  • 5
    Gregor Eckmayr 1:0