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ATSV Sattledt Juniors: „Jeder muss ein wenig besser werden“

Sattledt Juniors

Nach einer Saison mit erkennbarem Aufwärtstrend wollen die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors in der neuen 2. Klasse Mitte-West ihre Entwicklung bestätigen und sich zumindest im gesicherten Mittelfeld festsetzen. „Es war eine durchaus erfolgreiche Saison, wenn man das Jahr davor sieht“, sagt Trainer David Zehetner im Gespräch mit Ligaportal. Der Sommer bringt keinen großen Umbruch, dafür aber eine junge Abwehr mit weiterem Potenzial, neue Gesichter aus dem Nachwuchs und möglicherweise Unterstützung für Zehetner selbst.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Eine Saison mit Fortschritten und liegengelassenen Punkten

Die Bewertung der vergangenen Spielzeit der 2. Klasse Ost fällt in Sattledt insgesamt positiv aus, auch wenn Zehetner nicht verschweigt, dass mehr möglich gewesen wäre. Vor allem der Start in die Saison sei gelungen, ehe die Konstanz etwas abhandenkam. „Wir haben vor allem im ersten Halbjahr sehr gut performt, haben dann aber Spiele gehabt, in denen wir nachgelassen und einfache Punkte vergeben haben“, sagt der Trainer. Gerade diese Schwankungen hätten am Ende verhindert, dass sich der positive Eindruck noch deutlicher in den Ergebnissen niederschlägt.

Trotzdem sieht Zehetner eine Mannschaft, die sich in mehreren Bereichen gefestigt hat. Wie gut die Juniors offensiv besetzt sind, hängt auch davon ab, wer aus der Kampfmannschaft zur Verfügung steht. In der Defensive und im Mittelfeld wirkt das Gerüst dagegen stabiler. Besonders viel traut er seiner jungen Innenverteidigung zu. Dort erkennt der Trainer von Jahr zu Jahr mehr Reife, mehr Ruhe und mehr Sicherheit. Genau in diesem Bereich soll nun der nächste Entwicklungsschub kommen, nicht durch große Transfers, sondern durch Erfahrung und Spielpraxis.

Wenig Bewegung im Kader, viel Vertrauen in die eigene Entwicklung

Personell bleibt die Lage überschaubar. Ein bis zwei offensive Abgänge wird es geben, wobei Zehetner betont, dass darunter keine Stammkräfte sind. Zusätzlich dürfte ein Spieler aufhören, ein weiterer zu einem Nachbarverein wechseln. Fixe Neuzugänge für die Juniors gibt es derzeit noch nicht. Der Plan ist vielmehr, den Kader der Kampfmannschaft breiter aufzustellen, damit bei Bedarf ausreichend Spieler nach unten zur Verfügung stehen und die personelle Decke bei den Juniors nicht zu dünn wird.

Ganz ohne frische Impulse geht der Verein aber nicht in die neue Saison. Ein Spieler, der bereits im Nachwuchs in Sattledt aktiv war, will nach längerer Pause wieder einsteigen. Zehetner traut ihm trotz der fehlenden Spielpraxis einiges zu. Dazu stoßen drei 15-Jährige in den Erwachsenenbereich. Sie sollen zunächst Erfahrung sammeln, körperlich und spielerisch hineinwachsen und der Mannschaft mittelfristig mehr Breite geben. Zehetner macht dabei keinen Druck: Wer mit Erwachsenen trainiert und gegen Erwachsene spielt, brauche Zeit, könne daran aber sichtbar wachsen.

Klare Linie: Entwicklung zuerst, Tabelle im Blick

Auch an der Seitenlinie bleibt es bei Kontinuität. Zehetner bleibt Trainer der Juniors, parallel laufen Gespräche über einen möglichen Co-Trainer. Das würde ihn entlasten, weil er im Verein auch als Sektionsleiter eingebunden ist. Eine Entscheidung darüber soll in den nächsten Tagen fallen.

Sportlich stellt Zehetner die Weiterentwicklung der einzelnen Spieler klar über jede große Ansage. „Mein Auftrag als Trainer ist, dass jeder ein wenig besser wird. Wenn das nicht passiert, dann mache ich als Trainer etwas falsch“, sagt er. Das gilt für die jungen Spieler ebenso wie für die älteren. Aus dieser Haltung leitet sich auch das Saisonziel ab: Die Juniors wollen sich im gesicherten Mittelfeld etablieren und gleichzeitig in Schlagdistanz zum oberen Drittel bleiben. „Von den Platzierungen her wollen wir mindestens im gesicherten Mittelfeld spielen, mit der Chance, wieder im oberen Drittel mitzuspielen.“

Für die Fans bedeutet das vor allem eines: eine Mannschaft, die ihren Weg konsequent weitergehen soll. Wenn die junge Defensive noch stabiler wird und die neuen Talente behutsam eingebaut werden, könnten die Sattledt Juniors genau dort ansetzen, wo sie zuletzt schon angedeutet haben, dass noch mehr in ihnen steckt.