Spielberichte

Union Hofkirchen/Trattnach: „Im oberen Mittelfeld möchten wir uns etablieren“

Union Hofkirchen/Trattnach

Nach Rang 13 in der 2. Klasse Mitte-West will die Union Linseder Hofkirchen an der Trattnach vor allem eines abstellen: die starken Schwankungen aus der vergangenen Saison. Harald Linseder, der sportliche Leiter, spricht im Gespräch mit Ligaportal von einer jungen Mannschaft, die gerade in den Derbys überzeugt hat, über eine ganze Spielzeit aber noch zu wenig konstant war. Mit punktuellen Kaderänderungen, einem wichtigen Rückkehrer und unverändertem Trainerteam soll nun der Sprung ins obere Mittelfeld gelingen.

Fußballspieler im engen Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zwischen ansprechenden Derbys und fehlender Konstanz

Die Saison der Hofkirchner lässt sich am besten mit zwei Schlagwörtern zusammenfassen: Einsatz und Unbeständigkeit. Linseder blickt keineswegs nur kritisch zurück, sieht aber klar, warum am Ende nur Platz 13 stand. „An und für sich haben wir teilweise recht passabel gespielt. Gerade bei den Derbys haben wir Leistung gezeigt, viele Punkte gemacht und die richtige kämpferische Leistung gebracht“, sagt der sportliche Leiter. Dort stimmten Intensität und Zugriff, dort zeigte die Mannschaft jene Qualitäten, die im Verein weiterentwickelt werden sollen.

Über die gesamte Saison hinweg fehlte dieser Linie allerdings die Fortsetzung. Das deckt sich auch mit dem Tabellenverlauf: Die "Fledermäuse" bewegten sich fast durchgehend im unteren Bereich und fanden nur selten in ruhigere Fahrwasser. Linseder führt das in erster Linie auf das geringe Durchschnittsalter zurück. „Bei manchen Spielen haben wir wieder nicht so gut gespielt. Das ist natürlich auch so, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben, die noch nicht über eine ganze Saison konstant ist.“ Für den Verein ist das nicht nur eine Erklärung, sondern auch ein klarer Auftrag für die kommenden Monate.

Punktuelle Änderungen, Hoffnung auf Michael Mitter

Im Kader bleibt das Grundgerüst erhalten, ganz ohne Bewegung geht es aber nicht in die neue Spielzeit. Als Abgänge nennt Linseder Ersatztormann Raphael Gal, der nach Eferding/Fraham gewechselt ist, sowie Tobias Greinecker, der zu seinem Stammverein St. Marienkirchen zurückkehrt. Hintergrund dafür ist laut Linseder dessen Studium. Neu dazu kommt Christoph Reiter von Wallern. Weitere Veränderungen schließt der sportliche Leiter nicht aus, konkrete Namen gibt es derzeit aber noch nicht. „Es kann sein, dass vielleicht noch der eine oder andere kommt. Das wissen wir noch nicht genau.“

Besondere Aufmerksamkeit gilt derweil Michael Mitter. Der Offensivspieler hatte sich vor rund eineinhalb Jahren das Kreuzband gerissen und ist nun wieder zurück. Im Verein wird seine Rückkehr durchaus als Verstärkung gesehen. „Michael ist wieder dabei und auf ihn setzen wir schon“, sagt Linseder. Gerade bei einer jungen Mannschaft kann ein Spieler, der nach langer Pause wieder zur Verfügung steht, sportlich wie innerhalb der Gruppe an Gewicht gewinnen.

Kontinuität im Staff, klare Aufgaben in der Vorbereitung

Abseits des Spielerkaders setzt die Union auf Beständigkeit. Im Trainerstab gibt es keine Änderungen, Trainer, Co-Trainer, Tormann-Trainer und auch der Reservetrainer bleiben an Bord. Größere Umbrüche sind damit kein Thema, vielmehr geht es darum, innerhalb der vorhandenen Struktur stabiler zu werden. Weil die Sommer-Vorbereitung laut Linseder „nicht allzu lange“ ist, werden die Schwerpunkte klar gesetzt: körperliche Basis und taktische Arbeit. „Wir müssen schauen, dass die Jungs die Kraft haben, und im taktischen Bereich müssen wir viel arbeiten.“

Die Zielsetzung formuliert der sportliche Leiter klar. Die vergangene Saison sei „laut Tabellenplatz nicht sehr zufriedenstellend“ gewesen, daher soll der nächste Anlauf spürbar besser ausfallen. „Im oberen Mittelfeld möchten wir uns etablieren“, sagt Linseder. Für Hofkirchen/Trattnach bedeutet das vor allem, die guten Ansätze aus den Derbys häufiger auf den Platz zu bringen. Gelingt es der jungen Mannschaft, über längere Phasen konstanter zu werden, dann wird sich die Mannschaft im oberen Mittelfeld etablieren können.